UniCredit verkauft alle Aktien an Porr-Chef

Claudia Ruff, 16. Juli 2012, 21:26
  • Karl-Heinz Strauss brachte 2010 seine Firma in die Porr ein. Stimmt die Übernahmekommission zu, hat er im Herbst 43 Prozent an dem 1869 gegründeten Bauunternehmen.
    foto: apa/georg hochmuth

    Karl-Heinz Strauss brachte 2010 seine Firma in die Porr ein. Stimmt die Übernahmekommission zu, hat er im Herbst 43 Prozent an dem 1869 gegründeten Bauunternehmen.

Porr-Chef Strauss hat von der B&C Industriestiftung, hinter der die UniCredit steht, alle Anteile übernommen und ist mit 43 Prozent größter Aktionär der Porr

Wien - Nach monatelangen Verhandlungen hat die Beteiligungsgesellschaft von Porr-Chef Karl-Heinz Strauss, Strauss und Partner (SuP), am Montagnachmittag sämtliche Stamm-, Vorzugsaktien und Kapitalanteilsscheine der UniCredit, und damit 37 Prozent der Porr-Stimmrechte erworben.

Die Anteile der UniCredit waren in der B & C Industriestiftung gebündelt, die unter Ex-Bank-Austria-Chef Gerhard Randa gegründet worden ist. Die UniCredit Tochter Bank Austria besaß die Porr-Genuss-Rechte.

Strauss hielt seit seiner Ernennung zum Porr-Chef, 2010, bereits sechs Prozent am Bauunternehmen. Mit 43 Prozent ist er - vorbehaltlich Zustimmung der Übernahmekommission - damit der größte Aktionär, gefolgt vom Tiroler Gebäudetechnikunternehmer Klaus Ortner, der 30 Prozent an der Porr hält. SuP wird in das Syndikat mit Ortner eintreten. Über den Kaufpreis werden keine Angaben gemacht. Gemessen am Börsenkurs war das Aktienpaket Anfang Juni noch 100 Mio. Euro wert. Mittlerweile sank der Kurs der Porr-Aktien um 20 Prozent.

Früchte des Porr-Engagement

Unverändert bleibt der Anteil der Vienna Insurance Group (sieben Prozent) und der türkischen Renaissance-Gruppe (zehn Prozent). Im Herbst, wenn wie geplant die lang ersehnte Kapitalerhöhung erfolgt, soll der Streubesitz-Anteil erhöht werden.

Wenn alles klappt, so hört man aus dem Konzern, könnte bald schon das Engagement der Porr in Doha (Katar) erste Früchte tragen. Beim Auftrag für den Bau einer U-Bahn soll die Porr sehr gute Karten haben. Erst jüngst hat der Baukonzern einen Großauftrag für das umstrittene Projekt S21 in Stuttgart erhalten. Bei dem 100-Millionen-Auftrag müssen Gleise auf einer Länge von etwa 300 Metern über eine Dauer von drei Jahren unter Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs in Nacht- und Wochenendsperrpausen unterfahren werden. Die Baulose grenzen direkt an den bereits vor einem Jahr von der Deutschen Bahn vergebenen Tunnel-Großauftrag, der unter der technischen Federführung der Porr steht.

Die Porr-Tochter UBM und die Warimpex verkaufen indessen in Warschau das Hotel Intercontinental. Exklusive Verkaufsgespräche gibt es derzeit mit dem deutschen Deka-Fonds. (Claudia Ruff, DER STANDARD, 17.7.2012)

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Das wäre für mich wie eine Alarmglocke bei PORR auszusteigen!

UniCredit traut dem Frieden mit den ach so tollen Aufträgen in Stuttgart offenbar auch nicht.

Oder UniCredit braucht einfach dringend Geld.

Vorsicht bei PORR,

die Firma ist in größten wirtschaftlichen Schwierigkeiten und läuft Gefahr generaliter abzugurgeln.

schon wieder ein Karl-Heinz

Warum verkauft UniCredit?

Die sollen doch froh sein, wenn sie irgendwo eine solide Beteiligung haben. Die eigene Aktie ist, rechnet man den Kapitalschnitt ein, jetzt wohl schon weniger als 20 Cent wert.

Gilt schon die Unschuldsvermutung oder kommt das erst?

Ein Sumpf!

Seit Herr Hampel Vorsitzender des Stiftungsvorstandes ist gibt es nur mehr hoechst dubiose deals unter "Freunden" zu hoechst dubiosen Bedingungen. Ein entsetzlicher Sumpf!

erzählen sie uns mehr!

ein gutes Geschäft für Strauss

kann nur ein schlechtes für die andere Seite sein. Warum macht Hampel das? Was hat er davon?

hat der karl-heinzi satte 100mille

cash, dann wird sich wohl der staatsanwalt dafür interessieren müssen, hat er es nicht, dann fagt man sich wie die unicredit den karl-heinzi finanziert und wo sind die sicherheiten .... wieder eine sache für den staatsanwalt.

Schon der Name bürgt für Qualität.

Karl-Heinz passt ganz prächtig zu dubios.

entweder steckt ein partner (geldgeber) dahinter, oder die uni credit hat ihm das günstig finanziert...
als sicherheit dienen die anteile, also gehört das ganze de facto noch immer der uni credit aber er darf so tun, als halte er 43 prozent...

Ich werde das Gefühl nicht los....

.... Dass da was stinkt.

den banken

muss es wirklich dreckig gehen.

Ob da wohl wer was weiß?

Wenn der Vorstand alle verfügbaren Aktien aufkauft dürfte der Satz: "Beim Auftrag für den Bau einer U-Bahn soll die Porr sehr gute Karten haben." wohl etwas veraltet sein. :-)

Ich frage mich ob wir den Herren auch bald vorm U-Ausschuss sehen? - Wobei, so ein bischen Insiderhandel ist ja "no, na, ned, part of the Game" oder?

wo sehen sie da einen insiderhandel? ein großaktionär verkauft sein aktienpaket einem andern. das wars auch schon.

in wien

bekommen sie keinen öffentlichen auftrag, wenn sie nicht vorher...

und der UniCredit-Berater sagt mir morgen in der Filiale ich soll Porr-Aktien kaufen? Guter Tip.

Puhh, da wird aber fleissig schwarz zu weiss gewaschen

Wir dürfen gespannt sein wann es, so wie bei dem anderen Karli-Heinzi, am Ender seiner Artikel heissen wird: "Es gilt die Unschuldsvermutung"

Herrenknecht sorgt schon für sich und seine Kunden.

Treffend formuliert!

wenn man den Artikel so liest fragt man sich schon wie Insiderhandel eigentlich definiert wird. Da kauft ein Vorstand den Grossteil der Aktien deren wert seit dem er dort als Vorstand tätig ist massiv gefallen ist. Der gute Herr weiss doch ganz bestimmt wie es wirklich um den Auftrag in Doha ausschaut, ich schätze jetzt mal echt nicht soo schlecht sollte man vielleicht drauf wetten ;-)

i glaub auch nicht so schlecht!

Also, dass der Porr-Chef grösster Aktionär der Porr ist,

das glaub ich sogar, ohne den Artikel durchzulesen;-))

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