Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen

16. Juli 2012, 19:18
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Aktive Politiker nicht im Visier der Korruptionsbehörde - Zahlungen an FPK-Werbeagentur im Vorjahr bekannt geworden

Klagenfurt - Die Ermittlungen in der Affäre um die FPK-Werbeagentur "Connect" sind abgeschlossen. Das berichtete die "Kleine Zeitung" am Montag in ihrer Onlineausgabe. Aktive Politiker dürften sich nicht im Visier der Anklagebehörde befinden. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wartet noch auf den polizeilichen Abschlussbericht.

Im Frühjahr 2011 war bekanntgeworden, dass die Parteiagentur hohe Rechnungen an mehrere Kärntner Unternehmer gestellt hatte. Parteichef Uwe Scheuch kündigte daraufhin die Stilllegung der "Connect" an. Ex-"Connect"-Geschäftsführers Manfred Stromberger (FPK) musste als Abgeordneter des Kärntner Landtages den Hut nehmen. Der in die Affäre verwickelte Klagenfurter Rechtsanwalt Rechtsanwalt Gert Seeber legte den Aufsichtsratsvorsitz bei den Kärntner Messen zurück.

Laut Zeitung ging die Staatsanwaltschaft unter anderem dem Verdacht nach, ob es sich um Scheinrechnungen handelte - für verbotene Interventionen in der Landesregierung zugunsten der zahlenden Kunden. Laut Behördensprecher Erich Mayr hätten sich bei den Ermittlungen jedoch keine Hinweise ergeben, "dass die Landesregierung eine Rolle spielte":

Ermittelt wird laut "Kleiner Zeitung" demnach nicht gegen Regierungsmitglieder, sondern nur gegen Stromberger und jene "privaten Unternehmer, die an die Agentur bezahlt haben". Der Verdacht lautet auf Untreue.(APA, 17.7.2012)

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