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IV-Präsident Kapsch glaubt, dass man auch mit Nicht-Demokratien Geschäfte treiben soll. Sonst befände man sich auf einem sinkenden Schiff.
Wien - Der neue Industriellenpräsident Georg Kapsch hat am Dienstag Weißrussland gegen eine Menschenrechtskritik verteidigt, die zweierlei Maß an autoritäre Regime anlegt. "Ich sehe keinen Unterschied zwischen Weißrussland und vielen anderen Staaten in der ehemaligen UdSSR", antwortete Kapsch am Dienstag bei seiner Bilanzpressekonferenz auf eine Journalistenfrage nach dem "Schurkenstaat". "Das sind letzten Endes alles Diktaturen, warum pickt man sich immer nur ein Land heraus?"
"So wie ich selbst Weißrussland erlebt habe, ist die Diktatur nicht spürbar", meinte der frühere LIF-Politiker Kapsch. Er heiße nicht gut, was in Weißrussland politisch passiere, den USA oder China sei es aber "völlig gleichgültig, ob es sich bei einem Geschäftspartner um einen 'Schurkenstaat' handelt oder nicht".
"Happy people on a sinking boat"
Europa und Österreich müssten sich bewusst entscheiden, ob sie Jobs aus Aufträgen auch von Nicht-Demokratien wollten. Wenn nein, "dann sind wir happy people on a sinking boat", sagte der Vorstandschef der Kapsch TrafficCom. Im Juni hatte die österreichische Industriellenvereinigung (IV) den Wiener Familienunternehmer zu ihrem Präsidenten gewählt.
Kapsch TrafficCom hat im Februar den Auftrag erhalten, in Weißrussland ein landesweites elektronisches Mautsystem zu errichten und zu betreiben. Das Auftragsvolumen für die Errichtung wird mit rund 267 Millionen Euro beziffert, wovon 158 Mio. Euro auf die ersten beiden Phasen innerhalb der nächsten zwei Jahren entfallen.
Weißrussland wird häufig als "letzte Diktatur Europas" bezeichnet. Präsident Alexander Lukaschenko, der das Land seit 1994 autoritär regiert, wurden in der Vergangenheit wiederholt Menschenrechtsverletzungen und die Manipulation von Wahlen vorgeworfen. (APA, 17.7.2012)
Drei Männer festgenommen
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china lässt panzer über demosntrierende studenten fahren.
saudi-arabien richtet menschen wegen, aus unserer sicht lächerlichen aktionen, hin.
all das ist für unsere wirtschaft und unsere politiker aber kein grund doch geschäfte mit diesen "verbrechern" zu tätigen.
speziell bei den österr. vertretern hat man gar das gefühl dass sie ihrem gegenüber aus diesen ländern gar nicht schnell genug dorthinein kriechen können wo die sonne nie scheint.
von daher hat hr kapsch nicht so unrecht.
nur, es ist nie zu spät mit dem umdenken zu beginnen ...
Falsche Überschrift. Herr Kapsch verteidigt seine Geschäfte mit Weißrußland gegen Kritik.
Den Vergleich mit anderen Staaten, die angeblich nicht kritisiert werden, hätte er sich sparen können. Das ist nämlich die in Österreich übliche Reaktion auf Kritik an einer Verhaltensweise, daß die Beschuldigten sagen, man solle doch erst einmal gegen Andere vorgehen. Insofern bietet der - auch im Standard - so hochgejubelte Herr Kapsch nichts Neues.
Er hätte einfach sagen können, es sei ihm wurscht, wer seine Kassen füllt. Das wäre dann offen und ehrlich gewesen.
es wird ja auch von weißrußland als letzter diktatur in EUROPA gesprochen. und das ist auch beinahe richtig (der vatikan wäre aus meiner sicht die einzige andere - allerdings wirkt sich dort die unterdrückung in der praxis bei weitem nicht so schlimm aus wie in weißrußland). die anderen ex-sowjetrepubliken, die diktaturen sind, befinden sich hingegen in asien (rußland unter putin ist zwar autoritär, hat aber meiner meinung nach noch nicht den status einer diktatur erlangt).
Seit Tagen vergleiche ich verschiedene Gesetze in Russland und in Weissrussland. z B
Demonstrationsverbot
Homowerbeverbot
Untersuchungshaft
Verleumdungsanklage
usw.
ich bestaetige, seit sechs Monaten hat Russland in allen diesen, die Nase vorn, ist radikaler u bestraft hoeher.
In Weissrussland wuerde ein Punkgruppe die in einer Kirche ein Protestlied singt, hoechstens 12 Tage oder 150 Euro Strafe erhalten in Russland sind es bereits 5 Monate Untersuchungshaft!
Ausserdem wurden in den letzten Tagen von Putin etliche Anweisungen gegeben die sehr nach Unterdrueckung aussehen. Die 25 % Erhoehung d Inlandsgeheimdienst u Militaerkosten u die Senkung der Sozialkosten im Gegenzug, sind nur die Spitze der diktatorischen Frechheit!
andererseits gibt's in weißrußland nicht wirklich ein parlament und die oppositionsspitzen kommen nicht für tage (wie jawlinski, kasparow) & co., sondern eher für jahre (z.b. kazulin) ins gefängnis.
was natürlich nicht heißt, daß ich das autoritäre putin-regime irgendwie verharmlosen will...
Sie posten einen 3 % Oppositionspolitiker aus 2006 der wegen schweren Rowdytums u anderer Delikte fuer einige Jahre ins Gefaengnis musste. Wo sind die anderen, wurden die nicht alle bereits laengst entlassen und weil es so schoen ist gleich die Richter mit dazu ? Danach war die Opposition im Erklaerungsnotstand, und im Westen konnte man rein gar nichts darueber lesen, d Erklaerung der Opposition war eben zu bloed: Die haben die Drecksarbeit/also Verurteilungen u der Praesident hat alle Begnadigt/ gemacht nun muessen sie gehen.
Uebrigens in Russland muss man gar nicht erst schweres Rowdytum, wie Angriff auf d Staatsmacht durchziehen, dort genuegt bereits wenn man geschaeftlich zu Erfolgreich ist um fuer "immer" hinter Gittern zu landen.
Ich verteidige niemand, sondern ich vergleiche, d boeshe diktatorische Weissrussland mit der "lupenreinen Demokratie" Russlands.
Ich sehe keinen Unterschied, im Gegenteil Russland hat Belarus mit allen Unterdrueckungs Gesetzen ueberholt. Ausserdem, die einen sind halt arm wie eine Kirchenmaus u daher unwichtig. Die anderen haben viele reiche Oligarchen, einen Militaeretat welcher erst wieder um 25 % erhoeht wurde, und viel teures Erdgas und Erdoel.
ich habe niemals rußland als lupenreine demokratie bezeichnet. ich würd z.b. die formulierung "autoritäre demokratur" verwenden. hab hier in meinen postings das putin-system ja immer wieder scharf verurteilt. aber weißrußland steht für mich in summe eine stufe weiter richtung diktatur.
Das Problem, das er anspricht, ist verständlich:
1) Seit sich die EU wirtschaftlich spürbar aus Schwarz-Afrika zurückgezogen hat, sind dort die chinesen sehr aktiv, und DAS kann auf keinen Fall im Sinne einer positiven Entwicklung sein.
2) So schwer das - auch für mich - ertragbar ist, mit der steigenden Anzahl der wirtschaftlichen Kontakte und der Bildung einer Mittelschicht ist eher eine positive Transformation zu erwarten als wenn man die Bevölkerung arm und ungebildet vorfindet.
Aber mit dem Satz "Ich sehe keinen Unterschied zwischen Weißrussland und vielen anderen Staaten in der ehemaligen UdSSR" hat er recht. Weißrussland, in dem selbstverständlich vieles im Argen liegt, ist das ultimative Böse, weil es nicht vor dem Westen kuscht. Gegen das keineswegs demokratischere Russland traut man sich natürlich nicht, da wichtiger Geschäftspartner. Die Ukraine war so lange en Vogue, so lange Timoschenko und die dem Westen genehme Clique an der Macht waren - seit die weg sind, wird kampagnisiert. Und der Irre in Georgien (Name entfallen) lässt regelmäßig die Menschen von der Polizei durch die Straßen prügeln, aber da er eine dem Westen genehme Marionette ist, liest man davon hier nichts. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen
Leider passiert das viel zu oft, nicht nur in den internationalen Beziehungen, sondern auch schon im täglichen Miteinander der Menschen.
Der ganze Nahe Osten - vllt übertreibe ich ein wenig - ist relativ reif für Sanktionen, wenn man die Menschenrechtsfrage stellen würde. Und das ist auch die Verlogenheit der Medien wohl auf Grund der Eigentümerstrukturen, denn ihre Aufgabe wäre es, sich genau über solche Sachen (wie zweierlei Maß anwenden) ohne Unterbrechung zu echauffieren
wenn man sich mit hunden schlafen legt, wird man mit flöhen aufwachen.
es gibt genügend staaten auf der welt mit denen man geschäfte machen kann, man kann ruhig auf die schlimmsten diktaturen verzichen - gelegentliche ausnahmen, die, wenn möglich zur öffnung des jeweiligen landes beitragen, ausgenommen.
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