Hillary Clinton sieht "Zeit der Ungewissheit" im Nahen Osten

US-Außenministerin spricht aber auch von einer "Chance auf Frieden"

Tel Aviv - US-Außenministerin Hillary Clinton sieht angesichts der Umwälzungen in der arabischen Welt eine "Zeit der Ungewissheit, aber auch der Chancen". Bei einem Besuch in Israel sprach Clinton am Montag von einer "Chance, unsere gemeinsamen Ziele der Sicherheit, Stabilität, des Friedens und der Demokratie voranzutreiben".

Der Atomstreit mit dem Iran sei bei ihren Gesprächen mit der israelischen Führung ebenso Thema wie der Regimewechsel in Ägypten und die Syrienkrise, sagte Clinton nach einem Treffen mit dem israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres. Am Morgen hatte sie ein Gespräch mit ihrem israelischen Amtskollegen Avigdor Lieberman geführt.

Peres sagte, er habe mit Clinton über die Wichtigkeit der israelischen Beziehungen zu Ägypten gesprochen. Er betonte, der 1979 abgeschlossene Friedensvertrag mit dem arabischen Nachbarland sei auch nach dem Sieg der Islamisten von zentraler Bedeutung. "Die Tatsache, dass Frieden zwischen uns herrscht, hat das Leben hunderttausender Menschen gerettet", sagte Peres. Zu der Iran-Frage sagte er, es herrsche weltweit Einigkeit, dass eine iranische Atombombe jeden gefährden könnte.

Clinton will sich bei ihrem ersten Besuch seit fast zwei Jahren auch um Fortschritte im festgefahrenen Nahost-Friedensprozess bemühen. Am Nachmittag wollte sie den palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fayyad treffen. (APA, 16.7.2012)

Share if you care