Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Bis dem Instrument Töne zu entlocken sind, ist einiges an Handarbeit nötig.
Salzburg - Martin Lechner senior ist kein Mann, dem es an Selbstbewusstsein mangelt: "Wenn ein Orchester mit einem Satz unserer Instrumente ausgestattet ist, dann ist das vom Klang unschlagbar", sagt der 60-Jährige. Seit bald 35 Jahren stellt der Pongauer in seinem kleinen Familienbetrieb in Handarbeit Blechblasinstrumente von höchster Qualität her. Zu den Kunden des Unternehmens zählen nicht nur Bläser aus zahllosen Musikkapellen: Rund 100 Orchester und Opernhäuser aus aller Welt schwören bereits auf die Handwerkskunst aus Bischofshofen.
"Wir wollen Instrumente bauen, die den individuellen Anforderungen eines Bläsers entsprechen. Der Klang, die Töne, die Intonation: Das muss alles passen", erklärt Sohn Martin junior (35), der gemeinsam mit seinem Bruder Christian (30) beim Vater gelernt hat. 2009 haben die beiden den Betrieb übernommen. "Spielen können sie überall auf der Welt gut", erzählt der Senior. "Aber der Klang macht den Unterschied aus. Der kann ohne die Handarbeit, die spezielle Art und Weise der Materialbearbeitung nicht erreicht werden."
Viel Arbeit
Rund 30 Stunden dauert es, bis aus Rohblech etwa eine fertige Trompete entsteht, bei größeren Instrumenten auch deutlich länger. Die Messingbleche werden zunächst zugeschnitten, gebogen und zu Röhren und Trichter verlötet. Dann gießen die Instrumentenbauer geschmolzenes Blei in das Rohr. Wenn dieses abkühlt ist, kann das Messing rundherum gebogen werden, ohne zu brechen. Falten werden so lange gehämmert und in Form gebracht, bis die Oberfläche glatt ist. "Die Luft muss gut fließen. Der Widerstand beim Reinblasen darf nicht zu leicht und nicht zu schwer sein", erklärt der Vater.
Die Arbeit erfordert Fingerfertigkeit und Geduld. Dann wird das Blei erneut erhitzt und wieder ausgelassen. Später werden die einzelnen Teile geschliffen und - noch bevor sie zusammengebaut werden - mit Edelmetall überzogen. "Wir vergolden oder versilbern die Instrumente, je nach Wunsch. Das ist ein enormer Unterschied im Klang. Silber erzeugt einen hellen Ton, Gold einen weichen." Jeder Mitarbeiter arbeitet übrigens von Anfang bis zum Ende an einem Stück. "Ein anderer ist einfach nicht so genau wie du selbst", sagt Sohn Christian. "Und ein Instrument muss rundum passen: Vom Mundstück bis zu den Ventilen."
300 Stück pro Jahr
So entstehen in der Werkstatt der Lechners rund 300 Blechblasinstrumente im Jahr: Zugposaunen und Barocktrompeten, Tubas und Flügelhörner - und manchmal auch sehr selten eingesetzte Instrumente: "Die Wagner-Tuba oder das Posthorn kommen nur in gewissen Stücken vor." Je nach Auftragslage betragen die Wartezeiten bis zu einem Jahr. Die Preise für Lechner-Instrumente liegen rund ein Drittel höher als bei industriell gefertigten Produkten. "Eine Spitzentrompete kostet bei uns etwa 4.000 Euro."
Besonders die Festspielzeit bedeutet für das Trio Hochsaison. "Da sind Weltklasseleute da. Das ist unsere Klientel", betont der Senior. "Die Musiker nutzen ihre Anwesenheit in Salzburg, um bei uns die Instrumente zu probieren." Die sind übrigens keine maßgeschneiderten Unikate. "Aber wir haben eine breite Palette an Modellen in allen Größen, die jeder für sich adaptierten lassen kann. Wir geben ein Fingerloch dazu oder bauen eine Trompete für einen Linkshänder um", erzählt Christian.
Per Zufall zum Beruf
Der Vater kam einst nur durch Zufall zum Beruf, als er zwischenzeitlich in einer Reparaturwerkstatt für Instrumente aushalf. Er leckte Blut und lernte in Deutschland das Handwerk des Blechblasinstrumentenbauers. 1978 gründete er in Bischofshofen seine eigene Firma. Zwei Jahre später blies bereits der erste Musiker der Wiener Philharmoniker in eine Lechner-Trompete. Herbert von Karajan persönlich habe ihm einmal angeboten, nach Berlin zu gehen und dort Instrumente zu bauen, erklärt der Senior. "Aber ich brauche Ruhe zum Arbeiten. Ruhe, die ich nur hier finde."
Heute lebt der Handwerksbetrieb von der Mundpropaganda. Werbung gibt es kaum. "Alles, was wir investierten, geht in die Entwicklung. Die Ansprüche der Musiker verändern sich, beim Spielverhalten, bei der Intonation. Das Niveau hat sich enorm gesteigert. Dem muss man Rechnung tragen." Darum variieren, adaptieren und experimentieren die Geschwister beim Bau der Instrumente. "Die Musiker sagen mir, wo ich hin muss. Diesen Input brauche ich für die Arbeit", betont Christian. "Das ständige Weiterentwickeln ist wichtig. Davon leben wir." (APA, 15.7.2012)
Nespresso und Denner liegen sich seit Jahren in den Haaren, jetzt gibt es ein weiteres Urteil im Kaffeekapsel-Krieg
Neben den Schwedenbomben sollen auch die Niemetz-Cremeriegel Manja und Swedy erhalten bleiben
Nun unterstützen auch Staatssekretär Schieder und die Piraten-Partei den Protest die Forderungen
Selbstbehalte bei Arztbesuchen für Selbstständige treiben tiefen Keil durch Politik
Die Herstellung der Gefährte ist noch immer finanziell unattraktiv. Zudem mangelt es an der nötigen Infrastruktur
Die Mitarbeiter sollen in einem natürlichem, parkähnlichen Umfeld arbeiten und Kontakte knüpfen
Mobilfunkkonzern bekommt Euro-Krise immer stärker zu spüren - Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2012/13
US-Hedgefonds hatte Strategiewechsel gefordert. Nun wird darüber nachgedacht
Nur 17 Prozent der Pleiten werden von unkontrollierbaren Phänomenen wie höhere Gewalt beziehungsweise Krankheit ausgelöst
Internetkonzern lässt sich Blogging-Plattform 855 Millionen Euro kosten - Pressekonferenz am Montag in New York
240 Mitarbeiter in Norditalien verlieren ihren Job, Gewerkschaften protestieren
Manche Lieferanten stellten deshalb bereits die Lieferungen ein
In der Debatte über globale Steuertricks von Großkonzernen wollen US-Politiker nun auch Tim Cook vor einen Ausschuss zitieren
Der Dubai-Fluglinie wird ein zusätzlicher Flug nach Wien wegen drohender Überkapazitäten nicht genehmigt
Die raren Metalle werden vor allem in China gefördert und stecken in jedem Handy. Auch Private können einlagern
In den USA ist der Chemiekonzern wegen Preisabsprachen zu einer Geldstrafe von 1,2 Milliarden Dollar verurteilt worden
Mit den Strafen gegen Rewe und gegen den Mitbewerber Berglandmilch sieht der Vorstand keinen Zusammenhang
Nur große Firmen kommen über Anleihen in den Genuss billigen Geldes
1969 hob die erste Boeing 747 ab, lange Jahre setzten die Maschinen den Maßstab als größtes Flugzeug der Welt. Jetzt droht das Aus
Auf betriebsbedingte Kündigungen soll verzichtet werden. Im ersten Halbjahr machte der Konzern 822 Millionen Euro Verlust
Hedgefonds-Manager Loeb fordert die Abspaltung des Film- und Musik-Geschäfts vom Rest des Elektronik-Konzerns
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.