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László Csatáry heute.
Budapest - Dass László Csatáry tatsächlich in Ungarn vor Gericht gestellt wird, bezweifeln die meisten Experten. "Ich bin nicht sicher, dass es juristische Folgen haben wird mit dieser konservativen Regierung", sagte etwa der französische Nazijäger Serge Klarsfeld der Nachrichtenagentur AFP. Und auch Claudia Kuretsidis-Haider von der Forschungsstelle österreichische Nachkriegsjustiz meint: "Die Prozess-Wahrscheinlichkeit geht gegen null. Diese alten Männer finden immer einen Arzt, der ihnen Verhandlungsunfähigkeit attestiert." Trotzdem sei es wichtig, dass Csatáry gefunden wurde, meint sie: "Diese Leute sollen sich nie sicher fühlen, auch wenn sie 100 sind."
Der Ungar Csatáry ist derzeit die Nummer eins auf der Liste der meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher des Simon Wiesenthal Centers. Am Sonntagabend meldete die "Sun", ihre Reporter hätten den heute 97-Jährigen in einer Wohnung in Budapest aufgespürt und fotografiert. Der Mann habe jedoch gegenüber den Reportern die Vorwürfe zurückgewiesen.
Nach Kanada geflohen
Csatáry war während der NS-Zeit Polizeikommandant in Kosice in der ungarisch besetzten Slowakei und soll für die Deportation von fast 16. 000 Juden aus Kosice nach Auschwitz 1944 verantwortlich sein. Zudem soll er laut Zeitzeugen besonders brutal gegen die Bevölkerung vorgegangen sein.
Nach dem Krieg war Csatáry nach Kanada geflohen, 1997 verließ er das Land und tauchte unter - bis Mitarbeiter des Wiesenthal Centers im Zuge der Operation "Letzte Chance" 2011 Hinweise fanden, dass er sich in Budapest aufhalte. Mithilfe dieser Hinweise soll es auch den Sun -Reportern gelungen sein, Csatáry zu finden.
Efraim Zuroff, Direktor des Wiesenthal Centers in Jerusalem, will den ungarischen Behörden bereits 2006 Beweise geliefert haben, dass Csatáry sich in Ungarn aufhält - ohne Konsequenzen. Er hoffe, dass nun gegen Csatáry ermittelt werde, sagte Zuroff der AFP.
Für Nazijäger Klarsfeld ist die Entdeckung Csatárys nicht von großer Bedeutung: Der Ungar sei zwar die Nummer eins der Wiesenthal-Liste - das liege aber nur daran, dass die meisten flüchtigen Verbrecher bereits tot seien. "Vor 30 Jahren wäre er Nummer 3500 gewesen", so Klarsfeld. (tob, DER STANDARD, 17.7.2012)
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Alle, die hier so selbstgerecht fordern, einen Schlussstrich zu ziehen, sollten sich einmal mit Shoa-Überlebenden oder deren Kindern unterhalten, deren Familien von Leuten wie Csatáry komplett ausgelöscht wurden, die ohne Eltern bzw. Großeltern, Onkel, Tanten, Geschwister aufwachsen mussten. Dieses Trauma wird noch weit in nachfolgende Generationen hineinwirken. Hier nach einem "Schlussstrich" zu rufen, ist einfach nur zynisch!
über den irischen Verbrecher zu berichten der 2 kleine Kinder in Ungarn totfuhr, sich mal schön nach Irland absetzte und seitdem straffrei vergnügt dort leben darf!!
aber waren ja nur "2 Kinder" und noch dazu ungarische... schöne moral!!!
Sie können jedes Verbrechen relativieren und sagen, da gibts ja noch was Ärgeres, noch was Aktuelleres.
Das ändert aber nichts daran, daß man einen Verbrecher, dessen man endlich habhaft werden konnte, nicht ungeschoren lassen kann.
Was das mit Moral und schon gar doppelter zu tun hätte, erschließt sich mir nicht.
Schüssel wird rüberfahren und auf den Herrn eine Lobrede halten. Orban wird´s gefallen und Schüssel wird Ehrenbürger Ungarns und ausserordentliches Mitglied von Fidesz.
Warum nicht, so krank wie sich das derzeit alles anfühlt.....
in Ungarn zum Tode verurteilt. Da würde doch eine Feststellung der Personalien und eine Umwandlung in lebenslange Freiheitsstrafe zwecks raschem Einkasteln möglich sein. Nur weil ein Urteil nicht vollstreckt wurde muß man doch nicht den Prozeß neu aufrollen....
Es war in der CSSR in seiner Abwesenheit.
Diese Urteile erkennt Ungarn nicht an, da kommunistisch und ohne Verteidigungsmöglichkeit.
Ausliefern: an wen? Am ehesten an die Slowakei.
Daher das Argument, dass der Prozess neu aufgerollt werden müsste.
Es ist nicht erwiesen, dass er nach dem Krieg noch in H war. 49 ist er in Kanada aufgetaucht.
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