Ikea-Kamera "Knäppa": Witziges Gadget mit schlechter Bildqualität

17. Juli 2012, 13:03
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Originelle Kamera im Retro-Style überzeugt vom Aussehen, aber nicht vom Bild

Bereits im April hat der WebStandard über die Ikea-Kamera "Knäppa" berichtet. Die 10,5 x 6,5 Zentimeter große Kamera aus Karton hat eine Linse, einen Kamerasensor und zwei AAA-Batterien und 2,3 Millionen Pixel. Eine 16 Megabyte-Speicherkarte, die integriert ist, bietet Platz für fast 40 Fotos. Der WebStandard hat die Karton-Kamera nun getestet.

Löschen mit Büroklammer

Die Kamera ist in Karton eingepackt und lässt sich leicht herausnehmen. Was gleich auffällt, ist der hervorstehende USB-Anschluss, mit dem man die Fotos auf den Rechner übertragen kann. Auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite sind zwei AAA-Batterien sichtbar, die ausgetauscht werden können. Eine Linse, ein Auslöser und ein Fenster zum Durchschauen sind ebenfalls vorne. Ein kleiner Knopf, der mit einer Büroklammer einzudrücken ist, löscht alle Fotos von der Speicherkarte.

Ungewohnte Handhabung

Zum Einschalten muss man den Auslöser-Knopf ein paar Sekunden drücken, bis auf der Rückseite ein grünes LED-Lämpchen leuchtet. Danach kann man durch erneutes Drücken auf den Auslöser ein Foto machen. Die Verarbeitung dauert dann einige Sekunden. Das LED-Lämpchen blinkt in dieser Zeit. Sollten die Batterien schwach werden oder die Speicherkarte voll sein, so leuchtet ein rotes Licht.

Die Qualität

Als PR-Gag oder Marketingtool ist die Kamera ein nettes Gadget. Für schnelle Aufnahmen ist sie gut geeignet, obwohl sie nur in wirklich gut ausgeleuchteten Gegenden Fotos macht, deren Motive gut erkennbar sind. Trotz ruhiger Hand und des Bemühens um eine stabile Haltung werden die Fotos der Kamera verschwommen und erlauben keine Detailtreue. Auch der "Sucher", der eigentlich nur ein Loch im Karton darstellt, bietet keinen guten Überblick über das gewählte Motiv und man ist sich nicht sicher über die Positionierung der Aufnahme. Die Auflösung ist in Relation mit heutigen Kameras gesehen relativ schlecht, erfüllt aber ihren Zweck als Bildaufnahmegerät.

Nur fürs Marketing

Die Kamera ist im Handel nicht erhältlich und wird lediglich für Marketingzwecke genutzt werden. (iw, derStandard.at, 17.7.2012)

  • Die Karton-Kamera in der Verpackung mit Bedienungsanleitung
    foto: derstandard.at

    Die Karton-Kamera in der Verpackung mit Bedienungsanleitung

  • "Knäppa" von vorne
    foto: derstandard.at

    "Knäppa" von vorne

  • Eine Aufnahme bei bewölktem Himmel. Das Motiv erscheint sehr dunkel
    foto: derstandard.at

    Eine Aufnahme bei bewölktem Himmel. Das Motiv erscheint sehr dunkel

  • Detailaufnahmen sind nicht so möglich, wie man es sich wünschen würde.
    foto: derstandard.at

    Detailaufnahmen sind nicht so möglich, wie man es sich wünschen würde.

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