Tausende bei Millionen-Demonstration in Kairo

13. Juli 2012, 18:12

Islamisten demonstrieren für Präsident Mursi - Salafisten wollen Gott in neuer Verfassung

Kairo - Es sollte eine "Millionen-Demonstration" werden, doch auf dem Tahrir-Platz in Kairo fanden sich am Freitag nur einige Tausend Islamisten ein. Sie riefen Slogans gegen das Verfassungsgericht, das Ende Juni die Parlamentswahl für ungültig erklärte hatte. Bei der Wahl hatten die Muslimbrüder und die radikal-islamischen Salafisten zusammen die Mehrheit errungen.

Außerdem wandten sich die Demonstranten gegen die Verfassungserklärung des Militärrates und lobten Präsident Mohammed Mursi. Einige Salafisten wollen, dass es in der ägyptischen Verfassung künftig nicht mehr heißt, dass alle Macht vom Volk ausgeht, sondern von Gott. (APA, 13.7.2012)

Share if you care
6 Postings
mit einem wort: pleite!

Na sowas, da haben die Salafisten glatt bei der Maiverfassung aus dem Jahr 1934 der österreichischen Christlich-Sozialen,die von ihren Nachfolgern in der ÖVP ja immer noch in Ehren gehalten werden, geklaut. Die begann mit: „Im Namen Gottes, des Allmächtigen, von dem alles Recht ausgeht, erhält das österreichische Volk für seinen christlichen, deutschen Bundesstaat auf ständischer Grundlage diese Verfassung.“

Autoritäre Religionsfanatiker halt. Egal welches heilige Buch sie vorschützen, für's Volk schaut es immer düster aus, wenn solche Leute das Sagen haben.

'Tausende bei Millionen-Demonstration'

also im promillebereich.

..wenn man "millionen-demonstration" unter anführungstricherl setzt, spart ,man sich das lesen...

Na das ist ja mal eine gute Überschrift.

Die radikalen Spinner scheinen doch nicht so stark zu sein. Dann besteht für Ägypten wenigstens die Hoffnung auf eine friedliche und demokratische Zukunft weiter.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.