Aufregung um schwangere Chefin: Für Yahoo kein Thema

17. Juli 2012, 11:38
  • Marissa Mayer war 13 Jahre lang bei Google und ist seit Dienstag die neue Chefin von Yahoo.
    foto: apa

    Marissa Mayer war 13 Jahre lang bei Google und ist seit Dienstag die neue Chefin von Yahoo.

Mayer selbst sieht Yahoos Entscheidung als "fortschrittliche Denkweise"

Die langjährige Google-Managerin Marissa Mayer wurde am Montag offiziell zur neuen CEO von Yahoo ernannt. Kurz nach der Bekanntgabe dieser für Yahoo durchaus wichtigen Personalentscheidung gab es in den Tech-Medien viel Aufregung um die Schwangerschaft der neuen Konzernchefin.

Nur wenige Wochen Babypause

Die 37-jährige Mayer erwartet im Oktober ihr erstes Kind. Schon während der Verhandlungen mit Yahoo hat Mayer laut eigenen Angaben mit offenen Karten gespielt. AllThingsD bezeichnet diese Entscheidung als "interessant", da Mayer die erste CEO sei, die kurz nach ihrer Einstellung ein Baby bekommen wird.

"Natürlich haben Mayers Fähigkeiten als CEO nichts damit zu tun, ob sie Kinder hat oder nicht, aber das Gender-Thema ist und war ein großes Thema in der Tech-Debatte der letzten Jahre", schrieb AllThingsD. Mayer wird nach der Geburt allerdings nur einige Wochen abwesend sein und sich gleich danach wieder um das Tagesgeschäft kümmern wird, zudem will sie ihre Arbeit auch während der Abwesenheit nicht völlig auf Eis legen.

Mayer: Yahoo-Board hatte nie Bedenken

Für Yahoo scheint die Schwangerschaft Mayers zu keinem Zeitpunkt eine Rolle gespielt zu haben, die Entscheidung über Job und Familie wurde ihr selbst überlassen. Mayer sieht das als Zeichen einer "fortschrittlichen Denkweise". Gegenüber dem Magazin "Fortune" sagte sie weiters, dass das Board von Yahoo nie Bedenken ihr gegenüber geäußert habe. Dennoch zeigen sich viele Medien überrascht.

Medienhype um Schwangerschaft

Was die Medien wohl am meisten erstaunt, ist die Geheimhaltung, die Mayer an den Tag legte. So schreibt San Francisco Gate, dass weder ihre Bewerbung bei Yahoo noch ihre Schwangerschaft bis Montag offiziell bekannt gewesen seien. Gerüchte wurden dementiert und nahestehende Personen äußerten sich nicht zu den Meldungen. Der Ruf nach qualifizierten Frauen werde immer lauter, und dennoch werde bei Personalentscheidungen dieser Art jedes Mal der Frage nach der Familienplanung eine große Bedeutung gegeben. (iw, derStandard.at, 17.7.2012)

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Vonm Typ her ist das eine, die noch e-mails schreibt, wenn ihr Muttermund zehn Zentimeter offen ist und nachher gibt es die Nanny.

Kein Problem also und dazu noch gute Publicity.

Wäre der neue CEO ein Mann, dessen Kind im Oktober auf die Welt kommt - ich denke, niemand hätte etwas daran gefunden. Hier wird eine Frau ihr Leben nach ihren Vorstellungen gestalten (vermutlich nach gemeinsamer Entscheidung mit ihrem Mann, steht aber nicht da).

Ist es völlig unvorstellbar, dass das funktionieren kann? Meiner Meinung nach nicht! Ich wünsche der Familie, dass das funktioniert.

Lebensgestaltung ist etwas sehr Individuelles, und ich finde definitiv nicht, dass einige wenige (leider fühlen sich meistens eher "Traditionsbewusste" dazu berufen) entscheiden sollen, wie alle Menschen auf dieser Welt ihr Leben zu gestalten haben.

NYT Artikel

http://tinyurl.com/78eqdsy

Fuer jene hier im Forum die meinen die Frau haette bislang nichts geleistet ;-)

Einige Bezugsperson muss NICHT immer die Mutter sein.

Den meisten Postern hier dürfte nicht bekannt sein, dass es viele verschiedene Lebensentwürfe gibt. So ist nirgends festgeschrieben, dass nur die natürliche Mutter die einzige geeignete Bezugsperson für ein Kind darstellen muss. Gerade in dieser Position ist es einfach, gute Betreuung für das Kind sicherzustellen. Einer Frau, die sich für diesen Entwurf entscheidet, ist sicher auch bewußt, dass sie nicht die einzige wichtigste Bezugsperson für ihr Kind sein wird. Anderseits, wieviele Frauen sind Jahre bei ihren Kindern ohne diese zu stabilen Menschen erziehen zu können. Um das Kind dieser Frau muss sich sicher niemand sorgen.

Liebe Frauen: Nehmt euch ein Beispiel an Ihr: Sie ist hübsch, erfolgreich und Mutter. Ich weiss das solche Frauen die Latte verdammt hoch schrauben, aber Sie zeigen auch das es geht, wenn man will.

Ja ganz besonders hübsch

ist mit genug Anstrengung zu erreichen. Hallo?

Gerade in den USA sollte Schwangerschaft kein großes Thema für den Arbeitgeber sein.

Bei uns dauern oft Schnupfen-Krankenstände länger als in den USA Karenz.

da wird ja was weiter gehen

mit dem Elternteilzeitvorstand ... man darf gespannt sein ...

Wieso denken Sie, dass österreichisches Arbeitsrecht auf den Vertrag von Mayer anzuwenden ist?

"geplanter kaiserschnitt" am wochenende

wetten?

ich denke, für sie gibts kein wochenende sondern 7x 16-18h.

Toll,

da wird sich das Kind aber freuen wenn es nicht mit der Mama aufwachst sondern mit 4 verschiedenen Kindermädchen.

Bin schon gespannt wen das Kind als erstes "Mama" nennt.

Lieber so wie bei uns

wo die Mütter bis zum Volksschulalter zuhause bleiben, weil das Kind einen ja so dringend braucht.

Da hat sie ja einen schweren Job vor sich.

Als Internet Portal obsolet, als Suchmaschine überflüssig und als Nachrichtenquelle zu unseriös. Mail und Kalender bekomme ich überall. Nichts auf der Yahoo Seite lädt mich zum verweilen ein.

Ist eh schon spät dran mit fast 40!
Mit dem Gehalt wird das mit der Betreuung auch kein Problem sein. Die ist ja nichteinmal auf gratis Kindergärten angewiesen.
Vielleicht bleibt auch einfach der Papa beim Kind.
Die Arbeit ist auch nicht gefährlich für das Kind.

http://9gag.com/gag/4788274

at least something about Yahoo is hot ;-)

absolut!

bleibt ja einer Mutter auch nichts anderes übrig,

als mind 2 Jahre zu Hause zu bleiben, weil sie ja das Kind eh nicht früher in die Krippe geben kann. Und sind jetzt alle Schweizer psychopaten, welch ihre Mütter 4 Monate nach der Geburt wieder arbeiten gingen.

Zugegeben, in der CH gehen auch nicht alle Frauen arbeiten und daher sind auch die Kinderkrippen/Gärten eher Mangelware, deswegen bleiben viele daheim. Gäbe es mehr Infrastruktur gäbe es mehr arbeitenende Frauen. CH ist (leider) immer noch sehr konservativ und daher sehr weit entfernt vom Sozialstaat.

naja, die kleine schweiz hat wohl doch unverhaeltnismaessig viele psychopathen hervorgebracht:

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachricht... -Kraenkung

vielleicht ein direkter zusammenhang mit der karenzzeit (die ich uebrigens unmenschlich finde)? ;)

Sicher ist das toll für eine emanzipierte Welt

Aber vielleicht vergisst die Welt, dass die ersten drei Jahre psychologisch für das Kind am wichtigsten sind. Natürlich ist da noch (vielleicht) der Vater. Aber eine Mutter Kind Beziehung existiert halt auf eine andere Ebene und wenn die Dame ihr Kind ned mit in die Arbeit schleppen darf, wird sich das Kind später sicherlich mit Nähe ein bisserl schwer tun.

Was mich an Ihrem Beitrag am meisten stört

ist, dass sie "psychologisch" einbauen. Dabei hat die wissenschaftliche Psychologie genau das Gegenteil belegt- selbst Mütter sind durch feinfühlige Bezugspersonen ersetzbar...

Bulls**t, es gibt und gab früher genug Väter die die Kinder großgezogen haben weil die Mutter die Geburt nicht überlebt hat und die Kinder haben keine Schaden. Die Mutter ist der Boss also kann sie sehr wahrscheinlich das Kind mit in die arbeit schleppen.

das kind wird mit sicherheit später kiffen

was aber eher daran liegt, daß sowieso 90% aller jugendlichen mindestens einmal gekifft haben, als daran, daß seine mutter wahrscheinlich maximal 2 wochen in karenz geht...

Is ja ok, kann sie selbst entscheiden, muss sie selber wissen, und

den arbeitgeber hat's wenig zu interessieren, wenn es nur ein paar wochen karenz sind.
ob es allerdings für mutter und kind sinnvoll ist (ceo von yahoo ist ja wohl nicht grad ein nine2five job wie ich mal annehme) steht auf einem völlig anderen blatt papier, dürfen sich halt schlimmstenfalls in ein paar jahren die psychologen ein goldenes näschen verdienen. die müssen ja schliesslich auch von was leben... ;)

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