Magnetfeldanalyse soll exakte Navigation in Gebäuden ermöglichen

  • Die Analyse von Magnetfeldern soll eine exakte Positionierung innerhalb von Gebäuden ermöglichen.
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    foto: indooratlas

    Die Analyse von Magnetfeldern soll eine exakte Positionierung innerhalb von Gebäuden ermöglichen.

Finnische ForscherInnen finden kostengünstige Lösung - Funktioniert mit aktuellen Smartphones

Während aktuelle Smartphones mittlerweile die eigene Position im Freien recht exakt bestimmen können, tun sie sich innerhalb von Gebäuden schon wesentlich schwerer. GPS lässt sich in diesem Umfeld nicht nutzen, also greifen die Hersteller vor allem auf WLANs als Infoquelle zurück. Dies ist aber von einer recht dichten Versorgung mit drahtlosen Netzen abhängig, zudem ergibt sich selbst dann keine sonderlich exakte Positionierung.

IPS

Seit Jahren gibt es unterschiedliche Versuche "Indoor Positioning Systeme" (IPS) zu etablieren, die alle versuchen aus einer Vielzahl von Informationen eine exakte Position zu ermitteln. Auf einen gemeinsamen Standard konnten sich die diversen Hersteller dabei allerdings bislang nicht einigen, dies obwohl der Chip-Hersteller Broadcom erst unlängst bereits einen eigenen Chip für diese Aufgaben veröffentlicht hat.

Eine Gruppe von finnischen ForscherInnen zeigt nun, dass es auch ganz ohne irgendeine zusätzliche Hardware gehen kann. Dabei bedient man sich des Umstands, dass jedes Gebäude durch seine Konstruktion und die verbauten Elemente ein sehr eindeutiges Magnetfeld hat, das mit den diversen Sensoren gebräuchlicher Smartphones ermittelt werden kann - und zwar bis auf einen Zehntel Meter exakt.

Ablauf

In einem Video demonstriert man, wie dies alles konkret funktioniert: Zuerst wird eine magnetische Karte eines Gebäudes erstellt, die später von einer eigenen App zur Positionierung genutzt wird. Weiter Details zum verwendeten Verfahren hält man in einer Studie fest, zudem haben einige der ForscherInnen basierend auf diesen Erkenntnissen mit IndoorAtlas eine Firma ins Leben gerufen. Diese bietet mittlerweile Programmierschnittstellen und Tools an, um diese Informationen in eigenen Anwendungen zu nutzen - fürs erste auf Android beschränkt, andere Systeme sollen später unterstützt werden. (red, derStandard.at, 16.07.12)

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klasse Sache für Barrierefreiheit-Apps, interaktives Navigationssystem in Gebäuden als Alternative zu Blindenleitlinien

wow, damit kann ich mich in einem supermarkt nicht mehr verirren.

wozu das ganze?

gibt auch größere gebäudekomplexe, denk an eine messe

klar , dort sich zu verirren muss die hölle sein. lächerlich.

Und wer Neodynmagneten rumliegen läßt ist ein Terrorist.

... und schon patentiert? Nein? Oje.

"und zwar bis auf einen Zehntel Meter exakt"

Zehntel Meter? echt?

nicht 10 Zentimeter?
oder ein Dezimeter?

Schlampig übersetzt
oder nicht mitgedacht beim Abschreiben?

Der Satz ist ohnehin etwas wirr.

Ein Magnetfeld auf ein Längenmaß genau bestimmen zu können - wtf?

Was ist daran sachlich falsch? Bei einem Zenhtel Millimeter bin ich auch nicht verpflichtet 100 Mikrometer zu nennen.
Nicht mitgedacht beim Schreiben?

nur android? dann daugts sicher nix.

hat mit einem betriebssystem wenig zu tun

war nur sarkasmus, weil genau das argument bislang nicht zu lesen war ^^

großer vormund noch viel lernen muss!

lager

ich bin dauernd am evaluieren bzgl staplerführung in einem blocklager...
ich glaube nicht das sowas in einem umfeld funktioniert an dem andere strahlungsquellen vorhanden sind...
e motoren, trafos,....

Eventuell ein anderes Problem

Ein magnetisches Wechselfeld, das 100-mal pro Sekunde die Polarität ändert (z.B. Trafo für 50-Hz-Wechselstrom), bringt eine Kompassnadel nicht zum Rotieren. Ich denke, dieser Aspekt wäre nicht so gravierend.

Aber jedesmal, wenn man z.B. Eisenteile im Lager entfernt oder umlagert, ändert man damit die lokale Verzerrung des Erdmagnetfeldes und man müsste das Gerät neu programmieren.

Bei manchen Supermärkten

wäre ich schon froh über eine statische Karte!!
Orientieren kann ich mich dann eigentlich eh problemlos selbst.
Das gilt eigentlich auch für Einkaufszentren...

Nur eine Frage der Zeit...

...bis es von Apple patentiert wird und dann mit Klagen um sich geworfen wird!

Da das Konzept schon seit einigen Jahren wissenschaftlich behandelt wird, könnens die Idee wohl nicht mehr patentieren. Hoffentlich verschrei ichs nicht...

Das geht wahrscheinlich solange gut bis irgendjemand ein Blechkastel woanders hinstellt.

mit einem gescheiten magneten kann dann das nachbargeschäft kunden "absaugen"

Das ist gar nicht so abwegig - was ist mit einer Tiefgarage - da besteht sicher ein signfikanter Unterschied ob die voll oder leer ist.

oder nutzen faktor ist enorm!
mir würde aber jetzt kein beispiel einfallen

Nix ernsthaftes, aber...

... für's Indoor-Geocaching ?

Naja, mir würden zumindest theoretische Anwendungsgebiete in der Forschung (etwa Augmented Reality) einfallen, wo man bisher für Indoor-Tracking auf Marker oder auf teure Sensoren-Systeme angewiesen war.

Ideen gefällig?

Museen, Parks, Tiefgaragen, Einkaufszentren, Flughäfen, und dergleichen eignen sich hierfür exzellent. ( Von Ministerien und Amtsgebäuden mal zu schweigen ;) )

Jedoch macht mir die "Überall - Ortbarkeit" auch in gewissem Maße Sorgen....

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