Lehrerdienstrecht: Lösung bis Ende der Legislaturperiode

15. Juli 2012, 12:35
  • Heinisch-Hosek stellt den Lehrern höhere Einstiegsgehälter und
Unterstützungspersonal in Aussicht.
    foto: apa/neubauer

    Heinisch-Hosek stellt den Lehrern höhere Einstiegsgehälter und Unterstützungspersonal in Aussicht.

Beamtenministerin Heinisch-Hosek: Riesenprojekt, das Zeit braucht

Wien - Beamtenministerin Gabriele Heinsch-Hosek (SPÖ) ist optimistisch, dass es in naher Zukunft eine Einigung beim Lehrerdienstrecht gibt. "Das ist ein Riesenprojekt und braucht sicher Zeit", sagte sie am Sonntag zu den aktuell laufenden Verhandlungen. "Ich bin aber überzeugt, dass es bis Ende der Legislaturperiode eine Lösung gibt." Die Lösung hänge jedoch auch von der Gegenseite - den Gewerkschaften - ab, die aus Heinisch-Hoseks Sicht verständlicherweise die Interessen ihrer Klientel vertreten. Die einzelnen Gewerkschaften müssen zu einer gemeinsamen Haltung kommen, forderte sie und räumte ein, dass dies eine Herausforderung sei.

Konkret soll es für die Lehrer höhere Einstiegsgehälter und Unterstützungspersonal geben. Details zu den von der Politik vorgelegten Verteilungsschlüsseln nannte sie nicht. "Die Angebote liegen auf dem Tisch. Letztendlich geht's ums Geld", so Heinisch-Hosek. Über den Sommer laufen Gespräche auf Beamtenebene, im Herbst wird es wieder eine Runde mit den Politikerinnen geben, kündigte die Ministerin an. (APA, 15.7.2012)

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bei dem *angebot*, das bisher, für die jungen, auf dem tisch liegt,

hätten die dienstnehmerinteressensvertreter schon lange den verhandlungstisch verlassen müssen.

die drei *damen*, das trio infernal horribile der alpenrepublik!

übrigens, meine jungen pädagogInnen:

germanien und helvetien warten auf euch!

und:

es gibt mehr kohle

und

vor allem

weniger medienhetze à la krone & co.

sialich!

schlimm

Schlimm, wenn eine Sozialdemokratin, die selbst Lehrerin war, jetzt ihren KollegInnen in den Rücken fällt. Naja, Macht verändert halt jede/n!

Unterstützungspersonal? Bitte zuerst mal ganz dringend einen Sonderschullehrer für alle +/- 30 Wochenstunden in Integrationsklassen und nicht nur für 21! Die restlichen Stunden stehen die Lehrer dann alleine da und sollen auch noch ASO-Kinder mitziehen! Das geht einfach nicht, das ist fahrlässig!!

fahrlässig

noch mehr ein Skandal!!! Leider schreien die Eltern und Behindertenverbände, die Lebenshilfe und viele anderen nach noch mehr Kürzungen und nenne es Inklusion! Der Staat freut sich, weil er bei den Sonderpädagoginnen weiter kürzen kann, wie uns als einzige sicher Maßnahme in den nächsten Jahren versichert wird...

Ministerin

am meisten amusiert, dass diese Dame ja selbst Lehrerin war und jetzt versuchen soll, den LehrerInnen genug Geld abzunehmen. Sie sollen aber dennoch dann Beifall geben , die roten und schwarzen wieder wählen?
Daneben soll sie (feministisch) auch noch die Frauen vertreten, die sollen gleich viel wie Männer verdienen, weil ja Frauen den überwältigenden Anteil im Berufsleben Schule stellen. Als KombattantInnen hat sie 2 Frauen (Fekter und Schmied) ide gegen eine gewerkschaftliche Männerphalanx verhandeln. Entsprechend ist auch der Eiertanz und das Theater um das LehrerINNENdienstrecht

ohne gewerkschaft..

warum ist es in österreich nicht möglich, dass die regierung ein (neues) lehrerdienstrecht beschließt ohne gewerkschaft..schließlich betrifft es ohnehin nur "neue" lehrer..dann kann sich jeder entscheiden, ob er lehrer wird oder nicht ..zu den angebotenen konditionen..

warum gibt es überhaupt gewerkschaften? warum soll man sich um die zukunft etwas scheren? warum sagen wir nicht alle: hinter mir die sintflut?

Seien sie froh dass die Lehrergewerkschaft

noch mit der Regierung redet.

Wenn sich die 3 Frauen in der Regierung durchsetzen, dann gute Nacht mit der Bildung in Österreich und damit unserer Wettbewerbsfähigkeit.

Fekter trommelte letzten Herbst auf den Kirtagen in OÖ gegen 2 Gruppen: Griechen und Lehrer. Sie behauptete Lehrer arbeiten nicht viel und verdienen viel zu viel und dass sie denen schon noch die Stunden erhöhen wird und das Geld kürzen. Tja, sie hat sich bisher durchgesetzt. Geplant ist in der BMHS 1/3 der Dienststellen zu streichen und die Lebensverdienstsumme in der aktiven Zeit um ca. 1/2 Million € brutto zu kürzen. Lehrer bekommt man dafür keine mehr!

Die Lehrer waren es die die Unterrichtskürzungen für die Schüler versucht haben zu verhindern (leider gescheitert)!

ist diese

behauptung so richtig wie diese: http://derstandard.at/plink/134... id27017463 ?

schon mal was gehört von Arbeits- und Sozialrecht, das für ALLE bediensteten gilt, oder wieder zurück in das 19. Jahrhundert, wo die Dienstgeber bestimmen konnten, zu welchen Bedingungen die Angestellten arbeiten mussten???

Ihre Aussage ist gleichzusetzen mit: "Ist mir doch egal, wenn unser Bildungssystem den Bach runter geht..." Genau so wird es nämlich sein, wenn man derart schlechte Konditionen durchsetzt. Wir brauchen die Besten der Besten als Lehrkräfte, deren Interesse man in Zukunft so nicht wecken wird...

selsbt

die "Mittelmäßigen und Schlechten" haben ein recht auf entsprechende Arbeitsbedingungen... noch sind wir nicht in Asien, wo allein das Recht des Kapitals - ohne Sozialrechte - gilt...

Noch nicht kapiert?

Unser Bildungssystem ist mit den bisher von der Gewerkschaft diktierten Bedingungen bereits "den Bach runter gegangen".

Und wenn ich den derzeitigen Bestand an Lehrkräften in unseren Schulen betrachte, dann kann dort von den Besten der besten überhaupt keine Rede sein.

Eine grundlegende Reform ist daher längst überfällig und kann die Situation ohnedies nur mehr verbessern.

die gewerkschaft diktiert doch nichts. die regierung sagt, lehrer sollen mehr stunden halten und dafür mehr verdienen. die gewerkschaft könnte sich das evtl. vorstellen, aber nur unter bestimmten voraussetzungen. also VERHANDELN sie. VERHANDELN nennt man das ;)

und wenn sie meinen, die reform könne die situation nur verbessern, dann tragen sie scheuklappen...

Und damit man die "Besten der Besten"

bekommt, versucht man die Gehälter möglichst weit nach unten zu drücken.

Nur Idioten werden da noch Lehrer.

aha

deswegen sind wir siebtreichste nation der welt?

Das empirisch erwiesene Paradoxon:

um die höchsten Salärs balgen sich die Schlechtesten - und diese stellen natürlich nur mehr andere schlechte ein.

Und die Schölechtesten der Schlechten gerbten sich, als seien Sie die Besten der Besten.

Es geht um ganz andere Dinge:

http://danariely.com/2012/07/0... entives-2/

"I do research in behavioral economics .."

der soll das in den banketagen verbreiten und die schulen verschonen.

sie haben anscheinend mehr hintergrundwissen zum autor. klären sie mich bitte auf, worauf er gezielt anspielt...auf Ö bezogen und nicht die USA. weil wir haben solch ein system nicht...und ich muss pestafuzzi recht geben: es ist wirr!

DA beschäftigt sich mit der Frage,

warum Menschen oft Systeme in einer Weise beschädigen, die sie letztlich selbst "beschädigt". Selbstbetrug. Selbstbeschädigung.
Ökomomie, Soziales, Gesundheit, Recht und natürlich auch Education.

Und weile es dazu keine verlässlichen Theorien (die Theorie des Irrationalen?) geben kann, macht er dazu langfristige Studien und pfiffige Experimente.

zB, dass astronomische Boni in Banken das Gegenteil bewirken - Leistungsabfall wegen Übermotivation.

Und es geht auch darum dass Systemteilnehmer Innovation verweigern, die ihnen das leben leichter machen.

In der Education ist das die drastische Umkehr vom lehrer- zum lernerzentrierten Unterricht ohne Noten.

Beide Seiten profitierten. Aber Lehrer argumentieren mit "Mehrarbeit" - weltweit.

antwort 2

das ginge mithilfe verschiedener systeme, die aber nicht jedem aus den unterschiedlichsten gründen gefallen müssen. evtl. keine SA korrigieren, sondern eine zentrale stelle dafür. das würde bedeuten, dass der lehrer nur noch trainer und kein schiedsrichter ist. uvm. ich möchte jetzt gar nicht ins detail gehen...

wenn die ergebnisse nicht passen

feuern wir die trainer, wie im fußball. oder noch besser, wir holen uns die guten schüler einfach aus dem ausland.

In der Education ist das die drastische Umkehr vom lehrer- zum lernerzentrierten Unterricht ohne Noten.

das steht da drin? klar erkennbar ist dies nicht, aber bitte.

"In der Education ist das die drastische Umkehr vom lehrer- zum lernerzentrierten Unterricht ohne Noten."

davon ist bei der ganzen bildungsdebatte jetzt gar nicht die rede!!! und es gibt schon modelle, die lernerzentriert sind, so wie sie das nennen. diese werden auch, staunen sie, tagtäglich angewandt.

es ist mehr arbeit, das steht außer frage, also ich bitte sie! dies allein würde keinen stören, aber dann müsste man alles so umkrempeln, dass, sofern lehrer das selbe gehalt bekommen sollen, auch die neue unterrichtsform nicht mehr aufwand sein darf.

dann sollen sie das in israel oder den usa einführen

wenn es funktioniert, übernehmen wir es.

Sie müssen Lehrer/in sein.

Und dann in Japan, China, Australien ... Vietnam, Ecuador, ...

Und dann bin ich schon in Pension und die blöd gehaltenen Kinder - wen stört's?

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