Der Hintern als Zeitvertreib

Ansichtssache | Andrea Heinz
16. Juli 2012, 18:45
foto: orf/arte/d.r.

Der ganze Welt dreht sich um den Hintern. Glauben Sie nicht? Dann haben Sie die Arte-Dokumentation "Blickfang Po" am Sonntag auf ORF 2 wohl leider versäumt.

Angetreten war sie mit dem Versprechen, "verborgene Ansichten" des Hinterns aufzudecken. Heraus kam eine Peepshow auf Privatfernsehniveau: Werden dort B- und C-Prominente auf Themen wie "Die peinlichsten Hits der 90er" losgelassen, plauderten in der Po-Doku Schriftsteller, Tänzer und andere Experten über ihre Beziehung zum Hintern.

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Adriana Karembeu, als Supermodel und Fußballerehefrau quasi eine Po-Koryphäe, teilt ihr Fachwissen: "Ein guter Po muss rund sein." Ein Bildkünstler geht noch weiter: "Der Po ist der letzte Schliff, der einen Körper außergewöhnlich macht." Glücklich, wer einen hat! Aber auch für Problem-Pos gibt es Lösungen. Eine farbige Choreografin dazu: "Wenn du einen Po hast, beweg ihn, damit man sieht, was du hast. Wenn du keinen hast - setz dich."

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Begleitet wird diese praktische Lebenshilfe durch Filme, in denen Männer auf der Straße einer Frau auf den Hintern glotzen. Alle. Auch Frauen sehen wir (wesentlich kürzer) einen Männerarsch angaffen. Merke: Alle tun es. Fremden Menschen auf den Allerwertesten zu glotzen ist das Normalste von der Welt - oder wie einer der Schriftsteller stolz verkündet: "Ich bin Po-Voyeur. Damit verbringe ich meine Zeit."

Das wollte man eigentlich gar nicht wissen. Eine geschlagene Stunde hat man sich nackte Hintern angeschaut, und was kommt dabei raus? Dass Menschen sich gegenseitig gerne auf den Po schauen. Und dass das auch irgendwie mit Sex zu tun hat. "Verborgene Ansichten"? Für den Arsch. (Andrea Heinz, DER STANDARD, 17.7.2012)

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Die Doku war gut und interessant.
das einzige, was mich ein wenig gestört hat, ist, dass sie sich tatsächlich etwa 2/3 der Zeit um Frauenhintern drehte.

Schlecht & abgekupfert

Eine derartige Booty Glamour Pseudo-Doku-Society-Sendung wurde vor einigen Jahren (in zig Wiederholungen) auf MTV rauf und runter gespielt und wahrscheinlich auf VIVA 20 Mal wiederholt ... und da war's noch irgendwie passend: Hollywood- und Popstars, Filme und Musicclips, Kommentare von selbsternannten Style-Gurus. Tiefgang flach, Glamour hoch, Eskapismus hoch, Voyeurismus sehr hoch. Aber eben Privat-TV, Musik- und Glamour-TV.

Als (das Thema ernst nehmen wollende) Doku oder was immer das war (hab's nicht gesehen) im öffentlich-rechtlichen TV eher ein Armutszeugnis.

und wenn ihr das so am a...

verzeihung ...po gegangen ist...warum hat sie es sich dann angesehen?

Unverstandenes ist oft schwer zu rezensieren

Die einzige C-Klasse war die Journalistin.
Wenn Sie nicht den geringsten Sinn in dem Beitrag sehen, warum lassen Sie ihn nicht von jemand rezensieren, der irgendeinen Zugang dazu hat?

Ich kenne " Kunst " die oberflächlicher ist...

Da seh ich mir lieber das "Hohe Haus" an. ;-)

Da gibts ja auch genug Är... zu sehen. Der hat jetzt sein müssen. Hohes Haus und Pos das ist ein klassischer Posting-Elfmeter.

Wie sollen sie als Frau das auch verstehen können??!!
:)

Hat weniger mit Frauen zu tun als eher m. e. gewissen österr. Verklemmtheit. Die Franzosen gehen mit dem Thema entspannter um und Künstler so u. so ;-).

ich zitiere Willy Astor:

"Vier halbe Pobacken ergeben nach Recherche,
morgens, mittags und auch abends, immer nur zwei Ärsche"
(C:

die Sendung war Andrea Heinz einfach zu hoch

zu 90% gehts darin um Kunstgeschichte und Gesellschaft, hingestellt wird die Sendung aber wie diese Chartshows.
Dann auch noch der Vorwurf der Banalität, wenn die Sendung mit einem Augenzwinkern endet.

und Adriana Karembeu ist auch sicher kein B-Promi in Frankreich

ja ja da kommen halt wieder die guten alten äffchen-gene aus der vorzeit durch... ich erinnere nur an bonobos..... :-)))

Sie haben mehr von den "guten alten äffchen-genen" in sich

als Sie ahnen.
"Unterdrücken" Sie sie nicht, sie sind mitunter recht hilfreich . . . .
;-)

Sehr vereinfachende rezension. schade.

ich fand die doku auch SEHR gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich drauf einließ, konnte man viel interessantes mitnehmen - es ging keineswegs nur ums anstarren von pos - schon allein der abschnitt über den po als politisches statement in der kunst war eigentlich sehr spannend.
und die merkwürdige zusammenstellung der kommentatoren (vom autor einschlägiger fachliteratur über die choreographin bis hin zum fetischisten alles dabei) war mal echt was neues und eigentlich witzig.

Ich sag nur: Woki mit deim Popo ...

Bei manchen gilt: WoHi mit dein Popo?

(C:

"Fremden Menschen auf den Allerwertesten zu glotzen ist das Normalste von der Welt" Ja.

haha, erinnert mich an das B-movie "idiocracy"...

...wo in einer vollkommen degenerierten US-gesellschaft des jahres 2505 ein film alle wichtigen oscars gewinnt, in dem über 90 min nur ein (furzender) hintern gezeigt wird.

man sieht, der ORF bleibt unter Wrabetz-Zechner voll auf (vera*schungs)kurs...

haben sie die doku gesehen? offenbar nicht...

oje, Sie arme,...

... Sie MÜSSEN derlei ORF-schmarrn angesichts Ihrer zahlreichen postings zum thema wohl gut finden...?

erhalten Sie dafür wenigstens ausreichend schmerzensgeld?

sie zählen meine postings? bekommen sie dafür bezahlt?

sehr geistlose antwort...

... Sie haben wohl keine ahnung wie gute foren(beiträge) funktionieren? - wenn Ihr account der pr-leistung unverdächtig sein soll, dann muss nachlesbar sein, was bisher gepostet wurde.

aber egal: ich lass hier Ihre arsch-fixierung mal gnädig durchgehen. - es gibt ja jede menge analfixierte zwangscharaktere...

ja, gute foren funktionieren mit konstruktiven beiträgen.
sie haben allerdings recht, es gibt jede menge verklemmte zwangscharaktere. und wenn sie den film gesehen hätten, wüssten sie, dass der anus darin so gut wie gar nicht vorkam.

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