Wenig bis keine Blöße in der ersten Runde

  • Gonzalo Zarate und Ingomar Szabo (Sportklub) rittern um den Ball. Engagement der Wiener war zu bemerken, reichte aber gegen den Titelverteidiger nicht.
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    Gonzalo Zarate und Ingomar Szabo (Sportklub) rittern um den Ball. Engagement der Wiener war zu bemerken, reichte aber gegen den Titelverteidiger nicht.

Salzburg gewinnt gegen den Sportklub sicher mit 2:0 - Admira souverän - Sturm und Innsbruck mit Mühe - Horn, BW Linz und Vienna ausgeschieden

Wien - In der ersten Runde des Österreichischen Fußball-Cups sind die großen Überraschungen ausgeblieben. Aber ein paar Favoriten hatten mehr Mühe, ihnen lieb war. Titelverteidiger Red Bull Salzburg setzte sich am Freitag vor 4.700 Zuschauern beim Regionalligisten Wiener Sportklub mit 2:0 (1:0) durch. Die Tore erzielten Abwehrroutinier Ibrahim Sekagya (31.) sowie der eingewechselte Brasilianer Cristiano (71.).

Die engagiert auftretenden Wiener deuteten mehrmals Gefährlichkeit an, die Salzburger hatten aber mehr vom Spiel. Für das Führungstor musste allerdings eine Standardsituation herhalten: Sekagya lenkte den Ball nach einer Freistoßflanke von Jakob Jantscher und Kopfball des neuen Kapitäns David Mendes mit der Brust ins Tor. Zwei weitere Treffer der Gäste wurden wegen Foulspiels von Stefan Maierhofer (43.) bzw. wegen Abseits von Jantscher (10.) nicht anerkannt. Zumindest letzteres war eine umstrittene Entscheidung. Bei einem Handspiel des Wieners Nemetschek im Strafraum hätte es Elfmeter geben müssen (12.).

Für die Entscheidung sorgte Cristiano mit einer guten Einzelleistung. Der 25-jährige Mittelfeldspieler setzte sich auf der linken Seite durch, traf mit einem scharfen Schuss von der Strafraumgrenze ins kurze Eck. Den Salzburgern gelang mit dem Sieg im ersten Pflichtspiel der Saison auch die Generalprobe für den Auftakt zur Champions-League-Qualifikation am Dienstag in Luxemburg gegen F91 Düdelingen.

Keine Experimente

Salzburg-Trainer Roger Schmidt war mit der Leistung seines Teams zufrieden. "Es ist kein einfaches Spiel gewesen, das war uns im Vorfeld auch bewusst", meinte der Deutsche. "Wien hat uns ein Kampfspiel aufgezwungen. Bis auf ein, zwei brenzlige Situationen haben wir aber nichts zugelassen." Lob gab es auch für den Gegner, der ein "richtig gutes Spiel" gemacht habe. Schmidt: "Wir hätten aber in der ersten Hälfte schon das eine oder andere Tor mehr schießen können. Jetzt werden wir uns gut regenerieren, wollen dann in Luxemburg ein gutes Spiel machen."

Gegen die Hernalser verzichtete Schmidt auf Experimente. Die Neuzugänge Florian Klein und Stefan Ilsanker waren zu Hause geblieben, Christopher Dibon ist noch nicht fit, in der Startelf war daher kaum Neues zu sehen. Maierhofer erhielt als Solospitze den Vorzug gegenüber Jonathan Soriano, blieb im Gegensatz zu den Testspielen, wo er gegen Anderlecht, Grosny und Steaua Bukarest getroffen hatte, aber glücklos.

"Wir wollen aktiv sein, wollen den Gegner permanent fordern, im Umschaltspiel sehr gut sein", umriss der neue Coach die Schwerpunkte seines Trainings. "Das hat man phasenweise gesehen."

Sturm und Wacker mit Bauchweh, Admira sicher

Mit Sturm Graz, der Admira und Wacker Innsbruck sind zuvor die ersten Bundesligisten in die zweite Runde eingezogen. Während sich die Admira mit einem 3:0-(1:0)-Sieg beim Regionalligisten Parndorf keine Blöße gab, mussten die Grazer bei der WSG Wattens lange Zittern. Der Cupsieger von 2010 und Meister von 2011 setzte sich in Tirol dank eines Tores von Jürgen Säumel (62.) mit Ach und Krach 1:0 (0:0) durch. Noch länger musste Wacker Innsbruck in Gratkorn zittern. Die Tiroler setzten sich aber schlussendlich im Elfmeterschießen mit 5:4 durch. Sowohl in der regulären Spielzeit, als auch in der Nachspielzeit waren keine Tore gefallen.

Gratkorn trat frech und couragiert auf, Wacker kam dadurch auf dem Kunstrasen in der Steiermark trotz einiger Chancen nie wirklich ins Spiel. Unmittelbar vor Ablauf der regulären Spielzeit vergaben die Hausherren durch Diego Rottensteiner den Matchball (90+2.). In der Verlängerung präsentierte sich Wacker dann fahrlässig.

Nach Foul an Julius Perstaller trat Christopher Wernitznig zum Elfmeter an und wollte den Ball im Stil von Andrea Pirlo lässig in die Tormitte schupfen. Der Versuch ging jedoch ordentlich in die Hose, Gratkorn-Goalie Rasim Memic fing den "Schuss".

Erstligisten straucheln

Mit Horn, Blau-Weiß Linz und der Vienna verabschiedeten sich gleich drei Erstligisten aus dem Cup. Die Linzer unterlagen im oberösterreichischen Derby gegen den Regionalliga-Mitte-Club St. Florian 1:2. Erste-Liga-Aufsteiger Horn hatte gegen Austria Klagenfurt mit 2:3 das Nachsehen. Die Vienna musste sich trotz zweimaliger Führung (1:0 und 2:1) dem GAK mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben. Matchwinner des Regionalliga-Mitte-Vereins aus Graz war Stürmer-Routinier Herbert Rauter mit zwei Treffern (49., 108.).(APA/red, 13.07.2012)

Ergebnisse der ersten Runde des ÖFB-Cups vom Freitag:

WSG Wattens  - SK Sturm Graz 0:1 (0:0)
Tor: Säumel (62.). Anm.: Bodul (Sturm) vergab einen Elfmeter (53.)

FC Gratkorn - FC Wacker Innsbruck 0:0 n.V., 4:5 i.E.

SC/ESV Parndorf - FC Admira Wacker Mödling 0:3 (0:1)
Tore: Hosiner (34., 50.), B. Sulimani (71./Foul-Elfmeter)

Wiener Sportklub - Red Bull Salzburg 0:2 (0:1)
Tore: Sekagya (31.), Cristiano (71.)

Union St. Florian - Blau-Weiß Linz  2:1 (1:0)

GAK - First Vienna FC 3:2 n.V. (0:1,2:2)

Villacher SV - SC Rohrendorf/Gedersdorf  4:2 (1:0)

FC Hard - SC Schwaz 1:0 (0:0)

FC Pasching - SV Austria Salzburg 2:1 (2:0)

SC Kalsdorf - SV Wallern 3:1 (1:1)

FC Saalfelden - SV Scholz Grödig 0:4 (0:3)

Union Vöcklamarkt - FC Lustenau 3:4 (2:3)

SC Deutschlandsberg - TSV Hartberg 1:2 (0:2)

SK Austria Klagenfurt - SV Horn 3:2 (1:2)

SAK 1914  - SV Allerheiligen 0:5 (0:3).

SKU Amstetten  - SV Schwechat 0:1 (0:0)

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