Nexus Q: XBMC und CyanogenMod 9 laufen

Andreas Proschofsky
16. Juli 2012, 13:23
  • Das Nexus Q freut sich über Hacks aller Art - zumindest hat Google die Community auf der I/O-Konferenz offen dazu aufgefordert.
    grafik: google

    Das Nexus Q freut sich über Hacks aller Art - zumindest hat Google die Community auf der I/O-Konferenz offen dazu aufgefordert.

Erste größere Hacks für Googles Musik-"Sphäre" - Gerät wird zum beliebten Bastelobjekt

Ein Experiment, das für die breite Masse angesichts des hohen Preises und der aktuell reichlich eingeschränkten Funktionalität nun von geringem Interesse ist - so lautete das Fazit des WebStandard-Tests zu Googles Nexus Q. Das hält die Android-Community natürlich nicht davon ab, gleich mal zu schauen, was sich aus der Musik-"Sphäre" so alles herauskitzeln lässt.

XBMC

Nach diversen kleineren Experimenten - etwa die obere Halbkugel des Nexus Q als Controller für eine Partie Pong zu verwenden - gibt es nun also die ersten größeren Hacks zu vermelden: Einem Entwickler ist es  gelungen, die erst vor kurzem vorgestellte Android-Version des Media Centers XBMC auf dem Nexus Q zum Laufen zu bringen.

Stream

Die Inhalte können dabei von einem NAS aus dem lokalen Netzwerk gestreamt werden, die Steuerung per XBMC-App am Smartphone vorgenommen werden. Angesichts des frühen Zustands der Software wenig überraschend, gilt es allerdings noch einige Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Allen voran, dass die Performance der Video-Wiedergabe wegen des fehlenden Hardware-Renderings (von XBMC) derzeit noch reichlich zu wünschen übrig lässt.

CyanogenMod

Ebenfalls in die Kategorie "erste Erfolge" ist ein Bericht eines anderen Entwicklers zu verbuchen, der es geschafft hat, die alternative Firmware CyanogenMod 9 auf dem Nexus Q zu booten. Bluetooth und WiFi funktionieren dabei bereits tadellos, als Basis hat er die Version der Software für das Galaxy Nexus verwendet.

Einschränkungen

Derzeit sind nur relativ wenige Exemplare des Nexus Q im Umlauf. Da es noch gar nicht offiziell im Handel erhältlich ist, beschränkt sich die Gruppe der NutzerInnen auf jene, die das Gerät Ende Juni von Google selbst erhalten haben. Zudem scheint eine Verfügbarkeit außerhalb der USA derzeit nicht geplant zu sein. (apo, derStandard.at, 16.07.12)

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13 Postings
also muss man das ding nun hacken (schwachstellen ausnutzen, passwort knacken etc.) oder einfach andre software draufspielen

die begriffsverwurstelung ist schon sehr weit fortgeschritten beim standard

verwechselst du nicht hacken mit cracken?

Man kann das Ding "hacken", und das ist schon der richtige Begriff.

Der "Hacker" als Einbrecher in andere Systeme ist durch die Medien allgemein bekannt.

Eigentlich ist unter dem Begriff "hacken" aber sehr viel mehr zusammengefasst und das "draufspielen" anderer Software (also die Anpassung fremder Software für das Gerät, damit dieses auch außerhalb der vorgegebenen Definitionen benutzt werden kann) ist sehr wohl ein "hack".

Vielleicht mal einfach bei Wikipedia unter "Hacker" nachschlagen, da ist das eh sehr schön beschrieben.

Also für den Anwendungsfall XBMC tuts ein MK802+ mit Android 4 auch.

Ich weiß nicht, aber irgendwie scheint Ouya attraktiver zu sein, vor allem preislich.

Ouya = Konsole
Nexus Q = Kugel gefüllt mit Musik (nicht Rum) ;)

Denke dass Nexus Q auch hier attraktiver wird, sofern es hier auch angeboten wird und sobald man mehr damit machen kann. Das ist ja auch der Vorteil an diesen offenen System und das ist auch der Grund, warum 6.000 Entwickler das Ding bekommen haben ;)

Man kann sich auch alles schönreden.

Die Q soll an einen TV angeschlossen werden, damit man Videos abspielen kann. Damit das mit lokal gespeicherten Videos (vom NAS) funktioniert, muss ich die Q zuerst hacken und habe danach trotzdem Schwierigkeiten, weil die Leistung für die Videos nicht ausreicht.

Das ist zwar lustig für die Leute, die sich gerne damit beschäftigen, wie sie das mit dem Hardware-Rendering hinbekommen, aber doch nicht für normale Konsumenten!

Als normaler Konsument schaue ich mir im Normalfall an, ob das Gerät meinen Anforderungen genügt, bevor ich $300 dafür ausgebe. Auf Hacker warten zu müssen, bis sie mit guter Software fertig sind, ist zu wenig.

Das ist ja auch der Grund, weswegen Entwickler Nexus Q als Erster bekamen.

Ich stelle mir das so ähnlich vor, wie mit Apps auf einem Smartphone, oder die Erweiterungen in einem Browser.

Die "Apps" bzw. Erweiterungen ermöglichen dann zusätzliche Features. (wie zB mit dem lokalen NAS zu verbinden und von dort zu streamen)

Konsumenten brauchen nichts Hacken (außer der Konsument will's lernen und ausprobieren), bis es released wird (wenn es überhaupt nach Europa kommt), wird es genügend "Apps"/Erweiterungen geben.

Naja, wenn ich mir die ganzen Foren über die Nexus Q so ansehe, dann ist das nichts, was mit "Apps auf einem Smartphone" oder "Erweiterungen im Browser" zu tun hat.

Die ca. 20 dafür notwendigen Schritte inkludieren den Download des Android SDK und, dass man keine Panik vor UNIX-Kommandos hat. Das ist meiner ansicht nach nichts, was ein normaler Benutzer machen möchte.

Wie gesagt: 'Derzeit befindet sich das Ding in der Anfangsphase und ist derzeit für diverse Entwickler interessant - ZUKÜNFTIG kann ich mir aber ein gutes Interface für den Enduser vorstellen, wo man sich die Apps über das Smartphone auf dem Q installieren kann.

Da beide offen sind, können beide theoretisch genau dasselbe.
Wobei bei Ouya eben noch ein netter Kontroller dabei ist und das zu einem weitaus günstigeren Preis.

aber kein verstärker

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