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Die Spiele ante portas
Wien - Zu einem letzten Konditionsschub entwickelt sich das Programm der österreichischen Olympia-Mannschaft vor der Abreise nach London. Am Wochenende wurden die meisten der 70 Sportlerinnen und Sportler sowie deren Betreuer in Wien eingekleidet. Den Einkaufswert der gesamten Ausrüstung bezifferte Peter Mennel, der Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Comites (ÖOC), mit rund 800.000 Euro. 55 Teile wurden pro Person ausgegeben. Das Anprobieren ging da und dort ziemlich an die Substanz. "Ich bin erschöpft", klagte etwa Diskuswerfer Gerhard Mayer.
Am Sonntagabend gab ÖOC-Präsident Karl Stoss eine Abschiedsparty im Haus der Lotterien, womit das Verabschieden aber natürlich längst nicht erledigt war. Für heute, Montag, lud zunächst Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos zur Verabschiedung der olympischen Heeressportler. Dann hat die gesamte in Wien befindliche Mannschaft bei Bundespräsident Heinz Fischer anzutreten - Vereidigung und Verabschiedung. Ähnliche Lustbarkeiten warten dann noch auf die Wiener Olympia-Teilnehmer bei Bürgermeister Michael Häupl und auf ihre niederösterreichischen Kollegen bei der zuständigen Landesrätin Petra Bohuslav.
Rogan lässt aus
Erspart hat sich das Schaulaufen in Wien zum Beispiel Markus Rogan, der bei der olympischen Eröffnungsfeier am 27. Juli die österreichische Fahne tragen wird ("Die größte Ehre meines Lebens."). Der 30-Jährige schwamm beim LA Invite in Los Angeles wie erwartet zum Sieg über 200 m Kraul, blieb aber in 1:51,35 Minuten deutlich über der angestrebten Marke von unter 1:50 Minuten. "Es war mehr ein Training unter Wettkampfbedingungen", sagte Rogan, der mit Coach Kevin Clements nun zum Training in die Schweiz übersiedelt, wohin ihm auch die Olympia-Panier nachgeschickt wird.
Besser geriet Hürdensprinterin Beate Schrott die Generalprobe für Olympia. Die EM-Vierte aus Niederösterreich lief am Samstag beim Diamond-League-Meeting in London innert 12,96 Sekunden persönliche Saisonbestzeit und verfehlte ihren Landesrekord nur um eine Hundertstelsekunde. Schrott belegte damit in ihrem Lauf, den Olympia-Favoritin Sally Pearson aus Australien in 12,53 gewann, Rang sechs und wurde unter 18 Athletinnen Zwölfte.
Tamira Paszek vertrat Österreichs Tennis-Trio bei der Einkleidung und den Verabschiedungen. Ob die Vorarlbergerin beim olympischen Turnier in Wimbledon nur im Einzel oder auch im Mixed-Bewerb mit Jürgen Melzer antreten kann, ist noch offen. 23 Nationen sind in den Einzeln vertreten, das Mixed wird aber mit einem 16er-Raster gespielt. Über die Teilnahme entscheiden bei Herr und Dame das bessere Ranking in Einzel und Doppel per 11. Juni. Melzer war da die Nummer 17 im Doppel, Paszek die 58 im Einzel - ergibt 75. Wie viele Paare besser dastehen, stellt sich zum Mixed-Nennschluss am 31. Juli heraus. (APA, red, DER STANDARD, 16.07.2012)
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Die sportl. Kleidung hat 30+ Teile: von der Unterkleidung über lange, kurze, drüber und drunter tragbare Leiberln und Hosen bis zur Jacke; dazu regendichte Drüberziehsachen, ein Riesenkoffer in den das alles reinpasst und eine od. mehrere passende Umhängtaschen. Dann kamen noch die Garnitur repräsentativer Kleidung (lange Hose, kurze Hose, Hemd/Bluse, Jacket, Gürtel ...), Ausgeschuhe, Turnschuhe und ein Smartphone vom Sponsor.
Die Koffer persönlich gründlich zu durchwühlen hatte ich keine Gelegenheit. Ich hab nur mitbekommen, wie den SportlerInnen die Sachen präsentiert und zur Anprobe gegeben wurden. Aber ja, höchstwahrscheinlich sind ein paar Leiberln und ähnliche Stücke auch mehrfach vorhanden.
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