Solartechnik in Frauenhand

17. Juli 2012, 11:31
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Sabine Putz ist Expertin in der Solarthermie-Branche - Frauen in naturwissenschaftlichen Fächern zu fördern, war ihr schon früh wichtig

Die Jury-Entscheidung zur Femtech-Expertin des Monats Juli fiel auf Sabine Putz, die sich in der Solarthermie-Branche profilierte. Die Grazerin ist seit 2009 Leiterin der neunköpfigen Forschungs- und Entwicklungsabteilung beim steirischen Solartechnikunternehmen Solid. Das Unternehmen hat sich auf sämtliche Anwendungsgebiete für thermische Großsolaranlagen für Warmwasseraufbereitung, Raumheizung, Prozesswärme (Fernwärmeeinspeisung) sowie thermisch angetriebene Kühlmaschinen spezialisiert. Putz ist Projektleiterin von zahlreichen nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Zudem ist sie Subtask-Leiterin der "International Energy Agency (IEA) Task 45". Dieses Teilprojekt soll dazu beitragen den Großanlagenbau in der Solarthermie-Branche durch geeignete Hydrauliken, Großkollektoren und systematische Qualitätssicherung zu optimieren.

Putz ist Ingenieurin und hat ein Kolleg für technische Chemie absolviert. Ihre Berufslaufbahn startete sie in der Photovoltaikbranche als Entwicklungstechnikerin und Projektmanagerin bei der Isovolta AG in Werndorf, wo sie bereits erste Erfahrungen als EU-Projektkoordinatorin sammeln konnte. Bevor sie zu Solid kam, machte sie einen Abstecher in die Metallverarbeitungsbranche als Produkttechnologin von Heuberger Eloxal (Graz). Zudem war sie auch in der Medizintechnik im Anforderungs- und Risikomanagement bei Roche Diagnostics (Graz) tätig.

Als Betriebsrätin Frauen gefördert

Frauen in der naturwissenschaftlich-technischen Forschung zu fördern, war Putz schon früh ein Anliegen, startete sie doch selbst nach ihrer Ausbildung als einzige Frau in einer F&E-Abteilung. In ihrer neunjährigen Tätigkeit als Betriebsrätin in der Isovolta AG legte sie daher besonderes Augenmerk auf die Förderung von Frauen. In ihrer jetzigen leitenden Position unterstützt sie Wiedereinsteigerinnen nach der Karenz und bietet ihnen flexible Teilzeitarbeitsmodelle. Denn "Frauen bringen in Produktionsbetrieben ohne Einschränkungen mindestens die gleiche Leistung wie ein Mann", ist Putz überzeugt. (red, dieStandard.at, 17.7.2012)

Info

Mit der monatlichen Expertinnenwahl stellt das Bundeministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) seit März 2005 Frauen aus der FEMtech Expertinnendatenbank vor, die sich erfolgreich im Technologie- und Forschungsbereich etabliert haben.

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