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München/Wien - Bei Opel soll die Unsicherheit nach dem Rücktritt von Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke rasch ein Ende haben: Der Aufsichtsrat will am Dienstag einen neuen Chef küren, wie es am Montag im Umfeld des Autobauers hieß. Die besten Chancen werden Strategievorstand Thomas Sedran eingeräumt, der erst vor gut drei Monaten als Sanierungsexperte zu der taumelnden GM-Tochter geholt wurde. Opel selbst wollte sich zu der bevorstehenden Sondersitzung des Kontrollgremiums nicht äußern. "Wir können das nicht bestätigen", sagte ein Sprecher. "Wir teilen grundsätzlich nie Termine und Tagesordnungen von Aufsichtsratssitzungen mit."
Nach dem abrupten Abgang von Stracke in der vergangenen Woche führt Opel-Chefkontrolleur Stephen Girsky kommissarisch die Geschäfte von Opel und General Motors (GM) in Europa. Strackes Nachfolger werde zunächst nur übergangsweise bestellt, schrieb das "Handelsblatt". Bei der Suche nach einer Dauerlösung wolle sich GM bis Jahresende Zeit lassen. Für lange Engagements von Vorstandsvorsitzenden ist Opel indes nicht bekannt: Allein in den vergangenen drei Jahren wurden drei Chefs verschlissen. Seit der Blütezeit des Traditionskonzerns in den 1970er Jahren wechselten sich 15 Leute an der Spitze ab.
Favorit Sedran
Der als Favorit für den Chefposten gehandelte Sedran betreut Opel seit 2009; damals war der promovierte Ökonom bei der Münchner Unternehmensberatung AlixPartners, die den Rüsselsheimern bei der Restrukturierung zur Hand gehen sollte. Am 1. April dieses Jahres wechselte der 47-Jährige in den Opel-Vorstand und übernahm das neu geschaffene Ressort "Operations, Geschäftsentwicklung und Unternehmensstrategien". Sein Job ist es bis dato, für langfristiges Wachstum des schwächelnden Autobauers zu sorgen - "in Europa und darüber hinaus", wie es bei Opel explizit heißt.
Das Rüsselsheimer Unternehmen leidet wie andere Massenhersteller unter der Absatzflaute im Kernmarkt Europa. In den Wachstumsregionen der Welt, etwa in China oder Lateinamerika, dürfen die Deutschen ihre Fahrzeuge auf Geheiß der US-Mutter nicht verkaufen, denn dort will GM mit anderen Tochtermarken punkten. Opel verabschiedete erst Ende Juni ein umfassendes Sanierungskonzept, das hohe Investitionen in neue Modelle, eine engere Zusammenarbeit mit dem - ebenfalls krisengeschüttelten - französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen sowie Kostensenkungen vorsieht. Die Kooperation mit dem zweitgrößten europäischen Pkw-Bauer nach VW wird von Strategiechef Sedran begleitet.
Der Sanierungsplan, den der Opel-Aufsichtsrat gebilligt hatte, sieht zudem eine Standortgarantie für alle vier deutschen Werke bis Ende 2016 vor. Nach dem Chefwechsel erwarten Arbeitnehmer und Experten nun aber harte Einschnitte. Girsky kündigte in einer Mail an die Beschäftigten, aus der mehrere Zeitungen zitiert hatten, bereits an, dass das Geschäft anders gemacht werden müsse als bisher. Jeder Einzelne sei verantwortlich für die Ergebnisse. Die deutsche Regierung erklärte am Montag, sie gehe davon aus, dass General Motors sich an die Absprachen mit den Beschäftigten halte. "Es gibt ein Interesse an der Entwicklung - natürlich - aber es gibt keine Gespräche", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.
Magna will nichts mehr davon wissen
Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna sieht sich unterdessen nach seinem fehlgeschlagenen Kaufversuch nicht mehr als möglicher Opel-Retter. Eine Übernahme sei für Magna kein Thema, sagte eine Sprecherin am Montag. Zuvor hatte das Machtvakuum zu Spekulationen geführt, GM wolle die Verluste der Europa-Tochter nicht mehr tragen. Der US-Konzern hatte im Zuge seines eigenen Insolvenzverfahrens vor einigen Jahren den Verkauf von Opel geplant. Damals stand Magna gemeinsam mit russischen Investoren als Käufer bereit und hatte den Deal nahezu ausverhandelt. GM war dann aber in letzter Minute abgesprungen und hatte sich entschlossen, die Tochter doch zu behalten. Die seither durchlaufenen Sanierungsprogramme tragen wegen der Absatzkrise in Europa nur wenig Früchte. In den vergangenen zehn Jahren summierte sich der Verlust von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall auf 14 Mrd. Dollar (11,5 Mrd. Euro). (APA/Reuters, 16.7.2012)
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Und das schon seit langem. Meiner Meinung nach besser als viele andere Konkurrenzfahrzeuge wie VW usw. Das kann ich ruhigen Gewissens behaupten, da von mir vergleichbare Modelle (Passat beruflich und Insignia privat) gefahren werden.
Tja und wie wäre es, wenn die Kunden mal nachdenken würden, was und wo sie kaufen. Europäische Qualitätsprodukte oder Asienschrott? Dann klappts auch mit der EU-Wirtschaft!
Unglaublich, aber wahr - siehe: http://www.automobile.at/herstelle... /adam.html
Non-retro, knuffig, eigenständig. Das wird ein Erfolg wie der Corsa B damals!
Hat man erst mal Einblicke in die tiefen Abgründe bei Opel, will man schnell wieder weg, so wie Ratten auf einem sinkenden Schiff.
Alleine die wahrscheinlich bewusst dumm gehaltenen Opel Arbeiter glauben noch an die Autos die sie bauen.
Wobei - bei allem Respekt vor den Leuten - Opel ist ist kein Auto, sondern ein Zustand, und allmählich wird das auch GM bewusst.
Nur wird sich jetzt kein Käufer mehr finden ... und ein Werk nach dem anderen wird schliessen.
Und irgendwann wird Opel so eine Rarität sein wie Saab heute.
Ich weiß zwar nicht, wie es im Opel-Vorstand aussieht, aber die Autos sind definitiv gut. Meiner Meinung nach besser als viele andere Konkurrenzfahrzeuge wie VW usw. Das kann ich ruhigen Gewissens behaupten, da von mir vergleichbare Modelle (Passat beruflich und Insignia privat) gefahren werden.
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