"Der einzige Gewinner ist Israel"

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  • Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes kontrolliert die Namen von Palästinensern, die ihre Verwandten im israelischen Gefängnis besuchen.
    foto: andreas hackl/derstandard.at

    Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes kontrolliert die Namen von Palästinensern, die ihre Verwandten im israelischen Gefängnis besuchen.

Gaza-Palästinenser besuchen zum ersten Mal seit fünf Jahren in Israel inhaftierte Familienmitglieder

Israel hat am Montag zum ersten Mal seit fünf Jahren Palästinensern aus dem Gazastreifen den Besuch von Familienmitgliedern in israelischen Gefängnissen erlaubt. "Heute bin ich sehr glücklich", sagte der 68-jährige Kamal al-Aishe am Abend nach dem Besuch seines 37-jährigen Sohnes Mahmud. "Ich habe ihn seit sechs Jahren nicht gesehen. Er ist wohlauf."

25 palästinensische Häftlinge haben Besuch von 40 Familienmitgliedern aus dem Gazastreifen empfangen. Schon vor Sonnenaufgang mussten sich die Besucher vor einem Bus des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) einfinden. "Um 3 Uhr morgens bin ich von zu Hause weg. Den Checkpoint haben wir aber erst zu Mittag hinter uns gebracht", erzählte Aishe.

Sein Sohn sei früher Taxifahrer gewesen. Aber auch politisch aktiv. Bis ihn israelische Soldaten am Checkpoint festgenommen haben. "Für mich gibt es keinen Grund dafür. Sie haben ihn bloß mitgenommen, weil er bei der Hamas ist." Die Hamas hat in der Vergangenheit wiederholt Anschläge auf israelische Zivilisten verübt. Sie wird von Israel für den Raketenbeschuss durch andere Milizen aus dem Gazastreifen verantwortlich gemacht, weil sie dort an der Macht ist.

Kurzes Wiedersehen

Das Wiedersehen mit seinem Sohn sei sehr schön gewesen, jedoch viel zu kurz, sagt Aishe. "45 Minuten, das reicht nicht nach sechs Jahren." Besonders schmerzhaft sei dabei die physische Distanz zwischen ihm und seinem Sohn gewesen. Getrennt durch eine Glaswand konnten sie nur über den Hörer miteinander sprechen. Mahmud habe sich über nichts im Gefängnis beschwert.

Die Grenzen des Gazastreifens stehen seit dem Jahr 2007 unter strenger israelischer Blockade, als die islamistische Hamas nach dem internationalen Boykott ihres demokratisch errungenen Wahlsiegs im Jahr 2006 die Kontrolle übernahm und später den israelischen Soldaten Gilad Shalit entführte, der mittlerweile wieder frei ist. Der Personenverkehr in den Gazastreifen wird seit 2007 nur in Ausnahmefällen zugelassen und der Import von Gütern unterliegt strikten Beschränkungen, was mitunter auch die Arbeit von Hilfsorganisationen behindert. Als Teil der Blockade wurde auch der Besuch von Familienmitgliedern in israelischer Haft verboten.

Laut der Sprecherin der israelischen Gefängnisbehörde, Sivan Weizman, wird sich das nun ändern. Wöchentlich sollen ähnliche Besuche erlaubt werden. Auch das Rote Kreuz hofft auf eine Trendwende. "Das ist ein erster Schritt. Wir hoffen, dass die Besuche bald wieder ganz aufgenommen werden", erklärte der Bürochef des IKRK in Israel und den palästinensischen Gebieten, Juan Pedro Schaerer.

Abkommen

Die Besuche aus dem Gazastreifen sind Teil des Abkommens zwischen palästinensischen Häftlingen und Israel, das nach dem Hungerstreik von rund 1.550 Häftlingen im Mai geschlossen wurde. Palästinenser feierten die Zugeständnisse Israels als Sieg. Kamal al-Aishe glaubt jedoch nicht daran, dass er seinen Sohn jetzt regelmäßig besuchen darf. "Der einzige Gewinner dieser Besuchswelle ist Israel. Sie wollen der Weltöffentlichkeit und den Medien zeigen, wie human sie sind", sagt er. (Andreas Hackl, derStandard.at, 17.7.2012)

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Die Hamas ist die von den Palästinensern demokratisch gewählte Regierung.

und wird von Anfang an von Israel und der Weltgemeinschaft sabotiert.

Die Belagerung Gazas begann schon viel früher, spätestens als die Israelis einen Zaun um Gaza bauten.

Bereits in den 90er Jahren wurde ein Zaun um Gaza gebaut, der nicht nur Israel davor schützen sollte, dass Palästinenser in das Land eindringen können, sondern die den gesamten 40 km langen und 10 km breiten Gaza-Streifen zu einem großen, gut kontrollierbaren Gefängnis für jetzt 1,5 Millionen Menschen machten.

Es mag gute Gründe geben die Hamas zu kritisieren; es gibt aber auch gute Gründe die isr. Regierungsparteien zu kritisieren - beide wurden demokratisch gewählt.

Der Stillstand in der pal. Politik ist auch der isr. Blockade geschuldet.

die grenzen des gaza-streifens stehen unter strenger blockade

seit die islamistische hamas im gaza-streifen geputscht hat, eine 1-parteien diktatur aufgebaut hat (alle fatah mitglieder wurden verfolgt oder vertrieben) und täglich raketen auf israel schießt. und nicht schon seit ihres wahlsiegs.
aber typisch a.hackl: mal kurz tatsachen im eigenen sinn verdrehen und dabei hass schüren. einfach so.

die duemmsten und einseitigsten und ahnungslosesten kommentare

finden sich stets unter artikeln, die sich mit dem nahen osten beschaeftigen.

aber dafuer sind sie gewiss die am heftigsten von vorurteilen triefenden. moeglichst noch mit einem klacks verschwoerungstheorie obenauf. wohl bekomm's!

wobei ja die berichte von hackl inhaltlich wirklich recht armselig sind. eine nahost-micky-maus fuer oesterreichische standard-forums-micky-maeuse...

"Für mich gibt es keinen Grund dafür. Sie haben ihn bloß mitgenommen, weil er bei der Hamas/Taliban/Al-Kaida/LRA ist."

Völlig unverständlich, die Logik der Israelis! Einfach jemanden festzunehmen, der der brutalsten und blutrünstigsten Terrororganisation des Nahen Ostens angehört. Wo die Hamas doch nach einem "demokratischen Wahlsieg" die Scharia eingeführt hat und die eigenen leute hinrichtet, wenn nur ein verdacht auf Spionage/Kollaboration/Homosexualität/Christliche Glaubenszugehörigkeit besteht...

Die Hamas hat die Scharia nicht eingeführt.

Übrigens haben Sie keine Ahnung - die Scharia genau wie die Halache - ist eine Rechtsordnung, die flexibel und reformierbar ist - sie bedeuted nicht notwendigerweise, dass man steinigt und Hände abhackt.

Scharia-Gerichte gibt es in Israel - für familiäre Angelegenheiten der Muslime, so wie Halacha-Gerichte für familiäre Angelegenheiten der Juden - die jüd. Halacha empfiehlt auch die Steinigung für Ehebruch - aber wie gesagt, das sind nur Auslegungen und die sind in beiden Fällen tausende Jahre alt.

Es steht den Religionen frei die neuzeitlich und reformiert anzuwenden.

Die Hamas hat die Scharia nicht eingeführt.

Okay einverstanden..

dann darf die PA JEDEN Soldaten der IDF festnehmen, aus SIcht der Palästinenser ist das nämlich auch eine verbrecherische Organisation

Wer hat wem die Existenz abgesprochen?

Es waren die Araber, die seit 1948 permanent Israel vernichten wollten. Nun, das ging schön in die Hose. Ganze Armeen wurden vernichtet, abertausende Araber starben in den Kriegen, ganze Völker versinken in Armut, Diktaturen unterdrückten die Araber etc.
Vielleicht sollten die Araber einmal das machen, das jeder Mensch tun sollte: Sich selbst analysieren und nicht immer anderen die Schuld an der katastrophalen Lage geben!
Selbsterkenntnis ist nun mal der erste Weg zur Besserung. Aber da ist es doch viel einfacher, die bösen Christen, Juden, Westler, USA etc. zu beschuldigen.

Es sind die Israelis die seit 48 Palästina vernichten.

1948 gab es eine klare Teilung in einen arabischen ...

... und jüdischen Teil, Ich nehme an, wir stimmen hier überein. Weiters werden wir (historisch) übereinstimmen, dass die Juden den Plan akzeptierten und 20 Jahre lang ihren Staat aufbauten. Die Araber aber akzeptierten die Teilung nicht und führten Krieg und Terror gegen Israel. Ägypten besetzte Gaza, Jordanien besetzte Westjordanland und Ostjerusalem. Gründung der Fatha 1958, der PLO 1964. Wenn PLO eine Befreiungsarmee ist, hätten sie Ägypten und Jordanien bekämpfen müssen. Aber sie bekämpften Israel. Warum? Weil sie keinen Quadratzentimeter Land an die ungläubigen Juden geben wollten, obwohl sie selbst hunderttausende Quadratkilometer bekamen (Jordanien, Syrien ....).

Sie sollten Lesen können, manchmal hilft es. Ich weiß dass Sie und Ihre anderen Gesinnugsngenossen nicht zwischen einer politische Parteien und einer militärischem Org. unterscheiden. Zumindest in dem Falle wo es nicht über isr. Org/Parteien geht. Aber eventuell sollten sich ein wenig genauer informieren. Manchmal hilft das ja. Und eventuell hilft es auch ein wenig über die geschehnisse von damals zu informieren wie z.B. wie das isr. Militär gebildet wurde, bzw. wer "integriert" wurde. Und dann hätte ich gerne noch einmal eine solche Verlautbarung.
Herrlich wie opportun man doch eigentlich sein kann oder?

Bester Reddogg

Ein und denselben Schrott jedesmal von Neuem zu posten macht diesen nicht wertvoller.

Und die Hamas sind üble Burschen, vollkommen gleichgültig ob pol. od. mil. und ohne ihr wäre die Welt eine bessere und schönere ...

Zur mil. Org. gebe ich Ihnen vollkommen Recht, diese gehört sobald als Möglichkeit abgeschafft. Die pol. Hamas abschaffen wieso? Fordern Sie auch die Abschaffung von Israel Beitenu und Co.? Oder gar Likud weil diese in ihren Grundsatzprogrammen eine Besiedlung von Judaä und Samaria fordern BIS HEUTE! und im Grunde damit zur Zeit gegen laufende Verträge zwischen Israel und der PA verstossen. Komisch wenn die pol. Hamas eine Neuverhandlung der zur Zeit geltende Verträge fordert dann wird dieses im Abgewatscht, warum nicht im Umgekehrten Falle? Naja Ihr Nachposter hat es ja shcon Grund auf den Punkt gebracht oder?

Also es freut mich ja zunächst, dass wir bezüglich der "mil. Hamas" einer Meinung sind

Ich verstehe allerdings nach wie vor den Sinn Ihrer Unterscheidung in mil. und pol. Hamas nicht, aber das haben wir schon an anderer Stelle durchgekaut.

Was Rechtsparteien wie Israel Beiteinu betrifft, würde ich deren Abschaffung nur begrüßen. Aber das wissen Sie so und so, weil ich mich diesbezüglich schon an anderer Stelle ganz eindeutig zum Ausdruck gebracht habe.

Die Forderung nach "Neuverhandlung der zur Zeit geltenden Verträge" seitens der Hamas ist doch nur eine niedliche Formulierung für das Grundziel der Hamas, nämlich die Abschaffung des Staates Israel und die Ausrufung eines fundamental-islamischen Palästinas in der ganzen Region, wo die Juden, wenn´s Glück haben, als geduldete Minderheit leben dürften.

Falsch und das wissen Sie genauso wie ich. Die pol. Hamas sagt seit geraumer Zeit, spätestens seit der Wahl 2006, das die intern. Verträge dem pal. Volk in einer Wahl vorgestellt werden soll und wenn eine Mehrheit diesem zustimmt würde die Hamas das akzeptieren.
Schade dass Sie auf die Grundsatzprogramm der isr. Parteien, bis auf 2-3 die ja diesen Sachverhalt nicht drin haben, keine Stellung beziehen. Also meine Frage, gestehen Sie nun ein dass die besiedlung von Judäa und Samaria gegen intern. Verträge zwischen Israel und der PA verstossen oder nicht? Und btw. auch die Israelis würden die Palästinenser nicht aufnehmen mit vollen Rechten, man schaue sich nur das Rückkehrrecht an, da geht es um ca 10.000. Bei der Besiedlung von J/S wohl mehr

Moussa Abu Marzouk sagt da aber was ganz was anderes ...

http://bit.ly/ICMdoG bzw. http://bit.ly/HXpuX2

Was die Siedlungspolitik Israels in den besetzten Gebieten betrifft, so halte ich sie persönlich grundsätzlich für kontraproduktiv und moralisch verwerflich. Inwieweit sie auch vom juridischen Standpunkt gegen Gesetze verstößt kann ich persönlich nicht sagen, weil ich mich dazu viel zu wenig auskenne.

Es steht vollkommen ausser Zweifel, dass jene pal. "Flüchtlinge", denen die Rückkehr nach Israel gestattet werden wird, mit allen Rechten eines isr. Staatsbürgers ausgestattet werden, genauso wie alle anderen arab. Staatsbürger Israels. Es ist einfach impertinent, wenn Sie andeuten wollen, dass Pal. in Israel Bürger zweiter Klasse seien.

Israel lässt keine Flüchtline zurück und zahlt auch keine Entschädigungen - mit dem Absentee Property Law hat es sich Anfang der 50er zudem deren BEsitz einverleibt.

Ich kann ihnen mit Sicherheit sagen, dass alle jüd. Siedlungen jenseits der Grünen Linie juristisch illegal sind -

Das ist die einhellige juristische Expertise sämtlicher Länder der Welt, einschl. der USA, der EU, der UNO.

Aus diesem Grund auch ist die Annexion Ost-Jerusalems von keinem Land der Erde anerkannt.

"Aus diesem Grund auch ist die Annexion Ost-Jerusalems von keinem Land der Erde anerkannt."

Ich möchte in diesem Punkt ganz klar sein: Es besteht ein breiter, Lager übergreifender Konsensus, dass Jerusalem die ungeteilte Hauptstadt des Staates Israel bleiben wird.
Dafür werden wir, wen notwendig, auch nicht vor einem Krieg zurückscheuen. Wir sind bereit, dafür Blut zu vergießen; und nicht nur das unsere.

Es ist und bleibt eine Tatsache, dass die größten Einschränkungen in Bezug auf den Zugang zu hl. Stätten der 3 month. Rel. unter muslim. Kontrolle am weitestgehenden waren.
Während jord. Herrschaft war es den Juden nicht möglich die für sie hl. Stätten im WJL und in Jerusalem zu betreten.
Und in Hebron wurden den J. schon vor der Gründung Israels erniedrigende Einschränkungen für den Zugang zur Ma´arat Hamachpela auferlegt.

und würde ich jetzt gewisse israelis

als üble burschen denunzieren, ohne die die welt eine bessere und schönere wäre, dann wär ich vermutlich ein menschenverachtender antisemit, der gerade öffentlich zum mord aufgerufen hat

hab ich damit nicht auch recht?

nein.

es gibt auch in der israelischen gesellschaft und insbesondere in der israelischen politik üble gestalten, ohne die ein friedliches zusammenleben viel leichter wäre.

was Sie sich da zusammenkonstruieren ist ein popanz, auf den Sie dann selber einschlagen können.
das ist zwar taktisch nicht dumm und wird auch von rechtsextremen immer wieder praktiziert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Exis... xtremismus

aber letztendlich bleibt es ein popanz ....

daß hr. dobes den gleichen popanz baut,

nur halt auf der anderen seite, stört sie aber nicht?

denn sie haben meinen beitrag ganz offensichtlich nicht verstanden, wenn sie ihn wörtlich nehmen

"denn sie haben meinen beitrag ganz offensichtlich nicht verstanden"

.
ich habe Sie sehr gut verstanden.

Sie versuchen was ähnliches wie die:
http://de.wikipedia.org/wiki/Exis... xtremismus

zitat:
"Mit Fragen wie „Wer stoppt Israel?“ veröffentlichten 2006 mehrere rechtsextreme Parteien und Gruppierungen Pamphlete und Schriften ... Gleichzeitig betrachten sie sich als Opfer einer angeblich „jüdisch bedingten, medialen Meinungsdiktatur“. „Kritik an Israel“ sei in Deutschland „unter Strafe verboten“."

und das ist - wie ich schon sagte - ein popanz!

Nein, durchaus nicht

Kann Ihnen gerne eine Liste geben von Landsleuten von mir, ohne die die Welt eine schöne und bessere wäre, weil sie nämlich ganz üble Burschen sind.

Dass diese Formulierung bei Ihnen sofort Mordvorstellungen auslöst, zeigt nur wie Sie ticken.

Die Welt wäre z.B. ohne Krebskrankheiten auch eine schönere und bessere, und man tut so viel als möglich, um den Krebs zu bekämpfen, aber einstweilen muss man halt mit der Tatsache leben, dass es ihn gibt ... Jetzt ist es ein bischen klarer?

wie bekämpft man denn krebs?

man versucht, ihn zu vernichten

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