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Der Softwareriese Microsoft muss erneut eine millionenschwere EU-Geldstrafe fürchten. Die EU-Kommission hat ein neues Kartellverfahren gegen den US-Konzern wegen unlauterer Geschäftspraktiken eröffnet. Microsoft biete seinen Windows-Nutzern nicht - wie versprochen - die freie Wahl des Web-Browsers an, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia am Dienstag in Brüssel. Konkurrenten hätten sich bei der Kommission darüber beschwert, dass der US-Konzern den Nutzern auf der Startseite seines Systems nicht länger die Auswahl zwischen verschiedenen Internetbrowsern lasse.
Zusagen aus dem Jahr 2009
Der Konzern halte sich somit nicht an seine Zusagen aus dem Jahr 2009. Sollte sich der Vorwurf erhärten, droht Microsoft eine Strafe von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Aus der Wettbewerbsbehörde verlautete, Microsoft habe den Verstoß zugegeben und spreche von einem "technischen Fehler"
"Wir nehmen das sehr ernst."
Laut EU-Kommission verstößt der Softwarekonzern seit Februar 2011 gegen seine Verpflichtung. Damals kam die Softwareaktualisierung ("Service Pack") für Windows 7 auf den Markt. "Als Resultat konnten 28 Millionen Nutzer den Auswahlbildschirm (mit weiteren Browsern als Alternative, Anm.) nicht sehen", sagte Almunia. Der Kommissar sprach von einem einmaligen Fall: "Es ist das erste Mal, dass ein Unternehmen sich nicht an die Vorgaben der Kartellbehörden hält... Wir nehmen das sehr ernst."
Firefox, Google Chrome, Apple Safari oder Opera
Seit Jahren streitet Microsoft mit Brüssel um den Web-Browser. Browser sind nötig, um im World Wide Web zu surfen. Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten Microsoft 2009 gezwungen, Verbrauchern in der EU neben dem hauseigenen Internet Explorer elf weitere Browser als Alternativen anzubieten. Zuvor installierte Microsoft standardmäßig den hauseigenen Internet Explorer. Auf einem Auswahlbildschirm sollen nun daneben auch Konkurrenten wie Mozilla Firefox, Google Chrome, Apple Safari oder Opera erscheinen. Die Verpflichtung gilt für fünf Jahre, also bis 2014.
90 Prozent
Auf diese Weise wollte Brüssel die Vormachtstellung des Konzerns brechen - sein Windows-Marktanteil liegt bei Computern und Laptops europaweit bei über 90 Prozent. Der Marktanteil des Internet Explorers bei den Browsern ist jedoch deutlich geringer als der von Windows unter den Betriebssystemen. Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Webtrekk kommt der Microsoft-Browser in Deutschland auf 31,1 Prozent und liegt damit hinter Firefox (35,1 Prozent) und vor Safari (16,9) und Chrome (11,7) auf Platz zwei.
Die EU-Kommission ist schon früher immer wieder gegen Microsoft vorgegangen und hat insgesamt Strafgelder von rund 1,7 Mrd. Euro verhängt. Der Kreuzzug der Wettbewerbshüter dauert seit mehr als einem Jahrzehnt an - es war mit Abstand der spektakulärste Fall in Brüssel.
Eine Frist für den Abschluss des Falls gibt es nicht
Nun hatten sich erneut Konkurrenten in Brüssel beschwert. Eine Frist für den Abschluss des Falls gibt es nicht. Almunia kündigte aber an, den Fall so rasch wie möglich voranzutreiben. Ein Stellungnahme von Microsoft lag am Dienstagnachmittag noch nicht vor. (APA, 17.07. 2012)
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nicht jeder hat genug muse sich mit der materie zu beschäftigen um sich einen browser selbst zu wählen.
mir sagt mein steuerberater ja auch nicht "selbst schuld" wenn ich irgendwelche gesetzestexte nicht kannte, mit denen sich unser IT-unternehmen geld sparen könnte
Wenigstens gibts mittlerweile diese Seite von MS:
http://www.ie6countdown.com/
fehlt nur noch IE7&8
Man müsste den Handel nur dazu zwingen, PCs prinzipiell als Barebone anzubieten und bei der Vorinstallation des Betriebssystems die Wahl zu lassen. Dann wäre dem Konsumenten auch schnell klar, wie die Windoze-Lizenz verglichen mit Linux den Kauf verteuert.
Mir wird ja beim Kaffee einkaufen auch nicht das Anker-Weckerl zwangsweise aufs Aug gedrückt, auch wenn ich die vom Ströck besser find ...
Warum gerade ein Browser? Was müsste Microsoft dann noch alles machen? Müssen dann auch alternative Editoren, alternative Filemanager, alternative Bildbetrachtungsprogramme angeboten werden? Warum geht es da immer um den Internet Explorer, aber sonst nichts?
Windows "erlaubt" den Benutzern, ohne Probleme alternative Programme zu installieren. Beim Browser ist es genauso. Wer das will, weiß auch wie es geht. Wer nicht weiß wie das geht, soll dann bei jedem in Windows integrierten Programm gefragt werden?
Jain. Da herrscht keine Konkurrenz: Wer einen Editor braucht, der installiert sich einen, denn notepad kann man ja nicht ernst nehmen. Ebenso bei Bildern oder Textverarbeitung. Da bringt Windows nichts mit, was entfernt brauchbar wäre.
Dazu kommt noch das Standardproblem: Durch Kontrolle des Browsermarktes kann ein Anbieter proprietäre Formate durchdrücken, die hinterher allen auf der Last liegen (z.B. ActiveX, ganz zu schweigen von den HTML-Perversionen des IE6). Das schadet ALLEN, soger den IE-Usern.
Wirklich wichtig wäre es, wenn man einen gesetzlichen Anspruch darauf hat, jeden PC auch ohne vorinstallierte Software zu bekommen, mit entsprechendem Nachlaß auf den Normalpreis. Das würde auch den Händlern helfen, die tw. durch Vert
Ich weigere mich seit Jahren, in meine Webseiten Workarounds und Tweaks für diesen Sau-Browser einzubauen. Mit Erfolg!
Die ständige Rücksichtnahme ist der Grund, warum dieser Mist überhaupt noch verwendet wird. Waren die Entwickler konsequent, könnte ein IE6-User seit Jahren keine einzige Website mehr korrekt ansehen und dementsprechend schnell wäre der Müll Geschichte!
Das ist schon sehr mutig, daß Sie einen Browser mit 0.8% Marktanteil boykottieren. ;)
Und diese 0.8% auf meinen Seiten werden hautsächlich durch Indien verursacht, in DE liegt der Anteil bei 0.1%!
Wer einen anderen Browser will, kann sich den ohne jedes Problem sofort installieren.
Wer das nicht schafft, wird auch kaum bei dem Browser-Auswahl-Bildschirm etwas Anderes nehmen als "das blaue E fürs Internet". Das sind die Leute, die sowieso immer mit dem IE surfen.
Im Prinzip ja. Aber leider war es eben nicht irgendein Browser, sondern IE6. Der Gräßlichste der Gräßlichen.
Dieser Browser hat uns alle ein paar Jahre Lebenszeit gekostet. Die Schäden, die er angerichtet hat, sind zwar mittlerweile größtenteils vernarbt, aber die verlorene Zeit ist immer noch nicht wirklich aufgeholt.
Der Mozilla-Browser hatte bereits ~2000 CSS-Features, die IE7 erst 2006 erlernte. Und bis heute werden sie selten eingesetzt, weil Web-„Designer“ nie richtig von ihnen gehört haben. Und HTML5? Könnte bereits seit vier Jahren überall Realität sein.
Das Geplänkel EU—MS ist nur noch ein Nachtreten für all das, was der Mistkonzern 1997–2005 verbrochen hat..
bei Apple ist es sehr einfach zu entscheiden, welchen Browser ich möchte. Es steht Dir völlig frei und Du benötigst hier keine technische Unterstützung dafür. Ich habe Firefox, Opera und Safari (IE verweigere ich) und je nachdem, was mir wichtig ist, starte ich den jeweiligen Browser. So einfach. Also kein Grund für eine Kartellbehörde aktiv zu werden.
Übrigens, sollte es einen Browser nicht geben, so liegt es am Angebot und nicht an Apple.
Übrgiens für iPhone gibt es Masse von Browsern, einfach nur nach Browser suchen im App-Store...
...
Witzig sind v.a. jene User hier, die meinen einen Browser zu installieren kann nicht jeder, weil einigen das Wissen dazu fehlt. Das sind genau jene User, die das Android Update Debakel schön reden und meinen: "Jeder kann das Smartphone flashen und CyanogenMod installieren. Klar... Browser herunteladen ist unmöglich weil extrem kompliziert aber Smartphone flashen ist kein Thema, das muss man von jedem erwarten können!
Btw: Warum ist die EU gegen Microsoft so engagiert? Wo bleibt der Prozess gegen Google? Beiden wird das gleiche vorgeworfen. Und beide sollten vor Gericht auch gleich behandelt werden. Ein Schelm wer Böses dabei denkt!
Klagen die eigentlich auch Apple ? Ich hätte gern einen anderen Default Browser auf meinem iPad, mag es dafür aber nicht jailbreaken ... :-/
Ist ja eigentlich noch schlimmer, die liefern nicht nur keinen anderen Browser mit aus, sondern verhindern auch die Deinstallation von Safari bzw. die Einrichtung eines anderen Browsers als Default. Warum wird hier mit zweierlei Mass gemessen ???
Und, NEIN, ich bin kein MS Fan ...
Ein Delikt ist ein Delikt - unabhängig von der Marktsituation!
Beim Falschparken werden ja auch die armen Teufel bestraft, für die das ständige Parkscheinkritzeln sehr wohl ein Kostenfaktor ist, und nicht nur die Pfeffersäcke, denen das wurscht sein kann, weil der Porsche Cayenne eh net grad billig war ....
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