Familienverband für "Wahlrecht ab Geburt"

16. Juli 2012, 11:53
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Kinder seien in der demokratischen Willensbildung unterrepräsentiert - Eltern sollen im Sinne ihrer Kinder wählen

Der Katholische Familienverband der Erzdiözese Wien fordert das "Wahlrecht ab Geburt". Dieses soll von den Sorgeberechtigten so lange treuhändisch ausgeübt werden, bis die Kinder selbst wählen dürfen. "Es ist zutiefst undemokratisch, ein Fünftel der Staatsbürger von der politischen Willensbildung auszuschließen", erklärt Mechtild Lang, Vorsitzende des Familienverbands, in einer Aussendung.

Kinder seien in der demokratischen Willensbildung unterrepräsentiert und würden angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung an politischem Gewicht verlieren, sagt Andreas Cancura, Geschäftsführer des Familienverbands, im Gespräch mit derStandard.at. "Während die Pensionen Jahr für Jahr angehoben werden, werden die Familieleistungen schon seit Jahren nicht mehr angeglichen und teilweise sogar rückgebaut", so Cancura.

Um ein Gleichgewicht herzustellen, soll das derzeitige Wahlrecht um ein Vertretungsrecht der Eltern für ihre Kinder ergänzt werden. Eltern sollten bei der Wahl die Stimme im Sinne ihre Kinder abgeben. Vorstellbar sei auch, jedem Elternteil jeweils eine halbe Stimme in Vertretung der Kinder einzuräumen. Die Pfarrgemeinderatswahlen, wo das Kinderstimmrecht schon seit langem erfolgreich praktiziert werde, könnten als Beispiel für die Politik dienen, so Cancura. (burg, derStandard.at, 16.7.2012)

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    "Während die Pensionen Jahr für Jahr angehoben werden, werden die Familieleistungen schon seit Jahren nicht mehr angeglichen und teilweise sogar rückgebaut", sagt Andreas Cancura, Geschäftsführer des Familienverbands.

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