"Stern"-Ableger "yuno" wird eingestellt

17. Juli 2012, 12:54

Gruner+Jahr: Tragfähige wirtschaftliche Perspektive für Zeitschrift für junge Leser ab zehn Jahren nicht gegeben

"Stern" stellt den Ableger "yuno" ein. "Das neuartige Konzept einer Zeitschrift für Jungen und Mädchen ab zehn Jahren konnte vor dem Hintergrund eines dicht besetzten Segments nicht die notwendige Entwicklung am Markt aufzeigen. Eine hinlänglich tragfähige wirtschaftliche Perspektive war - vor allem aus Vertriebssicht - nicht gegeben.", heißt es aus dem Verlag.Es würden keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen, beton der verlag, "alle befristeten Verträge werden voll erfüllt". Die Facebook-Community von "yuno" und der dort geschaffene Dialog soll von der Redaktion mittelfristig fortgeführt werden.

Thomas Lindner, Geschäftsführer der G+J Verlagsgruppe Agenda: "Die Entscheidung ist für alle Beteiligten schmerzlich. Das yuno-Team hat hervorragende Arbeit geleistet und ein Magazin realisiert, das seine Leserzielgruppe begeistert hat, das wissen wir aus unserer Marktforschung. Die Einstellung von yuno ist das Ergebnis einer notwendigen wirtschaftlichen Überprüfung, sie steht dem Innovationsgeist der stern-Familie auch in Zukunft nicht entgegen. Auch in diesem Sinn möchte ich dem Redaktions- und Verlagsteam um Florian Gless und den Herausgebern Thomas Osterkorn und Andreas Petzold sehr herzlich für ihre exzellente Arbeit an yuno danken." (red, derStandard.at, 17.7.2012)

 

Welches Kind liest heute noch eine Zeitung in Papierform?

Da sieht man mit wieviel Medienintelligenz manche Verlagshäuser im Jahr 2012 noch in Europa Entscheidungen treffen. Diese Dinosaurier haben nicht kapiert dass der Medienkonsum der heutigen Kinder und Jugendlichen zu 100% online abgewickelt wird. Solche Top Manager inkl deren Verbündete in der Werbeindustrie müsste man sofort auf die Strasse setzten. Aber auch in Österreich gibt es ja einige neue Kinder und Jugendzeitungen. Viel Spass und viel Erfolg. Print ist tot (zumindest für alle bis 30).

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