Geistig behinderter Mann vor Hinrichtung: Gnadengesuch abgelehnt

16. Juli 2012, 19:05
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Er soll am 18. Juli mit einer Giftspritze exekutiert werden

Washington - Die Hinrichtung eines anscheinend geistig behinderten Mannes im US-Bundesstaat Georgia rückt immer näher. Ein zuständiger Ausschuss lehnte nach eigenen Angaben am Montag ein Begnadigungsersuchen des wegen Mordes verurteilten Warren Hill ab. Der 52-Jährige soll am 18. Juli mit einer Giftspritze exekutiert werden. Er wird beschuldigt, im Gefängnis einen Mithäftling erschlagen zu haben.

Der Fall des Mannes hat über die USA hinaus Aufsehen erregt. Hill besitzt laut mehreren Gutachten einen Intelligenzquotienten von knapp 70 und gilt daher nach verbreiteter Expertenauffassung als geistig behindert. Deshalb dürfte er nach der US-Verfassung eigentlich nicht hingerichtet werden. Ein Gericht in Georgia entschied jedoch, dass das Ausmaß der Behinderung nicht zweifelsfrei feststehe und gab damit grünes Licht für die Exekution. Hills Anwalt äußerte sich entsetzt über die Entscheidung. (APA, 17.7.2012)

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