Integrative Wolllust in Wieselburg

16. Juli 2012, 19:47
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Wie vielseitig die Kunst des Strickens genutzt werden kann, konnten Interessierte vergangenes Wochenende erfahren

St. Pölten - Wie vielseitig die Kunst des Strickens genutzt werden kann, konnten Interessierte vergangenes Wochenende in Wieselburg erfahren. Dort wurden im Rahmen des diesjährigen Viertelfestivals eifrig die Fäden geschwungen und zu Street-Art verarbeitet. Die Intention: Integration durch gemeinsames Stricken. Einheimische und zugewanderte Wieselburger sollten regelrecht miteinander "verstrickt" werden.

Projektleiterin Sini Coreth hatte bereits seit Jänner mit einer Gruppe von Migranten an diesem unkonventionellen Projekt gearbeitet. Alle zwei Wochen traf man sich mit Einheimischen und umhüllte zusammen Statuen, Parkbänke oder Bäume mit Strickereien - auch "Guerillastricken" genannt. "Ziel war es, den Zugewanderten das Deutschlernen zu erleichtern. Sie sollten die Möglichkeit bekommen, Integration zu leben und Kontakte zu knüpfen. Das ist uns auf jeden Fall gelungen", sagte Coreth.

So wurden beim Verstricken des Rathauses auch einige Freundschaften geknüpft. Die einzelnen Kunstaktionen wurden fotografisch und filmisch festgehalten und bei der Abschlussveranstaltung im "Haus der Zukunft" gezeigt. (flop, DER STANDARD, 17.7.2012)

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