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vergrößern 500x314Setukara heißt ein neuer Yogastil aus Österreich. Dabei praktizieren Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam.
vergrößern 500x330In der Yogagruppe wird Heterogenität als Bereicherung empfunden. Statt Konkurrenz, Ehrgeiz und Körperkult steht die Entschleunigung des Alltags im Vordergrund.
vergrößern 700x505"Vor allem Menschen mit Behinderung, ob körperlich oder mental, werden oft an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt", sagt Yogalehrerin Fleischmann.
vergrößern 500x333Zu Pfingsten wurden bereits zum zweiten Mal die Setukara-Yogatage veranstaltet. Daniela Leitgeb (7. v. li.) und Gloria Fleischmann (8. v. re.) wollen mit ihrem neuen Yogastil Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen durch Yoga zueinanderbringen.
Im zweiten Wiener Gemeindebezirk haben sich zwölf Menschen mit und ohne körperlichen oder geistigen Behinderungen in einer großen Halle versammelt und ihre Matten in Kreisform ausgelegt. Eine junge Frau mit Cerebralparese wird behutsam aus ihrem Rollstuhl auf eine blaue Sportmatte gehoben. Wie jede Woche nimmt sie an ihrer Yogastunde teil. Sie arbeitet in ihrem Bewegungsrahmen eigenständig mit. Ihre Yogalehrerin bewegt sie mit Hilfe von Nuad, auch passives Yoga genannt, in Positionen, die sie ohne Hilfe nicht einnehmen kann. Seitdem sie Yoga praktiziert, hat sie ihre Atemspannweite ausdehnen, ihr Lungenvolumen erweitern können und dadurch an Lebensqualität gewonnen.
Ihre Betreuer berichten von den Fortschritten, die schon nach wenigen Yogastunden eingesetzt haben: Sie fordere jetzt immer häufiger auch außerhalb der Yogastunden, aus dem Rollstuhl genommen zu werden, was sie früher nie getan habe. Aber das Wichtigste: Die fließenden, auf den Atem abgestimmten Bewegungen in der eingeschworenen Gemeinschaft machen ihr Spaß. Zwischen sieben und zwölf Menschen nehmen durchschnittlich an einer Stunde teil und üben Seite an Seite. Statt ehrgeiziger akrobatischer Verrenkungen steht die Freude im Vordergrund. Statt verbissen und in teurer Sportkleidung wird leger und gemütlich praktiziert. Bei misslungenen oder schräg anmutenden Übungen wird laut gelacht statt verschämt zum Mattennachbarn geblickt.
Neuer Yogastil entwickelt
Setukara-Yoga nennt sich die neue Yogaform. Diese Richtung wurde von zwei Österreicherinnen entwickelt: Gloria Fleischmann und Daniela Leitgeb haben gemeinsam Sonder- und Heilpädagogik studiert und später beide eine Ausbildung zur Yogalehrerin absolviert. Leitgeb arbeitet zudem seit zehn Jahren als Behindertensportlehrerin und hat die Anfänge dieser Yogaform im Rahmen ihrer Diplomarbeit wissenschaftlich begleitet.
In einer 90 Minuten dauernden Einheit werden körperliche Übungen (Asanas), Meditation (Dhyana), Konzentration (Dharana) und Atemkontrolle (Pranayama) praktiziert. Die Yogis benutzen Hilfsmittel wie Pölster oder Blöcke, manche Übungen werden zu zweit gemacht. Eine Yogalehrerin erklärt den Ablauf, die andere bietet Hilfe an.
Bei individuellen Einschränkungen kommt oft Nuad zum Einsatz, das Fleischmann in Thailand erlernt hat: Bei dieser Körperarbeit, die es seit 2.500 Jahren gibt, werden mit sanftem Druck der Handflächen, Daumen, Ellenbogen und Füße die Gelenke der Übenden geöffnet, Muskeln gedehnt und die Durchblutung angeregt. Es wird anhand des Atemflusses gearbeitet, so dass sich nach kurzer Zeit tiefe Entspannung einstellt und man in einen meditativen Zustand kommt.
Yoga ohne falschen Ehrgeiz
"Vor allem Menschen mit Behinderung, ob körperlich oder mental, werden oft an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt", sagt Fleischmann. Bei Setukara-Yoga wird Heterogenität als Bereicherung gesehen. Alle Teilnehmer können voneinander profitieren - wenn sie offen dafür sind.
"Yoga bietet einen Raum für Offenheit gegenüber sich selbst und anderen Menschen, da es Spannungen abbaut. Entspannt sind wir besser in der Lage zu spüren, was wir brauchen, und uns damit auch auf andere einzulassen", berichtet Fleischmann. Im Zuge ihrer Berufserfahrung haben die Sonderpädagoginnen außerdem oft miterlebt, dass es noch immer starke Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderungen gibt. Das liegt auch daran, dass sie im Alltag oft unsichtbar bleiben. Es gibt zwar viele Gruppen und Einrichtungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, eine Durchmischung der Gesellschaft fehle jedoch noch häufig, kritisiert Fleischmann.
Yoga-Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen seien noch immer sehr selten. "Leider sind diese Kurse dann wieder nur für eine bestimmte Gruppe, meist nur für Menschen mit körperlicher Behinderung, und so bleiben sie wieder vom Rest der Gesellschaft getrennt", sagt Fleischmann. Ihre Durchmischung in einer Yogastunde ist in Österreich bislang einzigartig. Der Name des Yogastils betont die Intention von "Setukara": Es kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie "Bauen von Brücken".
Auch in der Freizeit Leistung bringen
Viele Menschen in westlichen Ländern finden den Zugang zu Yoga zunächst über den ausgeprägten Körperkult. "Wir erleben immer wieder, dass gerade die Menschen ohne Behinderungen durch Setukara-Yoga von dem Druck wegkommen, auch in ihrer Freizeit etwas leisten zu müssen und immer perfekt zu sein."
Eine vertiefende Auseinandersetzung, Auszeit und das "Sich-wieder-Finden" bieten Yogatage in Niederösterreich. Heuer wurden sie zum zweiten Mal veranstaltet. Die bisherige Erfahrung in der Gruppe zeige, dass es befreiend ist, auch einmal akzeptieren zu können, dass "etwas länger dauert" - Entschleunigung des Alltags stellt sich dann schnell ein. (Julia Schilly, derStandard.at, 23.7.2012)
Hintergrund
Die Idee für das Yoga-Angebot ging aus dem Mental Handicap Sportsclub hervor, der 1993 gegründet wurde. Das Angebot richtet sich an geistig und mehrfach behinderte Menschen. Die 400 Mitglieder betreiben die Sportarten Boccia, Fußball, Kegeln, Schwimmen, Tanzen, Tennis, Tischtennis, Turnen und nun auch Setukara-Yoga. Fleischmann und Leitgeb bieten diesen Yogastil auch für verschiedene Einrichtungen wie zum Beispiel betreutes Wohnen an.
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Die wichtigsten Themen der Lehre des Agni Yoga (Lebendige Ethik) sind:
Das Ziel der Lebendigen Ethik ist eine höhere Stufe der Menschheitsentwicklung: Der Neue Mensch, der eine Neue Welt errichtet. Sie gibt hierzu die notwendigen Hinweise und Empfehlungen (siehe Experiment Unsterblichkeit). Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Agni Yoga – wie z.B. Zen – praktiziert und die Weisungen der Mahatmas im täglichen Leben umgesetzt werden..
Quelle: http://lebendigeethik24.edublogs.org/was-lehrt... agni-yoga/
Grundsätzlich ist es ja ganz nett und es steht jedem natürlich frei zu entscheiden ob er sich für andere in seiner Entwicklung/Leistung einschränken möchte. Ich verstehe allerdings nicht, was an für bestimmte Bedürfnisse optimierten Kursen so schlimm ist - muss man denn zwingend alle Menschen in einen Topf schmeißen? Diesen Drang in unserer Gesellschaft, Leistungsunvermögen verbergen zu wollen kann ich nicht nachempfinden.
Ich persönlich finde man muss heute leider aufpassen, dass solche Themen nicht zu viel "positiven Trall" bekommen. Sonst ist es bald soweit und man handelt politisch unkorrekt, wenn man z.B. Yoga in einer "gesunden Gruppe" ausübt - verrückt genug ist die Gesellschaft.
sind es wirklich genau diese Dinge? Man kann es auch gleich nennen, aber was anderes damit meinen.
Jedenfalls sind es mehr als nur Turnübungen. Wenn man bei Turnen/Krafttraining tatsächlich das gleiche macht, dann macht man dort meinem Verständnis nach auch mehr als nur Turnübungen/Krafttraining.
yoga und yoga praxis sind zwei paar schuhe... yoga praxis dient der vorbereitung für yoga. aber mit ihrem kläglichen versuch etwas gutes dass für sie offenbar befremlich ist herabzustufen bzw. bagatellisieren scheitern sie. im grunde isg das sehr schade für sie.
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