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Jerusalem - Nur 70 Tage nach ihrer Bildung ist Israels Große Koalition geplatzt. Die Kadima-Partei teilte am Dienstag mit, Verhandlungen mit dem rechtsorientierten Likud über eine gerechtere Verteilung der Wehrpflicht seien gescheitert. Der Kadima-Vorsitzende Shaul Mofaz verlässt deshalb die Regierung unter Benjamin Netanyahu.
Mofaz hatte bereits zuvor angekündigt, er werde nicht in der Regierung bleiben, sollten Empfehlungen für die Aufnahme strengreligiöser Männer in die Armee nicht umgesetzt werden. Die größte Fraktion im israelischen Parlament stimmte am Dienstag nach Rundfunkangaben dafür, die Koalition mit dem Likud zu verlassen.
Netanyahu regiert alleine
Netanyahus Regierung wird durch das Ausscheiden der Kadima deutlich geschwächt, verliert aber nicht die Mehrheit im Parlament - sie verfügt auch ohne Kadima über 66 von 120 Sitzen. Die für Herbst kommenden Jahres angesetzte Parlamentswahl könnte nun allerdings vorgezogen werden.
Netanyahu bedauerte das Ausscheiden der Kadima. Kadima-Chef Mofaz habe "auf die Gelegenheit verzichtet, eine historische Veränderung zu vollziehen".
Gericht gegen Freistellung
Israels Höchstgericht hatte sich im Februar in einer historischen Entscheidung gegen eine Freistellung tiefreligiöser Juden vom Militärdienst ausgesprochen. Das Gesetz müsse bis August geändert werden. Die Likud-Partei von Ministerpräsident Netanyahu hatte sich grundsätzlich dafür ausgesprochen, alle Staatsbürger zum Dienst an der Waffe oder zum Ersatzdienst zu verpflichten. Es gab jedoch Streit um Details und die Umsetzung.
Kein Kompromiss mit Netanyahu
Mofaz lehnte am Dienstag einen Kompromissvorschlag Netanyahus ab. Der Regierungschef hatte nach Angaben des israelischen Rundfunks vorgeschlagen, Ultraorthodoxe und arabische Israelis statt mit 18 bis zum Alter von 23 Jahren einzuziehen. Wer das nicht wolle, müsse bis zum Alter von 26 Jahren Ersatzdienst leisten, etwa bei der Feuerwehr oder der Polizei. Mofaz ging der Vorschlag jedoch nicht weit genug. Der Rundfunk zitierte Vertraute Mofaz' mit der Einschätzung, der Kompromiss werde nur zur Einziehung von 50 Prozent der angestrebten Zahl von Wehrpflichtigen führen.
Zur Zeit der Staatsgründung 1948 war vereinbart worden, ultraorthodoxe Juden vom Armeedienst zu befreien. Davon waren damals jedoch nur etwa 400 Religionsstudenten betroffen. Angesichts der hohen Geburtenrate in ultraorthodoxen Familien werden heute zehntausende strengreligiöse Juden im Jahr vom Armeedienst befreit, der für Männer drei und für Frauen zwei Jahre dauert. Das sorgt bei der säkularen Mehrheit für großen Zorn.
Die in der politischen Mitte angesiedelte Kadima stellt mit 28 von 120 Abgeordneten die größte Fraktion im Parlament. Die Große Koalition mit 94 Mandaten sollte bis zur Wahl im Herbst 2013 im Amt bleiben. Sollte die Kadima jedoch wieder in die Opposition gehen, könnte die Wahl vorgezogen werden. (APA, 17.7.2012)
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…Hier ging es nicht bloß um die "Wehrpflicht", sondern auch um die Agenda Bibis unbedingt den Iran angreifen zu müssen.
Wie Mofaz gestern Medien gegenüber durchsickern ließ, wolle "er und seine Partei nicht Teil von operativen Abenteuern" sein, welche die Bürger Isreals gefährden würden.
.
stimmt!
die weigerung Netanyahus, die ultraorthodoxen ohne wenn und aber zum militärdienst einzuziehen ist das ultimative zeichen für den unmittelbar bevorstehenden angriff auf den Iran.
Sie haben es wiedermal messerscharf erkannt und auf den punkt gebracht.
So möchen wir unseren fernsehkopf ;o)
…indem sie vor Begins "Herut"-Partei warnten und diese "in ihrer Organisation, Methoden, politischer Philosophie und sozialem Erscheinen" in der Nähe der Nazis u.faschistischen Parteien ansiedelte:
http://issuu.com/a2eto/docs/nytimes
Die Stern-Gang oder LEHI (Lohmey Herut Israel) war der Vorgänger der späteren LIKUD. Netanyahu u.Rahm Emanuel gehört zur 2.Generation jener Terroristen von damals.
Reicht das erstmals für ihre "Ahnungen"? Weitere Enthüllungen erspart sich das FS3, um ihr psychisches Gleichgewicht nicht total durcheinanderzubringen. Aber vielleicht lernen sie zur Abwechslung einmal Geschichte.
der Zionismus war nicht wie der Vatikan organisiert. Unter diesem Ettiket(<->d)ummelten sich verschiedenste Gruppierungen, die ihre Vorbilder von weiss der Kuckuck woher geholt haben (von faschistisch rechts bis stalinist. Links und irgendwo zwischen allem -wie z.B. die Stern Gang). Begin war so einer und daher ein Todfeind von Ben-Gurion, dem sogar nichts blöderes einfiel, B-G während des 1.Krieges mit den Arabern in den Rücken zu fallen (->Altalena Affäre). Sein Riesenglück war es, dass B-G mit den Arabern Problem mehr als genug hatte, und daher ihn einfach in die Reihen der regulären IDF reinprügelte.
Später erwies sich aber sogar Begin im Gegensatz zu den P.Führern als lernfähig.
So sieht's aus!
http://de.wikipedia.org/wiki/Altalena
.
nur:
die kannten hamas und hisbollah noch nicht ;o)
"Weitere Enthüllungen erspart sich das FS3 ..."
das glaub ich erst, wenn "das FS3" (der Hansi Hinterseer des standardforums) das auch wirklich tut ;o)
wurde mir auf mein gestriges Posting vorgeworfen.
Gut,mag sein,daß ich zu wenig differenziere zwischen den Ultraorthodoxen und den jüdischen Siedlern im besetzten Westjordanland.Ich bin kein Jude und lebe in Österreich,also sind die feinen Unterschiede zwischen den beiden für mich nicht so klar erkennbar. Ich sehe nur,die einen terrorisieren die eigene Bevölkerung,die anderen wollen bloß das Land der Palästinenser.
Und jede Kritik wird mit Totschlagargumenten vom Tisch gefegt:Sei es die Kritik an der Politik gegenüber den Palästinensern,sei es dir Kritik an der Beschneidung.
Da wird einfach die Keule Antisemitismus ausgepackt und es herrscht wieder Ruhe.Ob das der richtige Weg ist?
…Kurz nachdem durchgesickert war, daß der ehem. Spezialagent der Mossad, Giora Tzahor (70), seine Lebensbeichte ablegen wollte, erlag dieser bei einem "Verkehrsunfall" seinen Verletzungen, als ein "verantwortungsloser Autofahrer" ihn auf dem Mountainbike überfuhr.
Tzahor war (+stellvertretender) Chef der isrealen 'errorgruppe "KIDON" gewesen und verantwortlich für die Entführung von Atomspion Vanunu in 1986, für die Ermordung des PLO-Gesandten Naeem Khodor in Brüssel und für die Beseitigung des Drahtziehers(?)/Mitwissers des Münchner Attentates (wieder einmal Olympia!) Abou Daoud in Polen 1981.
Wenn die Ultraorthodoxen der Meinung sind, dass der israelische Staat so scheisse ist, warum verziehen sich diese Idioten nicht wo anders hin?
Einfach alle Sozialleistungen streichen für das Pack, und dann dürfen's schaun ob sie mit Thorastudieren allein ihre 20 Kinder ernähren können.
Israel geht mit den Extremisten im eigenen Land einfach viel zu lasch um, seien es jüdische oder moslemische.
Soweit ich weiss, machen ultraorthodoxe Männer nicht nur keinen Militärdienst.
Sie arbeiten auch nicht und werden mit Sozialleistungen erhalten.
Zu Beginn des Staates Israel gab es nur wenige Ultraorthodoxe. Das fiel nicht weiter ins Gewicht.
Deren Zahl ist seither enorm angestiegen.
Die Frage wird sein, wielange sich das die israelische Volkswirtschaft wird leisten können.
sklaven??? no coment......
an welcher front?
wenn sie in einer tanke, restaurant, bar, grenze, offener straße, kindergarten, schule, arbeit, beim auto fahren oder am strand von einem pal. terrorist in die luft gesprengt werden können?
ich sehe durchaus die moralische zwickmühle in der manche vieleicht stecken könnten aber dafür gibt es ja den zivi.
Das ist nicht so populär/gewöhnlich wie die armee aber eine alternative.
die gefahr, daß ihnen als palästinenser in gaza eine israelische bombe auf den kopf fällt, oder im wjl ein siedler auf sie schießt, ist erheblich größer
Aber wurscht, zumindest haben Sie die anscheinend immer und unabhängig vom Thema drinegend notwendige Gleichsetzung Isis=Nadsies im Rahmen Ihrer Möglichkeiten versucht. Auch wenn so ein spektakulärer Schuss ins Knie dabei rauskam.
KriegenS ein "Bemüht".
Hier stellt sich naturgemäß die Frage, wie in so vielen anderen Fällen auch, wer vergibt den Preis?
1) organic boy?
2) Der ultra-orthodoxe Nachwuchs?
3) Die israelischen Frauen, die bespuckt werden, wenn sie auf der falschen Straßenseite gehen?
4) Palästinenser?
Und im Übrigen, geschmacklos ist die Verführung von Kindern hin zum religiösen Wahn und zur politischen Radikalität. Kein Vergleich mag diesen staatlich geförderten erzieherischen Wahnsinn, selbst wenn er noch so extrem formuliert sein sollte, auch nur ansatzweise übertreffen.
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