Grüne stellen sich hinter Heinisch-Hosek

16. Juli 2012, 11:53
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Die Frauensprecherin Judith Schwentner will eine Quote für Aufsichtsräte, in Folge für private Unternehmen - Wettbewerbsnachteil befürchtet

Wien - Die Grünen kritisieren, dass Familien- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner von der ÖVP in der Diskussion um eine Frauenquote den Aspekt ignoriere, dass österreichischen Unternehmen wegen des geringen Frauenanteils ein Wettbewerbsnachteil drohe. Spanien und Frankreich hätten nämlich eine 40-Prozent-Quote (etwa für Aufsichtsräte) und es stehe im Raum, dass sich bei öffentlichen Ausschreibungen nur mehr Unternehmen bewerben könnten, die diese Quote erfüllen, erläuterte die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner.

Es gebe in Österreich aber kaum Unternehmen mit einem so hohen Frauenanteil, weshalb ein "enormer Wettbewerbsnachteil" drohe, ist die Abgeordnete überzeugt. Schwentner will als ersten Schritt eine Quote von 40 Prozent in Aufsichtsräten und Vorständen staatsnaher Unternehmen und in weiterer Folge auch eine Quote für private Unternehmen. (APA, 16.7.2012)

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