Afghanischer Soldat zum Tod verurteilt

17. Juli 2012, 10:36
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21-Jähriger schoss im Jänner auf europäische Ausbildner

Kabul - Der afghanische Soldat, der im Jänner vier französische Soldaten erschossen hat, ist zum Tode verurteilt worden. Wie das Verteidigungsministerium in Kabul am Dienstag mitteilte, verhängte am Vortag ein Militärgericht die Todesstrafe gegen den damals 21-jährigen Abdul Sabor. Der Soldat hatte am 20. Jänner in der Provinz Kapisa nordöstlich von Kabul das Feuer auf französische Ausbilder eröffnet. Vier französische Soldaten starben sofort, ein fünfter erlag später seinen Verletzungen; 14 weitere Soldaten wurden verletzt.

Der Vorfall hatte den damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy veranlasst, den Abzug der französischen Soldaten bereits für Ende 2013 anzuordnen statt wie geplant Ende 2014. Sarkozys Nachfolger François Hollande zog den Abzugstermin für die Kampftruppen noch einmal auf Ende 2012 vor, der Abzug des gesamten Personals soll dann in 2013 abgeschlossen werden. Anfang Juli war die Provinz Kapisa der Verantwortung der afghanischen Sicherheitskräfte übergeben worden. (APA, 17.7.2012)

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