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Budapest - Das ungarische Verfassungsgericht AB hat am heutigen Montag ein umstrittenes Verfassungsgesetz über die Pensionierung von Richtern mit 62 statt 70 Jahren außer Kraft gesetzt. 274 heuer pensionierte, ungarische Richter können sich nun an das ungarische Arbeitsgericht wenden. Die neue ungarische Verfassung war Anfang des Jahres in Kraft getreten und war nicht nur seitens des Verfassungsgerichtes, sondern auch von der Europäischen Kommission und des Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg überprüft worden.
Das Verfassungsgericht hat die Frühpensionierungen nicht nur formell, sondern auch inhaltlich beanstandet. Dabei waren die 14 Richter hinsichtlich des Urteils gespalten. Entscheidend war schließlich die Stimme des AB-Vorsitzenden. Laut AB würde die Senkung des Rentenalters das "Prinzip der richterlichen Unabsetzbarkeit" verletzen. Dieses auf das Jahr 1869 zurückgehende Prinzip sei eine der "Hauptgarantien" für die Sicherung der Unabhängigkeit der Gerichte und der Richter, hieß es in der Urteilsbegründung.
Das oberste Pensionsalter ungarischer Richter lag nahezu eineinhalb Jahrhunderte bei 70 Jahren, bis die rechtskonservative Regierung von Premier Viktor Orban das änderte. Die EU-Kommission hatte deswegen Klage vor dem Europäischen Gerichtshof erhoben. Sie sah die Unabhängigkeit der Richter in Gefahr, da durch eine befristete Herabsetzung des Pensionsalters viele Richter vorzeitig in Pension geschickt und durch der Partei Orbans nahestehende Juristen ersetzt werden können. Die ungarische Opposition teilte diese Bedenken. (APA, 16.7.2012)
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die diesbezügliche Klage gegen Ungarn auf einen baldigen Termin angesetzt entgegen dem Wunsch des ungarischen Vertreters.
Wahrscheinlich wird Ungarn verurteilt, und die entlassenen Richter müssen wieder eingesetzt werden.
Vor ein paar Tagen publizierte einer dieser Richter, dass er von seiner Entlassung aus dem Amtsblatt erfuhr und er persönlich nicht benachrichtigt wurde.
So schaut es im autokratisch werdenden östlichen Nachbarland aus.
2/3 der aktuell Betroffenen sind schon in der Pension(!)
nur sie arbeiten weiter und kriegen ihr Gehalt zusätzlich ausbezahlt.
Übrigens, für diese Posten warten dreimal so viele jüngere...
Wie viele unter ihnen waren mit 45 schon Richter?
Warum hat die Fidesz und davor die MDF sich ihrer nicht entledigt, als man noch nicht in der EU war?
Vielleicht wissen sie nach Qualtinger "so viele Gschichten, die andre Leute störn!" ?
Jetzt ist z'spat - gleiches Recht für Alle, auch für die Kummerl.
„Das Verfassungsgericht von Ungarn scheint sich damit ähnlichen juristischen Bedenken anzuschließen (wie jenen, Anm.), die die Kommission mit einem Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (...) angesprochen hat“, teilte Reding mit.
...vom Freiheitskampf zur Gegenrevolution?
Interessante Videos:
http://www.youtube.com/watch?v=JmbFlKH_l4Q
http://www.youtube.com/watch?v=bjiD3PWUYPU ?
Die bereits entlassene Richter können jetzt klagen. Bis die Klagen erledigt sind, haben die Entlassenen bereits ellenlange Bärte und sitzen im Rollstuhl.
Wer hat sein Ziel erreicht?
Ist Orbán tatsächlich in der Sackgasse?
Orban als EU Ratspräsident: "Brüssel kann uns nicht diktieren"
Das heißt "Die EU kann uns nicht diktieren..."- sagte Orban - ich wiederhole - als EU-Ratspräsident...
Aber wir sind doch auch die EU... Ungarn ist auch die EU...
Also ist Orbán nicht in einer Sackgasse seiner Gedanken?
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