Leitbörsen in Fernost schließen im Plus

17. Juli 2012, 12:24
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Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag einheitlich im Plus tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 30,88 Zähler oder 0,35 Prozent auf 8.755,00 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg deutlich um 333,99 Zähler (plus 1,75 Prozent) auf 19.455,33 Einheiten. Der Shanghai Composite verbesserte sich um 13,23 Punkte oder 0,62 Prozent auf 2.161,19 Punkte.

Zulegen konnten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.014,80 Zählern und einem Plus von 16,05 Punkten oder 0,54 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 32,1 Zähler oder 0,77 Prozent auf 4.175,30 Einheiten.

"Hoffnungen auf wirtschaftliche Stimulierungsmaßnahmen in China gaben den asiatischen Aktienmärkten Auftrieb", schrieb Investmentanalystin Antje Laschewski von der Landesbank Baden-Württemberg. Einem Händler zufolge richtete sich das Augenmerk der Investoren auch auf den Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, der im Rahmen des halbjährlichen Berichts zur Geldpolitik vor dem Bankenausschuss des US-Senats aussagt. Davon erhofften sich die Investoren Hinweise auf weitere geldpolitische Maßnahmen, sagte Händler Markus Huber von ETX Capital.

An der Börse in Shanghai gehörten vor allem die Papiere von China Railway Group mit einem Kursplus von mehr als fünf Prozent zu den großen Gewinnern. Die chinesische Regierung hatte Investitionen in das Schienennetz in Aussicht gestellt.

In Hongkong gab es starke Kursgewinne im Versicherungsbereich zu sehen. China Life legten 3,84 Prozent auf 21,65 Hongkong Dollar zu. Ping An Insurance verteuerten sich um 3,58 Prozent auf 62,15 Hongkong Dollar.

Die Aktien von Rio Tinto schlossen in Sydney mit einem moderaten Minus von 0,09 Prozent auf 54,44 Australische Dollar. Die Eintrübung der Weltwirtschaft kommt auch beim britisch-australischen Bergbaukonzern an. Die Eisenerzproduktion stagnierte im zweiten Quartal mit 48,6 Millionen Tonnen in etwa auf dem Wert des Vorjahreszeitraums. "Das Weltwirtschaftsklima und die Erwartungen sind im zweiten Jahresviertel spürbar gefallen", sagte Konzernchef Tom Albanese. Zusammen mit dem ersten Quartal sei die Produktionsmenge im ersten Halbjahr aber um vier Prozent gestiegen.

Zum Autosektor gab es positive Branchennachrichten, welche die japanischen Aktien jedoch nicht beflügeln konnten. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) stiegen in China die Autoverkäufe um knapp 16 Prozent und in Japan sprang der Absatz sogar um knapp 47 Prozent nach oben. "Allein in den USA und in Japan wurden im ersten Halbjahr 2012 jeweils rund 1 Million Autos mehr verkauft als im Vorjahreszeitraum", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. "Der chinesische Markt legte um rund 500.000 Einheiten zu. Damit wird der Rückgang in Westeuropa deutlich überkompensiert". Die Toyota-Aktie schloss mit minus 0,70 Prozent auf 2.989,0 Yen. Honda Motor bremsten um 0,80 Prozent auf 2.468,0 Yen und Mitsubishi gaben um 1,33 Prozent auf 74,00 Yen nach. (APA, 17.7.2012)

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