Neue Gewalt bei Protesten der Opposition

14. Juli 2012, 22:11
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Demonstranten warfen Brandbomben auf die Polizei

Manama - Bei Protesten in Bahrain ist es am Samstag zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Regierungsgegnern gekommen. Demonstranten warfen mit Brandbomben und versuchten Polizisten daran zu hindern, Festnahmen durchzuführen. Die Proteste richteten sich gegen die Entscheidung der Regierung, keine Kundgebungen der Opposition mehr zu erlauben. Sie hatte argumentiert, dass die Märsche das tägliche Leben stören würden.

In dem Königreich hatte es in den vergangenen Monaten Dutzende genehmigte Kundgebungen gegeben, die meisten Proteste entstanden aber spontan und führten oft zu Krawallen. Seit Beginn der Proteste im Februar 2011 sind in Bahrain mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Das Verbot könnte die Spannungen im Land weiter verschärfen.

Im kleinen Inselstaat im Persischen Golf wird die überwiegend schiitische Bevölkerung seit Jahrhunderten vom sunnitischen Königshaus der Al-Khalifa beherrscht. Seit der blutigen Niederschlagung wochenlanger Proteste gegen die Herrscherfamilie mit Hilfe saudi-arabischer Truppen ist die Lage stark angespannt.

Seit Wochen gibt es immer wieder neue Proteste und Gewalt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International kamen seit Februar 2011 mindestens 60 Menschen ums Leben. (APA, 14.7.2012)

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