Mission Gruppenphase beginnt in Düdelingen

16. Juli 2012, 21:21
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Salzburg-Trainer Schmidt vor Duell mit Luxemburger Außenseiter: "Gruppenphase nicht unwahrscheinlich" - Jantscher und Teigl erkrankt - Hannover-Stürmer Ya Konan angeblich im Visier der Bullen

Düdelingen  - In der luxemburgischen Kleinstadt Düdelingen will Double-Gewinner Salzburg am Dienstag (18.30 Uhr) den Champions-League-Stein ins Rollen bringen. Noch immer wartet man in der Red-Bull-Ära auf den Einzug in die Gruppenphase, dank der Setzung in allen Quali-Runden ist die Aufgabe heuer so realistisch wie noch nie. Neo-Trainer Roger Schmidt ist zuversichtlich. "Der Traum in die Gruppenphase zu kommen, ist spürbar, und es ist auch nicht unwahrscheinlich", erklärte der Deutsche, der sich für das Heimrückspiel am 24. Juli eine komfortable Ausgangsposition schaffen will.

Nach sechs Siegen in sieben Testpartien sowie dem - allerdings spielerisch durchwachsenen - 2:0-Erfolg beim Wiener Sportklub in der ersten ÖFB-Cup-Runde ist Schmidt von seiner Truppe angetan. Sowohl die Qualität als auch die Mentalität stimme. "Wir haben ja auch schon in der Vorbereitung gegen verschiedene Mannschaften aus internationalen Ländern gespielt, Mannschaften mit Qualität. Von daher konnten wir uns gut auf den Start in die CL-Qualifikation vorbereiten", erklärte der 45-Jährige. "Es haben nicht nur die Ergebnisse gepasst, sondern ich war auch zufrieden mit der Art und Weise, wie die Mannschaft gespielt hat."

Gegen den Sportklub vertraute Schmidt im ersten Saisonpflichtspiel jenem Personal, das schon in der Vorsaison zum Stamm gehörte. In Düdelingen ist er aber zu Umstellungen gezwungen. Denn die Flügelflitzer Jakob Jantscher und Georg Teigl meldeten sich am Montagmorgen krank. Weiterhin muss er auch auf Neuverpflichtung Christopher Dibon verzichten, dem die nach seinem Wadenbeinbruch im Februar eingesetzten Platten Ende Juni entfernt wurden. Die zuletzt angeschlagenen Cristiano, David Mendes und Gonzalo Zarate sind aber dabei. Schmidt: "Es sieht im Moment so aus, als wenn sie alle drei spielen könnten."

Kommt Ya Konan?

In Zukunft könnte sich die Auswahl des Trainers an Offensivspielern noch weiter vergrößern. In den Medien machen Gerüchte die Runde, wonach Red-Bull-Sportchef Ralf Rangnick den Hannover-Stürmer Didier Ya Konan verpflichten will. Der ivorische Stürmer kann den Bundesligisten bei einem Angebot von acht Millionen Euro verlassen, das hat er sich - so berichtet die Bild-Zeitung, in seinem Vertrag festschreiben lassen. Ya Konan erzielte bei Hannover, wo Rangnick von 2001 bis 2004 als Trainer arbeitete, in 95 Spielen 30 Tore.

"Es sind ganz enge Entscheidungen"

Den Weg nach Luxemburg traten auch die Neuzugänge Stefan Ilsanker und Florian Klein an, die im Cup noch zu Hause bleiben mussten, weil nur 16 Spieler auf dem Spielbericht stehen durften. "Es sind ganz enge Entscheidungen, diese Spieler sind auch extrem nahe dran an der ersten Elf", erklärte der Deutsche. "Von daher sehe ich das im Moment sehr positiv, dass wir da Möglichkeiten haben."

Während unter Vorgänger Ricardo Moniz die intensive Rotation zum kleinen Trainer-Ein-Mal-Eins gehörte, ist eine solche Herangehensweise von Schmidt nicht zu erwarten. Allerdings, so betonte der ehemalige Paderborn-Coach, würden auch unter ihm keine Stammplätze vergeben. "Wir haben alle vier Tage ein Spiel. Eine Aufstellung ist daher immer ein lebendes Gebilde, das jedes Mal wieder neu optimiert werden muss. Ich suche keine Stammelf, sondern nur die beste Formation für jedes Spiel", betonte Schmidt.

Indes zeigt man auch vor dem internationalen "Niemand" Düdelingen Respekt, beide Spiele der ersten Quali-Runde (7:0/heim, 4:0/auswärts) gegen San Marinos Meister Tre Penne wurden beobachtet. "Man hat gesehen, dass sie sich locker und leicht durchgesetzt haben", erklärte Schmidt. "Die Qualität der Mannschaft aus San Marino darf man aber nicht überbewerten, ich glaube schon, dass zwischen den beiden Teams ein extremer Unterschied war."

Düdelingen ist "torgefährlich"

Schon der Blick auf den Spielbericht gibt Aufschlüsse: Die "Drei Federn" agierten u.a. mit einem 47-jährigen Innenverteidiger, einem 39-jährigen Spielmacher und einem 37-jährigen Stürmer. Dennoch warnte Schmidt: "Düdelingen ist eine Mannschaft, die in der Lage ist, auch in der Offensive schnell umzuschalten, torgefährlich ist." So oder so zählt nur ein Sieg: "Wir wissen, dass uns dort nichts geschenkt wird, dass wir eine Topleistung abliefern müssen, um uns dann durchzusetzen. Aber das trauen wir uns auch zu." (APA/red, 16.7.2012)

Qualifikation zur Fußball-Champions-League, 2. Runde, Hinspiel:

F91 Düdelingen (LUX) - Red Bull Salzburg

Dienstag, 18.30 Uhr, Stadion "Jos Nosbaum", SR Anar Salmanow/AZE

Mögliche Aufstellungen:

Düdelingen: Joubert - Martino, Prempeh, Caillet, Betorangal - Benzouien, Legros, Steimetz, Haddaji, Da Mota - Joachim

Ersatz: Menetrier - Malget, Tournut, Touray, Zeghdane, Payal, Hug, Gomez, Melisse, Kitenge, Post

Salzburg: Walke - Schwegler, Sekagya, Hinteregger, Ulmer - Leitgeb, Mendes - Zarate, Cristiano, Svento - Maierhofer

Ersatz: Gustafsson - Douglas, Schiemer, Klein, Ilsanker, Lindgren, Soriano

Es fehlen: Alan (rekonvaleszent), Dibon (noch nicht fit), Jantscher, Teigl (beide erkrankt), Boghossian, Savic, Hierländer

Rückspiel am Dienstag, 24. Juli, 18 Uhr, in Salzburg. Der Sieger des Duells steigt in die 3. und vorletzte Qualifikationsrunde auf (31.7./1.8. bzw. 7./8.8.). Salzburg ist im Fall des Aufstiegs dort gesetzt, die Auslosung geht bereits am Freitag, 20. Juli (12 Uhr), in Nyon über die Bühne

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    "Wir wissen, dass uns dort nichts geschenkt wird, dass wir eine Topleistung abliefern müssen"

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