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Bahnfahren auf der Westbahnstrecke wird künftig zum Intelligenztest. Wer am neuen Bahnhof Tullnerfeld zwischen Wien und St. Pölten aussteigen will, muss sich je nach Fahrtrichtung gut überlegen, von welchem Unternehmen er sich transportieren lässt. Geht's gen Westen, dann hält die ÖBB, geht's gen Osten, muss man in die Westbahn einsteigen. Ist der neue Hauptbahnhof in Wien erst eröffnet, muss man zusätzlich überlegen, ob man nicht doch lieber den Westbahnhof anfahren möchte, auch da haben beide Anbieter unterschiedliche Lösungen angekündigt. Die Westbahn demonstriert Pragmatismus, die ÖBB zieht nach. So war es beim Bahnhof Tullnerfeld, und auch beim Westbahnhof, an dem viele Wien-Pendler hängen, dräut eine derartige Lösung.
Das hat auch Auswirkungen auf den Ticketkauf: Das Hin-und-Retour-Ticket Tullnerfeld-Wien ist ebenso sinnlos wie die Jahreskarte der ÖBB, wenn man ab und zu doch in eine Westbahn einsteigen möchte. Das alles ist vielleicht gerade noch durchschaubar für jene, die der deutschen Sprache mächtig sind, für ausländische Reisende führen die Züge dann geradewegs ins Tarif-Absurdistan.
Dass die ÖBB den privaten Anbieter auf der Weststrecke nicht mit offenen Armen empfängt, ist eine Sache. Schildbürgerartige Rahmenbedingungen werden aber nicht dazu führen, dass die Menschen weniger mit der Konkurrenz fahren - sie werden weniger Zug fahren. (Andrea Heigl, DER STANDARD, 17.7.2012)
Zum Thema
Es fährt ein
Intercity nach Nirgendwo - Nach langen Verhandlungen hat sich die ÖBB bereiterklärt, schnelle Züge im
Bahnhof Tullnerfeld halten zu lassen - Der steht an der neuen Westbahntrasse und
ist ein Experiment: Weil rundherum nichts ist, müssen die Zubringer besonders
leistungsfähig sein.
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Von der Aufregung her könnte man fast annehmen - Tullnerfeld liegt am "Gare du Nord" in Paris, Europas meist frequentiertem Bahnhof! Würden hier nicht ganz normale S-Bahn-/Pendlerzüge - Verbindungen ausreichen?
"Schildbürgerartige Rahmenbedingungen werden aber nicht dazu führen, dass die Menschen weniger mit der Konkurrenz fahren - sie werden weniger Zug fahren."
Klingt so, als wär das eine Schikane der ÖBB gewesen. Nachdem ich aber den Artikel
http://derstandard.at/134213923... -Nirgendwo
gelesen habe, ist mir erst klar geworden, dass wieder mal der alte Erwin zugeschlagen hat...
wenn es eine Jahreskarte gäbe, die für Westbahn UND ÖBB gilt, hätte ich nicht mehr das Problem, dass man zwar aufgrund des gut funktionierenden WLANs in der Westbahn vernünftig arbeiten kann (in der ÖBB ist das unmöglich, auch mit eigenem webstick hat man ca. 5 MInuten lang während 3 Stunden ein Netz), aber bei der Rückfahrt Salzburg-Wien hätte ich doch gern den schnelleren railjet.
Die "Ost Region" erstreckt sich leider nicht bis Salzburg.
http://www.vor.at/fileadmin... enplan.pdf
Kein normaler Mensch will ins Tullnerfeld, außer Leute die dort wohnen. Und die werden wohl ein Verkehrsverbundticket kaufen, das eh in beiden Zügen gilt.
Ich finde diese Lösung zw. ÖBB und WB mehr als nur pragmatisch. Eine wirkliche Indikation für einen IC-Halt gibt es nämlich nicht.
Das gezeichnete Bild von den hunderten verwirrten Touristen am Hauptbahnhof, die jetzt nicht wissen welcher Zug ins Tullnerfeld fährt ist mehr als nur absurd!
Duie ganzen Schnellzüge sind von und nach St.Pölten ständig verstopft und weiterreisende bekommen keinen Sitzplatz. Es sollte iegne, rasche Pendlerverbindungen geben zwischen Wien und NÖ, aber die Pendlder gehören nicht in die Fernzüge!
ÖBB Züge halten eh in beiden Richtungen am neuen Bahnhof. Nur halt nicht die IC-Züge. Die halten nur beim Rausfahren aus Wien. Zum Reinfahren muss man z.B. einen REX benutzen. Ist auch nicht viel langsamer, da praktisch es eh nur durch den Wienerwaldtunnel geht.
grau ist jede theorie. bisher streitens nur immer darum dass kein personenzug hält. wär auch nicht verwunderlich denn als die hl-strecke geplant wurde hiess es dass das eine entlastung f. die westbahn ist und dort der schwerverkehr geführt würde. als personenstrecke war das (zumindest damals) gar nicht geplant. dann habens die fjb nahezu eingestellt bzw. als schienenersatzverkehr geführt (bis jetzt obwohl die verlegte trasse schon wieder einsatzfähig ist) - also ich glaub ehrlich gesagt nicht daran.
und die P&R-Anlage ist ein scherzerl
da ist jeder auf einmal sein eigener "Kaufmann" und muß den Markt beobachten und die Leistungen ....
Die Vielfalt ist nicht gratis und auch nicht umsonst, wo viele Anbieter da auch viele Möglichkeiten ....
Vorbei die Zeiten der homogenen staatseigenen Dsdienstleister wo man sozusagen auch ohne viele Möglichekiten keine fehler machen konnte .....
Die Lösung ein "Verkehrsverbund" mit einheitlichen Tarifen und gegenseitiger anerkennung der Tickets ....
Ach das klingt ja so "altbacken"
....nach "Staatsbahnen" ;-)
ist sehr unterschiedlich zu bewerten, ich tue das hier nicht ......
Aber wer eine "Gemeralfahrkarte" für alles und möglichst einheitliche Bedingungen und regeln für dies und Jenes will ... und gleichzeitig viele differenzierte Anbieter ...
der kann nicht bedient werden!
Viele anbieter habe viele verschiedenen Fahrpläne und verschiedenen (abgegrenzte) Tarifsysteme und wenig nteresse an Kompatibilität, sondern mehr an Abgrenzung ....
Beim Telefon ist das so und beim E-Strom u.s.w.
In der Welt des Wettbewerbs muß man vergleichen und "durchschauen"
aber man kann eben nicht beides haben Sicherheit und Einfachheit und gleichzeitig Vielfalt und "freie Auswahl" ............
ob´s GUT ist oder BÖSE,
darf jeder für sich entscheiden !
Es wäre auch wirklich nicht schwer gewesen, unten steht im verlinkten Artikel "Es fährt ein Intercitiy nach Nirgendwo" nachzulesen, wer den Pallawatsch zu verantworten hat.
Das Land NÖ
Die Wunsch nach schnellen Zügen kam viel zu spät für die gesetzlichen Fristen zum Jahrsfahrplan und nachdem die Westbahn-Strecke ohnehin ausgereizt ist, kann man nicht einfach irgendwo einen Halt reinklotzen.
Die hier besuderte Lösung ist ein typisches Austriakum, das den Supersonderwünschen eines Landesfürsten geschuldet ist.
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