Microsoft Office 2013 bringt viel Neues

Die Preview-Version der neuen Office-Suite zeigt sich von einer modernen und sozialen Seite

Am Montag hat Microsoft zwei neue Versionen von Office präsentiert. Office 2013 und das Office 365 präsentieren sich in einem völlig neuen und modernen Interface. "Your modern office" ist das Motto der neuen Büro-Suite, die neben einem progressiven Design auch eine konkurrenzfähige Cloud-Integration erfahren hat. Das Redesign des Office-Pakets fügt sich in die neue Metro-Linie von Microsoft ein.

Tabletfreundliches Office

Wie man den Screenshots von Microsoft entnehmen kann, ist die Oberfläche etwas minimalistischer und freundlicher geworden. Die Nutzung von Office auf einem Tablet mit Touch-Screen ist durch einen "Touch Mode" möglich. In diesem Modus wird das Menü vereinfacht angezeigt, die Buttons sind vergrößert und das Schreiben mit einem Stylus in den Dokumenten möglich.

Zwei Versionen, eine Cloud

Die neue Version kann wie die Ausgaben davor offline genutzt werden. Allerdings bietet Microsoft jetzt auch die Möglichkeit an, Dokumente in SkyDrive zu speichern. Diese Option im web-basierten Office 365 kann auf monatlicher Abrechnungsbasis genutzt werden und erlaubt es dem User zudem, die Suite auf mehreren Geräten zu nutzen. Ein Login mit einem Microsoft-Account synchronisiert sämtliche Dokumente, die über mehrere Geräte verstreut sind. Die Cloud-Option kann nur mit SkyDrive und Microsoft SharePoint genutzt werden.

Apps

Ganz neu in Office ist die Möglichkeit, Apps vonn Drittanbietern in Office und Sharepoint zu installieren. In einem dafür eigens vorgesehenen App Store gibt es die Möglichkeit diese Applikationen zu kaufen und zu installieren.

Office wird sozial

Der soziale Aspekt kommt in der neuen Version von Office auch nicht zu kurz: Das Teilen von Dokumenten in die gängigsten Social Networks wie Facebook, Twitter und LinkedIn wurde für eine bessere Zusammenarbeit ermöglicht. Sollten andere kein installiertes Office am Desktop haben, gibt es die Möglichkeit, das Dokument nur anzeigen zu lassen. Das Bearbeiten ist dann für den anderen nicht möglich. Sollten Mitarbeiter ein Dokument bearbeitet haben, ist mittels "Track Changes" völlig klar nachvollziehbar, welche Änderungen am Dokument vorgenommen wurden. Mit einem Passwort kann das Abstellen dieser Funktion verhindert werden.
Auch das Entnehmen von Inhalten aus Social Networks wurde von Microsoft berücksichtigt: So können in Word-Dokumente auch Fotos von Flickr, Facebook oder Videos aus YouTube hinzugefügt werden. Das Feature des Teilens der Dokumente ist nur mit der Cloud-Option möglich, da hierfür eine URL des Dokuments benötigt wird, die andere einfach im Browser aufrufen können.

Word

Für Tablet-User ist die Option Word-Dokumente in der Vollbildansicht anzusehen ein geeigneter Weg, um Docs ohne Ablenkung durchzulesen. Word merkt sich zudem, an welcher Stelle das Lesen oder Bearbeiten zum letzten Mal stattgefunden hat. Auch in PowerPoint ist diese Fähigkeit integriert. Eines der wohl am meisten erwünschten Features wurde in Office 2013 realisiert: In Word können PDFs nicht nur geöffnet, sondern auch editiert werden. Mit einem Klick oder Fingertippen können einzelne Sektionen von Dokumenten ein- und ausgeklappt werden.

Excel

In Excel werden Muster besser erkannt, was den Vorteil vor allem jenen Nutzern bringt, die keine erfahrenen Excel-User sind. Automatische Vervollständigung kann genutzt werden, um Daten in die Tabelle einzutragen, sobald Excel ein gewisses Muster im Eintragen der Daten erkennt. Vorschläge zur Visualisierung der Daten werden ebenfalls gemacht: Anhand der Muster in den Tabellen zeigt Excel Ideen an, wie man diese Daten grafisch darstellen könnte. Änderungen in den Datensätzen werden auch grafisch mittels Animationen dargestellt.

PowerPoint

Das Präsentationstool ist mit zahlreichen Leitfäden für die Ausrichtung von Schrift und Bild versehen. Für Vortragende ist das neue PowerPoint insofern interessant, als dass im Präsentationsmodus die nächste Folie am PC oder auf dem Tablet sichtbar ist, in der auch Notizen angezeigt werden. So kann man sich während der Präsentation schon auf die nächste Folie vorbereiten. Das Publikum sieht allerdings nach wie vor nur die aktuelle Folie.

Outlook

Das Outfit von Outlook ist vom Prinzip her gleich geblieben, jedoch wurden einige kleine Änderungen gemacht. Wie Engadget berichtet, hat sich Microsoft anscheinend in einigen Funktionen stark an Gmail orientiert. So werden Entwürfe, die beim Verfassen einer Antwort auf eine E-Mail erstellt werden, in Rot in der Inbox angezeigt. Duplikate von Kontakten werden vermieden, indem sie automatisch zusammengefügt werden in eine "People Card" und im sozialen Kontext angezeigt werden können. Zusätzlich gibt es beim Kalender die Möglichkeit das Wetter anzeigen zu lassen.

OneNote

Das Notiz-Programm wird es auch als einzelne App für Windows 8 geben. Auch hier ist das Hinzufügen von Inhalten aus dem Web möglich. OneNote konvertiert Handgeschriebenes, das mittels Stylus eingetragen wurde, in Text.

Verfügbarkeit und Preview

Konkrete Preise und einen Termin gibt es für die neue Office-Version noch nicht. Einen Consumer Preview gibt es allerdings zum Download auf der Microsoft-Website. Dort sind auch sämtliche Fact Sheets zu finden, in denen die neuen Funktionen im vollen Umfang erläutert werden. Auch Office für Mac wird in überarbeiteter Version kommen, allerdings gibt es weder Previews noch konkrete Termine für einen Release.

Vier Varianten der Preview

Die Customer Preview von Office 365 gibt es in vier verschiedenen Varianten: Die Home Premium Preview kann auf fünf verschiedenen PCs genutzt werden und enthält 20 Gigabyte Speicherplatz bei SkyDrive. Enthalten sind darin Word, PowerPoint, Excel, Outlook, OneNote, Access und Publisher. In der Small Business Premium Preview können bis zu zehn Mitarbeiter mit je fünf PCs mit Office ausgestattet werden. Zusätzlich gibt es HD Videokonferenzen. Die ProPlus-Preview-Variante erlaubt 25 User-Accounts mit je fünf Installationen und enthält auch Lync und Infopath. Die Enterprise Preview hat alle Vorteile der ProPlus-Variante, ist aber noch mit Exchange Online kombiniert, SharePoint Online und Lync Online.

Ein Image-Video für die neueste Suite gibt es auf YouTube:

 

(iw, derStandard.at, 17.7.2012)

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Aehm, die Slide-Vorschau gibt es aber im Powerpoint schon ...

... seit gefühlten 5 Versionen.

Tja

Office 2007 brachte gegenüber Office 2003 tatsächlich einen entscheidenden Ergonomie Vorteil,

neuere Office Versionen sind hingegen noch nicht wirklich beim Nutzer angekommen.
Auf Office 2013 kann man daher durchaus verzichten.

"neuere Office Versionen sind hingegen noch nicht wirklich beim Nutzer angekommen."

Nur in Konzernen, die langsamer sind - viele andere haben office 2010 seit Jahren.

Kann 's zum Beispiel Markdown? Nein? Schnee von Gestern! Hallo, es ist 2012. Wer schreibt und formatiert heute noch längere (oder auch kurze) Texte mit Word? Das ist doch reine Zeitverschwendung. Wenn man nix anderes kennt, hat man halt keine Wahl. Das ist der Preis der Ignoranz.

Bis jetzt is unlustig hier ...

der eine MS basher vergleicht 2003 mit 2013 und wundert sich, dass sich was verändert hat

der nächste kann bei "speichern unter" nicht den dateityp auswählen

der dritte macht sich bei 1 mrd office usern sorgen um das geschäft von MS ...

dann war noch wer, der fordert das man endlich excel worksheets referenzieren können sollte, weil das 2012 innovativ wäre ...

aber hauptsache es is schlecht, böse, geschmacklos, nicht innovativ, teuer, wird die firma zerstören ... aja asozial genau, das beste fast vergessen ;)

Sehr schön geschrieben! :)

Office wird sozial ...

... leider bleiben die Preise asozial!

wenn sie´s gratis haben wollen, nehmen´s open office

nur, bis das hochgefahren ist, bin ich mit word schon wieder mit dem text fertig

wohl ein Lizenzexperte ...

deswegen zahlen soziale einrichtungen ja auch nur 30% der CAL Preise ... weil MS so asozial ist ...

deswegen gibts für private ja auch die Starter Versionen nicht ... oder doch? naja ...

Es gibt weit bessere Office-Software als Word & Co. für nix oder zu Bruchteilen des Preises. Wenn man Word, Excel und PowerPoint (würg) verwendet, dann doch nur weil man nix anderes kennt.

tipp

kein Office kaufen, zwingt sie keiner.

Das ändert nichts daran, dass die lizenzmodelle an schutzgelderpressung grenzen...

...

schutzgelderpressung, Hallo?

Gut dann nehmen wir den Euphemismus "gutes Geschäftsmodell" für den Umstand, dass unternehmen durch die Monopolstellung und lizenzmodelle von MS gezwungen werden, MS Produkte zu kaufen. Teilweise auch wenn sie garnicht (in diesem umfang) benötigt werden. Stichwort volumenlizenz für Office.

stichwort:

libre office. open office. wieder schaun. und aus. KEINER zwingt sie zu MS. monopol, wodurch? wie? sry, das is einfach bullshit.

Als Microsoft Sklave (vermutlich mit der certified Partner narrenkappe) haben sie vermutlich noch nie probiert, 0815 Usern ihr geliebtes Office samt Exchange Dreck wegzunehmen. Dann würdest du wissen, dass es nicht so einfach ist. Und jetzt bitte nicht mit München kommen, dort gibt es ganz andere voraussetzungen. Dazu kommt dann noch der Umstand, dass die meiste Software von Drittanbietern nur auf Windows läuft und optimaler weise auch noch SQL Server, natürlich samt cals, erfordert. Egal ob das wirklich notwendig wäre, oder obs auch eine andere db tun würde (hier kommt wieder die narrenkappe ins spiel). Und schon klingelt die Kasse bei Microsoft wieder. Und das ist es, was ich mit der Nähe zur schutzgelderpressung gemeint habe.

und es geht weiter ....

mir fallen schnell 2 größere firmen (mehr als 3000 leute) heuer ein die MS und libre office mischen, weils günstiger is und das funkt super.

@exchange: der is dem user kack egal. der tut einfach, was für mailer es is juckt keinen normalen benutzer.

die frage is halt, dass sie mit einem umstieg den mehrwert dem Endbenutzer näher bringen müssen, schaffen sie das nicht habens ein problem.

und das mit der narrenkappe is total süss ... meist sind aber die die dagegen sind weniger tolerant. ich muss keinen von MS überzeugen, wenn aber nur falsche fakten kommen wie hier im forum dann stört mich das.

damit das keine endlosdiskussion wird, würde ich sagen jeder noch ein statement, und dann is gut ;-)

im konkreten fall hab ich auch eine Libre/MS Office Lösung gemacht, nur ist das halt (bei in diesem fall 40 clients) ein unnötiger aufwand, da man ja zwei server braucht, die auch wieder lizenzen wollen. natürlich könnte man sagen, dass es in diesem fall auf die paar tausen euro auch nicht ankommt, nur warum sollte man office lizenzen kaufen, wenn diese nicht benötigt werden.

exchange: das dumme ist nur, wenn die user an exchange gewöhnt sind, und zB nicht mehr in der lage sind ohne exchange ihre termine abzugleichen - obwohl das vor dem einsatz von exchange auch ging...

und fakten sind nie falsch, sonst wären es keine fakten ;-)

"das dumme ist nur, wenn die user an exchange gewöhnt sind, und zB nicht mehr in der lage sind ohne exchange ihre termine abzugleichen - obwohl das vor dem einsatz von exchange auch ging..."


Soll heissen: Sie haben keine technische Lösung hinbekommen, wie die Termine so gut wie bei Exchange abgleichbar waren?

Warum nicht Notiuzblöcke und Bleistifte - vor Computern ging das ja auch?

Alles nur geplante Obsoleszenz!

http://de.wikipedia.org/wiki/Obsoleszenz

Damit Bill Gates weiter GUTES tun kann!

naja ich bleib bei latex...

Bitte erzählen Sie mehr von Ihrem Fetisch.

wobei tabellenkalkulation mit latex eher mühsam ist ...

aber anregender

Bei längeren Texten und vor allem bei wissenschaftlichen Arbeiten auf jeden Fall! Wenn man nur mal einen kurzen Brief schreiben will, lohnt der Aufwand nicht wirklich finde ich.

Und gerade Arbeiten mit vielen eingebundenen Grafiken und Tabellen sind für Einsteiger dann doch eher kompliziert. Ich bin nicht soooo schlecht in LaTeX, aber eine umfangreichere Tabelle zu erstellen löst bei mir Angstzustände aus...

Klar, wenn man es mal kann ist es perfekt.

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