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Kairo - Der neu gewählte ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat im Kompetenzgerangel mit dem Obersten Militärrat eine juristische Niederlage erlitten. Das Revisionsgericht erklärte am Samstag, es könne nicht über die Rechtmäßigkeit des aktuellen Parlaments entscheiden. Diese Frage liege außerhalb der eigenen Reichweite, erklärte das Gericht, wie das staatliche Fernsehen berichtete.
Ende Juni hatte das Oberste Verfassungsgericht das - von Mursis Islamisten dominierte - Parlament für illegitim erklärt. Daraufhin hatte der Oberste Militärrat, mit dem Mursi seit seinem Amtsantritt um die Macht ringt, die Volksvertretung aufgelöst. Hintergrund ist, dass zahlreiche Parteimitglieder für Direktmandate kandidiert hatten, die eigentlich für "Unabhängige" reserviert gewesen waren.
Am vergangenen Wochenende hatte Präsident Mursi versucht, das Parlament per Dekret wieder einzusetzen. Das Verfassungsgericht hatte dies jedoch abgelehnt. Mursis Parteifreunde, die fast die Hälfte der Parlamentssitze belegen, hatten das Revisionsgericht daraufhin um Klärung in diesem Fall gebeten.
Dessen Erklärung der eigenen Nicht-Zuständigkeit ist nun eine Niederlage für die Muslimbrüder. Beobachter erwarten, dass sich der Streit zwischen Mursi und der Justiz weiter hochschaukeln könnte.
Clinton trifft Mursi
US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei ihrem ersten Treffen mit Mursi für eine Fortsetzung des demokratischen Wandels in dem Land geworben. Es sei wichtig, dass der Prozess weitergehe, sagte Clinton nach dem Treffen am Samstag in Kairo.
Clinton stellte in dem Gespräch mit Mursi Hilfe für die ägyptische Wirtschaft in Aussicht und betonte: "Unsere strategischen gemeinsamen Interessen wiegen schwerer als die Meinungsverschiedenheiten. Wir wollen ein guter Partner für Ägypten sein." Begleitet wurde das Treffen von Protesten, die von Gegnern der regierenden Muslimbruderschaft organisiert worden waren.
Vor dem Hotel, in dem Clinton die Nacht verbringen sollte, zogen am frühen Abend etwa tausend Demonstranten auf. Sie warfen der US-Regierung vor, sie unterstütze in den Staaten des "Arabischen Frühlings" die Parteien des politischen Islam und nicht die "Revolutionäre". Sie riefen: "Gegen amerikanische Einmischung in die ägyptische Politik". Auch vor dem Präsidentenpalast demonstrierten einige Dutzend Menschen. Auf diese Vorwürfe angesprochen sagte Clinton, die Ägypter müssten selbst entscheiden, von wem sie regiert werden wollten. (APA, 14.7.2012)
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So gesehen ist ja nichts passiert was dem Vorgang der vom Militär ausging widersprach. Aaaber das Signal war: wenn schon Auflösung dann haben wir das sagen und nicht das Militär.
Das konnte sich die Armeeführung und das Verfassungsgericht keinesfalls gefallen lassen und musste die Hoheit als Verfassungswächter dokumentieren. Deswegen wurde Mursis vorgehen für unzulässig erklärt, was natürlich auch die Selbstauflösung ungültig macht.
Damit haben Verfassungsgericht und Militär juristisch wieder die Nase vorn. Schlimmer noch, jetzt steht Mursi als Gesetzesbrecher da.
"US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei ihrem ersten Treffen mit Mursi für eine Fortsetzung des demokratischen Wandels in dem Land geworben."
Haha der war gut. Der "demokratische Wandel". Also das Unterjochen der Dummen und Armen über die dann das Kapital herrscht. Das ist doch Demokratie. Weiter so!
in wahrheit war sie natuerlich nur aus einem grund in aegypten- um die "sicherheit israels" weiter zu gewaehrleisten (zu erkaufen)...
ob ich noch den tag erlebe, an dem diese frau mal NICHT empfangen wird von irgendeinem land?
dass mursi sich mit der bereits so frueh getroffen hat, sollte den (eh schon vorn & hinten verarschten)
aegyptern zu denken geben...
ja in der tat, "sollte" war gestern.
es gibt eine masse an ägyptern, die sich denken, man sollte endlich mal wieder was gegen israel unternehmen.
als ob das ihre probleme im geringsten einer lösung näher brächte.
was mrs clinton betrifft, sie muss sich drauf einstellen, dass mit erkaufen und korrupten methoden und intriganter spaltung, immer weniger erfolg heraus schaut, israels recht auf ein leben in frieden zu unterstützen.
das militär weiss als einziges, dass es keinen sinn macht, sich mit israel anzulegen, während massive probleme im eigenen stall die bevölkerung plagen.
hoffentlich verstehen die muslim brüder dieses argument.
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