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Karl-Heinz Strauss brachte 2010 seine Firma in die Porr ein. Stimmt die Übernahmekommission zu, hat er im Herbst 43 Prozent an dem 1869 gegründeten Bauunternehmen.
Wien - Nach monatelangen Verhandlungen hat die Beteiligungsgesellschaft von Porr-Chef Karl-Heinz Strauss, Strauss und Partner (SuP), am Montagnachmittag sämtliche Stamm-, Vorzugsaktien und Kapitalanteilsscheine der UniCredit, und damit 37 Prozent der Porr-Stimmrechte erworben.
Die Anteile der UniCredit waren in der B & C Industriestiftung gebündelt, die unter Ex-Bank-Austria-Chef Gerhard Randa gegründet worden ist. Die UniCredit Tochter Bank Austria besaß die Porr-Genuss-Rechte.
Strauss hielt seit seiner Ernennung zum Porr-Chef, 2010, bereits sechs Prozent am Bauunternehmen. Mit 43 Prozent ist er - vorbehaltlich Zustimmung der Übernahmekommission - damit der größte Aktionär, gefolgt vom Tiroler Gebäudetechnikunternehmer Klaus Ortner, der 30 Prozent an der Porr hält. SuP wird in das Syndikat mit Ortner eintreten. Über den Kaufpreis werden keine Angaben gemacht. Gemessen am Börsenkurs war das Aktienpaket Anfang Juni noch 100 Mio. Euro wert. Mittlerweile sank der Kurs der Porr-Aktien um 20 Prozent.
Früchte des Porr-Engagement
Unverändert bleibt der Anteil der Vienna Insurance Group (sieben Prozent) und der türkischen Renaissance-Gruppe (zehn Prozent). Im Herbst, wenn wie geplant die lang ersehnte Kapitalerhöhung erfolgt, soll der Streubesitz-Anteil erhöht werden.
Wenn alles klappt, so hört man aus dem Konzern, könnte bald schon das Engagement der Porr in Doha (Katar) erste Früchte tragen. Beim Auftrag für den Bau einer U-Bahn soll die Porr sehr gute Karten haben. Erst jüngst hat der Baukonzern einen Großauftrag für das umstrittene Projekt S21 in Stuttgart erhalten. Bei dem 100-Millionen-Auftrag müssen Gleise auf einer Länge von etwa 300 Metern über eine Dauer von drei Jahren unter Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs in Nacht- und Wochenendsperrpausen unterfahren werden. Die Baulose grenzen direkt an den bereits vor einem Jahr von der Deutschen Bahn vergebenen Tunnel-Großauftrag, der unter der technischen Federführung der Porr steht.
Die Porr-Tochter UBM und die Warimpex verkaufen indessen in Warschau das Hotel Intercontinental. Exklusive Verkaufsgespräche gibt es derzeit mit dem deutschen Deka-Fonds. (Claudia Ruff, DER STANDARD, 17.7.2012)
Der bis dato größte Auftrag für den Baukonzern umfasst 16,6 Kilometer Schienen und sechs Stationen
Optimistischer Ausblick auf Gesamtjahr 2013
Stamm- und Vorzugsaktien werden verschmolzen - Konzentration auf Heimmarkt
cash, dann wird sich wohl der staatsanwalt dafür interessieren müssen, hat er es nicht, dann fagt man sich wie die unicredit den karl-heinzi finanziert und wo sind die sicherheiten .... wieder eine sache für den staatsanwalt.
Wenn der Vorstand alle verfügbaren Aktien aufkauft dürfte der Satz: "Beim Auftrag für den Bau einer U-Bahn soll die Porr sehr gute Karten haben." wohl etwas veraltet sein. :-)
Ich frage mich ob wir den Herren auch bald vorm U-Ausschuss sehen? - Wobei, so ein bischen Insiderhandel ist ja "no, na, ned, part of the Game" oder?
wenn man den Artikel so liest fragt man sich schon wie Insiderhandel eigentlich definiert wird. Da kauft ein Vorstand den Grossteil der Aktien deren wert seit dem er dort als Vorstand tätig ist massiv gefallen ist. Der gute Herr weiss doch ganz bestimmt wie es wirklich um den Auftrag in Doha ausschaut, ich schätze jetzt mal echt nicht soo schlecht sollte man vielleicht drauf wetten ;-)
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