Promotion - entgeltliche Einschaltung

Es geht ums Ganze.

13. Juli 2012, 17:05

Vanessa Otto war bei Biorama Fair Fair und sieht die Messe als gute Gelegenheit, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Seit letztem Wochenende sind wir nicht nur um eine Messe sondern auch um viele neue Antworten reicher. Mastermind Micky Klemsch stellte in jahrelanger Planung eine Veranstaltung in Kooperation mit dem MQ auf die Beine, die Wien schon lange nötig hatte. Denn mal ehrlich; alle bedienen sich der neuen Lieblingsworte Fair Trade und Nachhaltigkeit, aber die Wenigsten wissen genau wie und vor allem wo. Eco, Gots, Fairtrade, Bio Cotton, organic, fair fashion, slow fashion, regional, frei von AZO-Farbstoffen, recycling, upcycling. Was soll das alles sein? Beginnt man sich einmal mit seinem Essen und seiner Kleidung auseinander zusetzen ist man ganz schnell überfordert. Die Biorama Fair Fair war eine gute Gelegenheit um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

Drei Tage lang verwandelte sich der Vorplatz des MuseumsQuartier, die Ovalhalle und Arena21 in eine Faire Zone.

Fashion. Design. Food Market for Sustainable Products.

Im Freibereich, in Kooperation mit dem Biohof Adamah, wurde jeder, der Appetit auf biologische Lebensmittel wie Cupcakes, Bier, indisches Essen, Gebäck, Honig oder Kaffee hatte, bestens versorgt. Betrat man dann die beiden Hallen, ging es gleich vom Genuß über den Gaumen mit der Nase weiter. Wolfgang Lederhaas verzauberte mich mit einer Seife! Aus Texten der Romantik um 1800 wurden fein säuberlich Notizen über die beschriebenen, charakteristischen Düfte geführt und mit Rohstoffen höchster Qualität liebevoll in ein Quadrat gepresst. Das Reclam Heft mit der Erzählung der Nixe Undine in der einen und die Salz-Seife mit Rosenblütenblättern, Rosmarin, Pfefferminze und Zitronengras in der anderen Hand, ließen mich glatt vergessen in einem Binnenland zu wohnen.

Den Düften den Rücken gekehrt ging es für die Augen mit einem Fest der Farben weiter. Bei Anukoo angekommen wird gleich klar, dass giftfreie Farbstoffe auch für Freunde der Regenbogenfarben in allen Schattierungen möglich sind.

Das wurde mir dann auch bei dem jungen Grazer Label Zerum bestätigt, das zusätzlich die in Handarbeit siebgedruckten - auf 100 Stück limitierten - T-Shirts mit superstylischen Motiven unabhängiger Künstler nicht nur fair produzieren lässt, sondern sich auch mit dem Schnitt, der exklusiv für zerum entwickelt wurde, von vielen anderen abhebt. Dieses Gesamtkunstwerk an Qualität, Solidarität und Fairness hat natürlich seinen Preis. Das gute Gewissen kostet 39 Euro und regt sicher zum Nachdenken an, ob man dafür lieber 5 billige Tees, die - laut Statistik - nach 4x Tragen bestenfalls als Putztuch dienen und unseren Körper und unsere Umwelt vergiften, kauft.

Mit dem heute beliebten Material in Eco-Fashion: Jersey ging es bei Awareness & Consciousness in einer federleichten, transparenten Variante weiter. Ein Hauch von Nichts wurde mit einer, in dip-dye Technik, Farbexplosion versehen, die seinesgleichen sucht. Wer sich schon einmal in Batik versucht hat kann nur erahnen wie viel Fingerspitzengefühl es braucht, um ein solches Ergebnis zu erzielen.

Ein weiteres Highlight war definitiv das weiße Kleid und die dazugehörige Kollektion aus recyceltem Fallschirm von Katha Harrer und Michael Ellinger. Die zeitlosen Unikate werden in Wien seit 13 Jahren in Handarbeit produziert und bei Combinat im MuseumsQuartier verkauft.

Ein kompletter Recycling-Newcomer hingegen war: The Good Tribe. Die Initiative von Gründerin Evelina Lundqvist stellte das Projekt „Zero Waste Jam" vor, das Jugendlichen, die keine Perspektive in Ihrer Zukunft sehen, die Möglichkeit bietet, sich als UnternehmerInnen zu entwickeln. Charmant begleitet wurde die Marmelade von recycleten Hemden, die jetzt als kesse Kochschürzen von der Designerin Alexandra Poetz zu neuem Leben erweckt wurden.

Und wenn wir verstehen, dass es ums Ganze geht, werden wir ein ganzes Stück weiter sein. Die Messe hat auf jeden Fall einen Grundstein dafür gelegt.

 

  • Artikelbild
    foto: vanessa otto
  • Artikelbild
    foto: vanessa otto
  • Artikelbild
    foto: vanessa otto
  • Artikelbild
    foto: vanessa otto
  • Artikelbild
    foto: vanessa otto
  • Artikelbild
    foto: vanessa otto
  • Artikelbild
    foto: vanessa otto
Share if you care.