Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Pjöngjang/Wien - Seit den pompösen Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il-sung und dem gescheiterten Raketenversuch im April war es ruhig geworden in Nordkorea. Zuletzt gab die kommunistische Diktatur nur einmal eine Schmonzette um eine adrette, sehr nahe bei Kim Jong-un stehende Dame zum Besten, die alle Welt spekulieren ließ, ob der neue Führer denn nun verliebt, liiert oder gar verheiratet sei.
Am Wochenende allerdings wurde klar, dass das Regime die stillen Tage in Pjöngjang nicht tatenlos verstreichen hatte lassen. Die Mitteilung, dass Armeechef Ri Yong-ho "aus Krankheitsgründen" entlassen worden sei, kommt einem politischen Beben höchster Magnitude gleich. Ri war vom 2011 verstorbenen "Geliebten Führer" Kim Jong-il persönlich damit betraut worden, den dynastischen Übergang zu seinem Sohn Kim Jong-un in der Armee friktionsfrei zu garantieren. Er gehörte zum innersten Zirkel in dem abgeschotteten Land, war zweitwichtigster Militär und einer jener sieben Mächtigen, die im Trauerzug mit Kim-Sohn dem Sarg von Kim-Vater folgen durften.
"Militär zuerst"
Obwohl der junge Kim noch im April die "Militär zuerst"-Politik Nordkoreas bekräftigt, die Stärkung der Volksarmee versprochen und den nahen "Endsieg" gegen den Imperialismus in Aussicht gestellt hatte, war klar, dass die blamable Raketenpleite Folgen haben würde. Dass es nun den Chef der Streitkräfte persönlich erwischt hat, stuften auch die Südkoreaner als äußerst bemerkenswert ein: "Das ist sehr ungewöhnlich", erklärte Kim Hyung-suk, ein Sprecher des Wiedervereinigungsministeriums in Seoul.
Als erweiterten Hintergrund der Absetzung vermuten renommierte Nordkorea-Exegeten zumindest ein dreifaches Zerwürfnis: eines im inneren Kreis der Macht in Pjöngjang, eines zwischen Armee und Arbeiterpartei und ein drittes zwischen Orthodoxen und Reformkommunisten.
Atom- und Raketenprogramm verzögert - Ausdehnung der Strafmaßnahmen vorgeschlagen
Lenkraketen fallen ins Japanische Meer - Starts könnten Teil von Militärübungen oder einzelne Tests gewesen sein
15 Jahre Zwangsarbeit für "staatsfeindliche Verbrechen" - Kenneth Bae soll bettelnde Kinder gefilmt haben
Gefahr eines Raketenstarts seit vorübergehend gebannt
Kenneth Bae gestand, "Verbrechen zum Sturz der Volksrepublik" begangen zu haben - Rätselraten über Hintergründe
Geldtransporter liefern ausstehende Löhne an Nordkorea
In Nordkorea existieren Internierungslager schon doppelt so lange wie sowjetische Gulags - Und das abseits der Wahrnehmungsschwelle, kritisiert Journalist Blaine Harden
44-Jähriger seit einem halben Jahr in Haft
Tagelang spekulierten vor allem westliche Medien über einen Raketenstart am Geburtstag von Staatsgründer Kim Il-sung
Nachdem Pjöngjang Ultimatum zu Gesprächen verstreichen hatte lassen
Höchstrangiger Empfang für den US-Außenminister – Auch China für Direktgespräche mit Nordkorea
Zwei bewegliche Raketenwerfer für Scud-Kurzstreckenraketen sollen an die Ostküste gebracht worden sein
US-Außenminister Kerry warnt Nordkorea vor Raketenstart - Geheimdienst: Kim versucht, Macht zu festigen
Nordkorea fordert Aufhebung von UN-Sanktionen und Ende von Militärmanövern - Südkorea nennt Bedingungen "absolut unfassbar" - Auch USA lehnen ab
In London verurteilten die G-8-Außenminister einhellig Nordkoreas Kriegsrhetorik und drohten mit weiteren Sanktionen. In der Frage der Bewertung der Lage in Syrien konnte hingegen - wie erwartet - kein Durchbruch erzielt werden: Russland blockiert weiter
Delegation aus Südkorea, die Lebensmittel in die Sonderwirtschaftszone bringen wollte, wurde die Einreise versagt
Pentagon sei vorbereitet, "auf alle Eventualitäten zu reagieren", sagt Verteidigungsminister Hagel
US-Außenminister Kerry fordert Pjöngjang zu Atomverzicht auf, betont aber Gesprächsbereitschaft für "glaubwürdige Verhandlungen"
Vor einem Monat hat Kim Jong-un seine Artilleristen angewiesen, ihre Kanonen auf die Insel Baengnyeong auszurichten. Deren Bewohner leben zwischen Bunkern und Notfallplänen in Angst, auch 2010 ließ der Norden eine Insel beschießen.
Pjöngjang: Seoul müsse erst konfrontative Haltung aufgeben - Gemeinsame Sonderwirtschaftszone liegt derzeit brach - Japan und USA fordern Nordkorea zu Gesprächen auf
Japan bringt Raketenabwehr in Stellung - Nordkorea droht erneut mit Atomkrieg - Arbeit in Sonderwirtschaftszone ruht
US-Außenminister John Kerry in Peking
Nordkorea zieht Arbeiter aus Sonderwirtschaftszone ab - Verwirrung um neuen Atomtest Nordkoreas - Südkoreas Vereinigungsminister berichtet von verstärkten Aktivitäten, Verteidigungsminsterium dementiert
Die Regierung in Seoul vermutet, dass Nordkorea noch diese Woche Raketen startet
"Kein Ärger im Vorhof" - USA verschieben Raketentest
Auch wenn bei uns in den Ostalpen die Verhältnisse PR-mäßig natürlich weicher präsentiert werden:
Die ominösen Machtzirkel, der Onkel, die Tante ... sind uns derlei Verhältnisse wirklich fremd?
Ich meine, da lässt nicht nur Niederösterreich, sondern durchaus ein Wesenszug auch unserer ganzen Republik grüßen, die in Wahrheit ebenso wenig eine Volks- und demokratische ist wie Nordkorea - unser ganz eigenes Politbüro aus Feymann-Friends, Dichands, Prölls, Konrad et alt. steht den härtesten polit-oligarchischen Prinzipien mit Sicherheit kaum hinterher!
die kommunistische diktaur hat gar nichts zum besten gegeben. auf einigen photos war eine junge frau zu sehen, das war alles. eine "schmonzette" daraus gemacht haben standard, krone und der rest von europas medienboulevard.
es hat auch nicht alle welt "spekuliert", ob er verliebt ist. spekuliert hat die medienmaschine, normalen menschen dürfte herzlich egal sein, ob kim jong un verliebt ist, verspannt ist, schnupfen hat oder am liebsten lasagne isst. diese art von "neugier" ist das privileg jener, die den ganzen tag irgendwelche nachrichten verbreiten müssen (wahr, unwahr, erfunden, erlogen oder herbeiphantasiert ist völlig egal), weil das ihr tägliches brot ist.
nur damit hier nichts verwechselt wird.
Insbesondere Südkorea hat leider keine grosse Lust auf die Integration Nordkoreas, ein Volk von 23 Mio von denen 5 Mio. immer hungern und dadurch lebenslange Entwicklungsschäden haben. Von denen fast 1 Mio in den letzten 15 Jahren in einem Arbeitslager waren, 300T derzeit in Arbeitslagern sind und traumatisiert sind, dessen Bevölkerung keinerlei Vorstellung der Welt ausserhalb des Landes hat.
Nach dem 2WK hies es "niemals wieder"... leider sind das nur hohle Worte...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.