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Frage: Im erstinstanzlichen UVP-Verfahren hat die NÖ Landesregierung die Parallelpiste 11R/29L, die sogenannte dritte Piste, am Flughafen Wien-Schwechat genehmigt. Mit welchen Auflagen?
Antwort: In dem am Freitag zugestellten, 398 Seiten dicken UVP-Bescheid sind 460 Bedingungen aufgelistet, darunter: 186.620 m² Wald dürfen gerodet werden, die dreifache Fläche muss aber wieder aufgeforstet werden; zum Schutz der Vögel darf in den Donauauen zwischen 1. März und 31. Juli nicht gebaut werden. Grabungen müssen von Archäologen begleitet werden. Die Landesstraße B10 muss auf 7,5 km Länge verlegt werden, die Anbindung von Schwechat an die Autobahn muss zweispurig ausgebaut werden.
Frage: Und was ist mit den gesundheitlichen Einwänden von Anrainern, die vor allem Lärm befürchten?
Antwort: Bei Einhaltung der teilweise bereits während des jahrelangen Mediationsverfahrens eingeleiteten Maßnahmen könne "eine Gesundheitsgefährdung von Menschen ausgeschlossen werden", heißt es im UVP-Bescheid. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Sicht- und Lärmschutz. 2500 Haushalte werden etwa mit Lärmschutzfenstern ausgestattet. Wertminderung an Eigentum im Umfeld des Flughafens könne zwar nicht ausgeschlossen werden, sei aber rechtlich nicht von Belang, heißt es weiter.
Frage: Wie geht es weiter?
Antwort: Der Verein Dialogforum, in dem viele - aber nicht nur - Projektgegner sitzen, will das Papier genau unter die Lupe nehmen. Berufungen sind aber fast sicher. Gegen den Bescheid kann bis 24. August Berufung beim Umweltsenat im Landwirtschaftsministerium eingelegt werden. Dazu berechtigt sind die Standortgemeinden Schwechat, Fischamend, Klein-Neusiedl, Rauchenwarth, Schwadorf und deren Nachbargemeinden sowie Bürgerinitiativen, der Umweltanwalt, eingetragene Umweltorganisationen, Arbeitsinspektorate und alle Personen mit Parteienstellung. Auch die Flughafen Wien AG hat natürlich ein Berufungsrecht und kann bestimmte Auflagen bekämpfen.
Frage: Wieso braucht der Flughafen überhaupt eine neue Piste?
Antwort: Die Flughafen Wien AG argumentiert mit steigenden Passagierzahlen, wenn der Vienna Airport die angestrebte Drehscheibe für Zentral- und Osteuropa werden sollte. Aus heutiger Sicht (22 Millionen Passagiere pro Jahr) wären die beiden bestehenden Pisten dann 2020 (mit prognostizierten 35 Millionen Passagieren pro Jahr) ausgelastet; auch deswegen, weil die Pisten V-förmig angelegt sind, also nicht wirklich von einander unabhängig betrieben werden können. Samt dritter Piste wären zu Spitzenzeiten pro Stunde bis zu 100 Starts und Landungen möglich, derzeit sind es 60 Flugbewegungen.
Frage: Und wenn Wien-Schwechat nicht das erhoffte Drehkreuz der Luftfahrt wird?
Antwort: Fix ist nix. Der Airport kann wegen der zu erwartenden Berufungen beim Umweltsenat frühestens 2014 eine definitive Entscheidung treffen. Aus wirtschaftlichen Erwägungen sprechen aber auch der Ausbaustopp am Münchener Flughafen und das Nachtflugverbot für Frachtflüge am Flughafen Frankfurt für einen Ausbau in Österreich. (simo, DER STANDARD; 14.7.2012)
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Bratislava muss ohnehin besser an Wien angebunden werden, dann soll man gleich den dortigen Flughafen miteinbeziehen.
Geschäftsflüge und das Drehkreutz bleiben in Wien und Charterflüge und reine Urlaubsflüge gehen von Bratislava.
Dann könnte endlich mal der Bratislava Flughafen aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden. Bis beide Flughäfen dann volle Kapazität erreichen kann man besser abschätzen ob die dritte Piste in Wien wirklich notwendig ist. Ein Weisser Elefant könnte vermieden werden.
Liegt ja auch zu nahe an der City. Beste Idee war imho Neubau zw. VIE & BRA (oder mehr im SO).
Bangkok o. München wurden auch komplett neu gebaut. München übrigens u.a., weil eine Maschine in die City fiel und explodierte. Wird in Wien auch passieren - Frage der Zeit.
Sie wissen doch, dass der Flugverkehr in Europa zu den sichersten Verkehrsmitteln gehört, oder? Daran wird sich nichts ändern, auch, wenn man spart. Da hab ich wirklich mehr Angst, dass ich von einem Geisterfahrer auf der Autobahn getötet werde, als dass ein Flugzeug auf ein Wohngebiet abstürzt
... sondern Bahnfahren. Laut EU-Statistik gibt es auf Bahnstrecken 0,2 Unfalltote pro einer Milliarde gefahrenen Personenkilometer auf Luftverkehrsstrecken doppelt so viele (0,4 ). Fliegen ist also nicht soo sicher, wie das die Luftverkehrsindustrie immer glauben machen will.
Viel sicherer als Autofahren (6) oder gar Motorradfahren (45) ist fliegen aber jedenfalls.
Die Behörde hat das Überfligen der OMV mit einer Rechtskurve nach dem Start aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen - nicht auszudenken was da passieren könnte. Überflugsdistanz 300m
Bei 25km über dicht besiedeltes Gebiet haben die aber keine Bedenken.
Zum einen passen diese Überlegungen der Behörde nicht zu Ihrem SICHEREN Verkehrsmittel, andererseits zeigt sich wonach die Behörde gewichtet und das halte ich für die eigentliche Sauerei.
Wenn die ÖBB 3mal täglich mehr Züge in den Bahnhof schicken will als dieser Geleise hat - was sagen wir dann? Die können nicht planen und produzieren ihre Verspätung selber. Und keiner käme auf die Idee dafür mehr Geleise zu bauen.
Beim Flughafen soll eine 3.Piste geben, um 3 Spitzen pro Tag abzudecken? Wollt Ihr den Flughafen umbringen - Mrd. für Fehlplahungen vorwiegend von AUA! Dann solls die AUA zahlen, aber das was da abgeht ist UMBRINGEN des Flughafens!
und lassen sich durch entsprechende Planung normalerweise ganz vermeiden.
Dazu braucht es definitiv keine 3. Piste. Tatsächlich geht es um mehr Landungen in den Spitzenzeiten, die durch das Geschäftsmodell Umsteigeflugverkehr ausgelöst werden. Und den brauchen wie in Wien gar nicht.
Und das Flugzeuge immer leiser werden ist genauso ein Märchen - zumindest wenn es nach den Auswirkungen für die Anrainer geht, wo das zunehemende Flugzeuggewicht zu tieferen Überflügen beim Start führt.
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