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vergrößern 500x333Schladming wird mit 400 Millionen für die Ski-WM 2013 hochgepuscht. Es mehren sich die Zweifel, ob die neue Infrastruktur von der Gemeinde auf Dauer finanziert werden kann.
Graz - "Mir ist absolut nichts vorzuwerfen", sagt Ernst Trummer, "diese Hinrichtung auf offener Bühne schmerzt schon." Auf der Autobahn, eine Stunde vor der Pressemitteilung des steirischen Landeshauptmann-Vizes Hermann Schützenhöfer (ÖVP), habe er erfahren, dass er als Chef der Planai-Hochwurzen-Bahnen, an denen das Land mehrheitlich beteiligt ist, hinausgeschmissen werde. Trummer im Gespräch mit dem Standard: "Nach so einem Tiefschlag beginnt man natürlich, eins und eins zusammenzuzählen." Es sei ihm nun einiges klarer geworden, warum er über Nacht vom sportlichen Großereignis Ski-WM 2013, das seine Planai-Bahnen federführend managen, abgezogen worden sei. Das werde wohl in der rechtlichen Auseinandersetzung mit dem Land noch erörtert werden. Mehr könne er momentan dazu nicht sagen.
Vorwurf und Rechtfertigung
Trummer wird von Schützenhöfer vorgeworfen, er habe ohne die "Generalversammlung" der Planai-Bahnen - also ohne ihn als Eigentümervertreter - zu kontaktieren, den Dienstvertrag vom Aufsichtsrat abändern lassen, um zusätzlich für seine Tätigkeit beim laufenden Falkensteiner-Hotelprojekt, an dem die Planai-Bahnen beteiligt sind, ein zweites Geschäftsführergehalt zu beziehen. Der Aufsichtsrat, dessen Spitze mit Trummer demissionierte, hätte dies nicht genehmigen dürfen, sagte Schützenhöfer.
Trummer hält dagegen, dass für die Vertragsänderung sehr wohl der Aufsichtsrat zuständig gewesen sei, er habe dazu "klare rechtliche Expertisen". Den Rechtsstreit werden in den nächsten Monaten die Anwälte beider Parteien ausfechten.
Steckt etwas dahinter?
Schützenhöfers Radikalkur bei den Schladminger Planai-Bahnen nährt inzwischen Spekulationen, dass der Gehaltsstreit nicht die einzige Ursache für den überraschenden Rausschmiss gewesen sei. Es geht hier bei der Ski-WM in Schladming immerhin um ein 400-Millionen-Euro-Projekt, bei dem nicht nur die regional mächtigen Planai-Bahnen, die Gemeinde, die Ortskaiser und das Land, sondern auch der ÖSV mitmischt.
In den letzten Monaten soll es zu einer Reihe schwerer Konflikte zwischen ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel und Planai-Boss Trummer gekommen sein. Es geht um Vormacht und Geschäfte, von Lichtleitsystemen bis zu radikalen Erweiterungen der Zuschauerkapazitäten. Trummer legte sich auch mit den örtlichen Wirten an. Er plante mit den Planai-Bahnen einen eigenen Hüttenbetrieb - in direkter Konkurrenz zu den ansässigen Hüttenwirten.
Hoffen auf den Reibach
In der Bevölkerung beklagen Betroffene indessen, der Geldregen habe "Neid, Missgunst und Niedertracht" nach Schladming gebracht. Allein das Land schüttet über Schladming mindestens 200 Millionen Euro aus - dies, obwohl das Land einen rigorosen Sparkurs fahren und vom Sozialbereich bis zu den Spitälern weitere 400 Millionen Euro einsparen muss, um nicht einen Budgetcrash zu produzieren.
Etliche im 4500-Einwohner-Ort Schladming fürchten bereits den Tag danach: Wer wird die Kosten für die Erhaltung der überdimensionierten neuen WM-Luxus-Infrastruktur zahlen? Wer finanziert die Erhaltung des opulenten First-Class-Kongresszentrums für 1500 bis 2200 Besucher? Skeptiker erinnern daran, dass selbst die Landeshauptstadt Graz große Kongresse ablehnen müsse, weil Hotelkapazitäten im oberen Sternebereich fehlen.
Der jetzt rausgeschmissene Ernst Trummer hatte vor Monaten gewarnt: "Wer glaubt, 2013 kommt der große Zaster, wird ein bitteres Erwachen erleben." (Walter Müller, DER STANDARD, 14./15. 7. 2012)
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den großen reibach gibts nur wenn das angebot stimmt und bei einer ski wm wohl eher von österreichern als von touristen
wenn da ganuso eine abzocke betrieben wird wie bei der EM in wien wird das auch nix werden.
4,50 für ein grausliches bier ausm plastikbecher. zb
Der jetzt rausgeschmissene Ernst Trummer hatte vor Monaten gewarnt: "Wer glaubt, 2013 kommt der große Zaster, wird ein bitteres Erwachen erleben."
das wirft wieder ein anderes licht auf ihn!
dubios, dubios das ganze...
üblicherweise beschließt die Gesellschafterversammlung (Eigentümervertreter) die Bestellung eines GFs. Wenn Schützenhofers Vasallen, die in dort vertreten nicht das richtige gemacht haben, muss er sie halt besser instruieren, oder andere Vertreter nominieren. Herr Trummer musste sicher wegen größerer Beträge gehen (die aber andere Leute abkassieren wollen).
Ich habe Ernst Trummer als hochprofessionellen und innovativen Menschen kennen gelernt. Ihn zu opfern (wofür oder für wen eigentlich?) kann ich weder verstehen noch gut heißen. Dass es das 2. Gehalt nicht war, muss jedem klar sein.
Wann wird man endlich aufhören, solche Einmal-Veranstaltungen mit Steuergeld zu finanzieren?
Kotzübel wird mir, wenn "Experten" einem vorrechnen, "was das bringt".
Das Verwenden des Wortes "Umwegrentabilität" sollte in Zusammenhang mit Sportveranstaltungen sowieso unter Strafe gestellt werden.
Warum vergibt man eine WM (egal welche Sportart!) nicht für ein paar Jahre bzw. ein paar Veranstaltungen an die selbe Stadt? So würde das zumindest ein bisserl Sinn machen...
soviel Touristen wie für die ganze Umwegrentabilität benötigt wird, gibt es auf der ganzen Welt nicht.
Dafür haben wir jetzt ein Superstadion, komplett ohne Nutzen in Klagenfurt, weil ein paar mehr Touristen den Wörthersee kennen sollten.
Aber Ski WMen sind in Österreich heilig, sonst interessierts niemanden auf der Welt.
Er hatte sich zuvor schon mehrmals Schröcksnadels Anliegen entgegen gestellt. Da gab es unter den Leuten schon den Ausspruch zu hören "das bringt ihn (Trummer) um"!
ist aber auch einer der bedeutensten aggressiven mafiaartigen Leute in Österreich. Für den Mann zählt nur Geld und Macht. Österreich, die Umwelt, Schladming nach der WM - die sollen sich derstessen.
Im Alter werden solche Typen Hirneng und überproportinal brutal. Passt gut zur österr. Politelite im Austeilen und im Nehmen (einstecken).
jetzt schon, vor der WM, ist dieser ort, dieser berg für immer zerstört. eine einzige entartainmentfläche, die verbliebenen wälder mit musik beschallt, großflächig disneyisiert - nachhaltig kaputt!
und dafür pumpen wir nochmal 200 mio steuergelder rein. wo ist eigendlich onkel frank, wenn man ihn braucht. der könnte dort doch wenigstens ein bissl "eigenes geld hineintun" - in die reihe seiner flopps würde es nahtlos passen.
der orf hat am wenigsten davon.
die gierigen profiteure sitzen in den regierungen der länder und gemeinden bzw. in den vorständen der veranstaltungen. das ist die mafia, die unser steuergeld einkassiert und dafür kultur um umwelt einer region zerstört.
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