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Madrid - In Spanien haben am Freitagabend tausende Menschen gegen die Sparpolitik der konservativen Regierung demonstriert. Die Demonstranten der Bewegung der "Indignados" versammelten sich in Madrid zunächst vor dem Hauptquartier der regierenden konservativen Partido Popular (Volkspartei) von Ministerpräsident Mariano Rajoy, den sie in Sprechchören zum Rücktritt aufforderten. Anschließend zogen sie weiter zum Sitz der oppositionellen Sozialistischen Partei, der sie ebenfalls Unfähigkeit vorwarfen.
Als die Menge anschließend zum Parlament weiterzog, gab es Zusammenstöße mit der Polizei, die mit Schlagstöcken gegen einige Demonstranten vorging. Vor dem Parlament kam es zu weiteren Auseinandersetzungen. Mindestens fünf Menschen wurden festgenommen, wie ein AFP-Journalist berichtete. Rajoy hatte am Mittwoch für die kommenden zwei Jahre weitere Einsparungen von 65 Milliarden Euro angekündigt. Vorgesehen sind eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und Kürzungen beim Arbeitslosengeld und bei den Gehältern im öffentlichen Dienst.
Jeder Zweite Jugendliche ohne Job
Die Regierung hatte bereits mit dem Haushalt 2012 Einsparungen von 27,3 Milliarden Euro beschlossen. Spanien kämpft seit dem Platzen einer Immobilienblase mit einer schweren Wirtschaftskrise, die zu einer Arbeitslosigkeit von 24 Prozent geführt hat. Unter jungen Leuten sind sogar 52 Prozent ohne Job. Als vierter Staat der Eurozone nach Griechenland, Irland und Portugal soll Spanien demnächst Hilfen aus dem EU-Rettungsfonds erhalten, um seine angeschlagenen Banken zu stützen. (APA, 14.7.2012)
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Lesen Sie biette unter diesem Artikel zwei lange Kommentare von "Nick Mott", vielleicht fällt Ihnen dann selbst auf, wie falsch und ungerecht Ihr Vortrag ist.
http://uhupardo.wordpress.com/2012/07/1... t-endlich/
Jahrelang hatte Spanien einen Wirtschaftsboom, getragen von Krediten. Dann konnten viele Kredite nicht mehr zurückgezahlt werden. Jetzt haben sie eine Krise. Wer hat Schuld?
Der jahrelang gefeierte Zapatero? Die Banken, die eigentlich wissen sollten, ob Kredite zurückgezahlt werden können? Oder das System?
Es werden die Manager gefeiert, die einige Jahre lang große Gewinne erwirtschaften. Ob die nun die Kosten so drücken, dass die Qualität schlecht wird, und die Firma deshalb in 10 Jahren Probleme kriegt, oder ob die faule Kredite geben ist egal, Hauptsache 3 Jahre Profit.
Ich will wenigstens versuchen, Ihnen zu helfen, ein paarDinge zu begreifen, selbst wenn ich wenig Hoffnung habe. Entwicklungshilfe der anderen Art, die "Gute Tat am Sonntag" quasi. Gern geschehen.
http://uhupardo.wordpress.com/2012/05/0... se-gelebt/
http://uhupardo.wordpress.com/2012/07/1... der-krise/
Es ist eine typisch linke Eigenschaft die Schuld immer nur bei den Anderen zu suchen und sich selbst als armes Opfer hinzustellen.
Zu sagen zu starkes Sparen sei der Auslöser der Krise nachdem die EZB 4.600Mrd€ (ja, das sind 4.600.000.000.000€) in die Wirtschaft gepumpt hat, ist entweder ein Zeichen von Dummheit oder von Ahnungslosigkeit.
Es gibt ja durchaus Beispiele von Ländern, die nicht auf Teufel komm raus Schulden gemacht und diese Geld verkonsumiert haben, Estland, Deutschland und sogar Ö z.B. Seltsamerweise geht es diesen Ländern relativ gut und sie haben sogar Wachstum, wo andere auf dem Boden liegen
Man kann langfristig nur ausgeben was man einnimmt, denn sonst geht einem das Geld der anderen Leute aus!
Na mit dem Monetarismus hat Thatcher der Bevölkerung nicht wirklich Gutes getan, die Folge ihrer Politik war die Zerschlagung der Gewerkschaften, radikale Privatisierungen und der Ruin des öffentlichen Sektors (Gesundheitssystem). Also ich wage es so gesehen ihre volkswirtschaftliche Kompetenz sehr wohl in Frage zu stellen.
Zu meiner vorigen Kritik noch als Ergänzung: "man kann nur ausgeben, was man einnimmt" ist ein berechtigtes betriebswirtschaftliches Dogma, hat aber volkswirtschaftlich keine Berechtigung. Hier heißt es "man kann nur einnehmen, was ein anderer ausgibt".
Ihre Abwandlung des Zitates ist darüberhinaus nur eine konservativ-politische Polemik.
>Na mit dem Monetarismus hat Thatcher
Und wohin wäre die Reise sonst gegangen? Glauben sie wirklich wenn man die Sozialisten damals weiter hätte fröhlich Schulden machen lassen das GB heute so dastehen würde?
>hat aber volkswirtschaftlich keine Berechtigung
Erklären sie mir das bitte in einfachen Worten, stellen sie sich vor ich bin ein Sechsjähriger :)
Wie genau geht das, das man dauerhaft mehr ausgibt, als man einnimmt
>konservativ-politische Polemik.
Polemik ja, konservativ nein, ich sehe mich als liberal
Na wohin ist die Reise denn gegangen?
Groß-Britannien hat eine Arbeitslosenrate von knapp 10%. Es gibt keine nennenswerte Industrie mehr - abgesehen von der Finanz"industrie" in der City of London.
Als Beispiel für die Raubtier-Privatisierung sei die Bahn genannt - wieviele Menschen mussten deswegen ihr Leben lassen?
Es geht nicht darum, mehr auszugeben, als man einnimmt, sondern um azyklische Investments des Staates und um gerechte Besteuerung.
Den Schulden des einen (Staates) stehen immer Guthaben anderer gegenüber, dies gilt es auszugleichen. Sonst läuft man in die Falle der Umverteilung nach oben.
Dass Sie sich selbst als liberal bezeichnen, nehm ich ihnen nicht ganz ab, wenn dann glaub ich dass neo-liberal eher zutrifft.
Wer jahrelang teilweise vom Geld anderer Leute relativ gut gelebt hat und jetzt wieder ausschliesslich auf seiner eigenen Hände Arbeit angewiesen ist, der fällt erstmal richtig hart auf den Boden der Realität. Aber langfristig ist das *der einzige* Weg, denn irgendwann geht einem einfach das Geld der anderen Leute aus
Das man ein Pensionssystem aufgebaut hat das sich nicht einmal das reiche D leisten kann (100%(!) der Bemessensgrundlage aus den letzten 15 Jahren bei 35 Jahren eingezahlt!) hat sicher nichts damit zu tun, eben sowenig wie eine Arbeitslosenversicherung die es einem erlaubt 30 Monate lang 80% des IPREM zu beziehen.
Oder eine Regelung, die es jedem der irgendwie im Job mit der See zu tun hat (egal ob Seemann, Fischer oder auch nur Hafenangestellter!) erlaubt, mit 55(!) in Pension zu gehen.
Oder beitragsunabhängige Renten für alle(!) die 10 Jahre in Spanien gewohnt haben, oder eine MwSt von max 16%, oder ein Eingangssteuersatz von 24% (max 43%) usw usf, das hat mit der jetzigen Situation gaaaanz sicher nichts zu tun
Damit es nicht nur blutig zugeht:
http://yfrog.com/ehc0tz
Die Demonstranten sind also gegen die Regierung und gegen die Opposition. Sie sind gegen Sparpläne. Soweit so gut.
Aber wofür sind sie? Weiter Schuldenmachen wie bisher? Auf einen Geldregen vom Himmel oder ein sonstiges Wunder hoffen? Mir fehlen konkrete konstruktive Vorschläge.
In Spanien gibt es viele gut ausgebildete junge Leute, für die es keinen Job gibt. Mit dem totsparen wird das nicht besser.
Zum Glück haben wir ja offene Grenzen. Wo glauben Sie werden die vielen, vielen Arbeitslosen irgendwann hindrängen, wenn die Zukunft in Spanien weiter verbaut wird? Dorthin, wo es noch Arbeitsplätze gibt, oder eben ein Sozialsystem. Als EU-Bürger gelten die selben Rechte wie für Österreicher, nehm ich mal an...
Uns als Österreicher bleibt ohnehin nur ein Hoffen auf den deutschen Verfassungsgerichtshof, sonst sind Spaniens, Italiens, Portugals, Griechenlands, Sloweniens und Frankreich Schulden auch schon unsere, dank "Rettungsring", nur scheint der aus Stein zu sein, oder eine Bombe...(ESM)
und die Vermögenden des Landes in keinem einzigen Punkt zur Sanierung des Staatshaushaltes (der hauptsächlich auf Grund der Bankenrettungen marod ist) herangezogen werden.
sollte ich auf Ihre Äußerungen gar nicht mehr reagieren. Nur so viel: An Zynismus ist Ihre Einstellung wohl nicht mehr zu überbieten.
Wenn ich jemandem etwas verkaufe, von dem ich von vornherein weiß, dass er es nie im Leben bezahlen kann und ihm dann mit allen Mitteln das Leben versaue (und auch noch dafür sorge, dass er auf keinen grünen Zweig mehr kommt), dann meine ich, dass ich "nicht OK" und mindestens mitschuldig an seinem Unglück bin.
Wenn Waffenlieferanten auf 10 Jahre alten Verträgen bestehen (wie zwischen D und Gr vor einigen Monaten passiert), meine ich, deutet das genau auf den Charakter hin, den ich Ihnen unterstelle.
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