Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Diesen Samstag begeht Frankreich den Nationalfeiertag - erstmals mit François Hollande als Präsident.
In einer Ménage à trois werden die Kinder gerne vergessen. Ein Sohn von Präsident François Hollande ruft sich nun in Erinnerung. Thomas Hollande (28), Rechtsanwalt und aus der ersten väterlichen Liaison mit der sozialistischen Politikerin Ségolène Royal stammend, äußert sich im Wochenmagazin Le Point zum sogenannten "Trierweiler-Gate" - jenem Pariser Sommerthema, das launisch wie ein Molière-Lustspiel begann, heute aber dem Staatspräsidenten schwerer im Magen liegt als eine ausgemachte Staatsaffäre.
Hollandes heutige Gefährtin Valérie Trierweiler hatte im Parlamentswahlkampf bekanntlich aus heiterem Himmel Partei gegen ihre " Vorgängerin" Royal ergriffen, indem sie deren Rivalen per Twitter Mut zusprach - und damit ein politisches Gewitter auslöste.
"Was ich dieser Twitter-Nachricht vorwerfe, ist, dass sie das Privatleben in den öffentlichen Bereich zerrt", meint nun Thomas Hollande. "Das hat mir für meinen Vater wehgetan. Er hasst es sehr, sein Privatleben auszubreiten. Das zerstört das Image der Normalität, das er sich aufgebaut hat."
Das Dumme an dieser Aussage ist: Thomas Hollande trifft damit ins Schwarze. Für seinen Vater wirkt die Twitter-Affäre verheerend, weil sie seine ganze Kommunikationsstrategie zunichtemacht. Monatelang hatte sich Präsidentschaftskandidat Hollande von den Society-Allüren seines Vorgänger Nicolas Sarkozy abzuheben versucht, indem er sein Privatleben vollkommen ausblendete und sich "normal" gab. Nun hat Frankreich den Eindruck, dass sich im Élysée gar nicht viel geändert hat, ja schlimmer noch: dass der Präsident ein Spielball familiärer Eifersüchteleien ist.
Sein Vater sei "sprachlos" gewesen, berichtet nun der Filius, um selber fröhlich Privates und Politisches zu vermengen: Er gibt zu verstehen, dass er und seine Geschwister "Stiefmutter" Valérie Trierweiler schneiden, während sie Papa empfehlen, ihre Mutter Ségolène Royal als Ministerin zu berufen.
Für den Staatschef erfolgt die Wortmeldung des Sohnes zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, unmittelbar vor dem Nationalfeiertag. Die Pariser Medien rechnen damit, dass sich Hollande, der bisher eisern geschwiegen hatte, am Feiertag (14. Juli) erstmals dazu äußern wird. Am meisten interessiert Frankreich, was an den Gerüchten über eine Trennung im Élysée zu halten ist, nachdem Trierweiler seit ihrem Tweet im Juni fast völlig von der Bildfläche verschwunden ist.
"Man muss sich das vorstellen", meint eine Teilnehmerin eines Internetforums. "Da unterzieht sich der hohe Staatschef dem republikanischen Ritual eines offiziellen Interviews zum Nationalfeiertag zwischen Truppenparade und Eiffelturm-Feuerwerk - und muss zuerst einmal klarstellen, wie es um sein Liebesleben bestellt ist." Ein Gräuel für Hollande, der sich intensiv auf diesen symbolischen Auftritt vorbereitete. Zur Krisenlage der Nation, zu den leeren Staatskassen oder zu der jüngsten Fabrikschließung bei Peugeot muss er sich jedes Wort überlegen, um einen Weg zwischen den Sparforderungen seiner EU-Partner und den Streikdrohungen der "Linken" zu finden.
Urlaub in Frankreich
Jedes Detail des einstündigen TV-Interviews regelte Hollande minutiös, wochenlang verhandelte er mit den Fernsehsendern, bis hin zum Standort des hochpolitischen Events, mit dem der Landesvater sozusagen seine Bürger und sich selbst in die großen Sommerferien entlässt.
Die Image-Berater im Élysée-Palast hatten schon vor längerem wissen lassen, der Präsident werde - im Bemühen, "nahe bei den Franzosen und ihren Sorgen zu bleiben" - in Frankreich Urlaub machen. Die Citoyens wollen aber nicht wissen, wo er den Sommer verbringen wird, sondern vielmehr mit wem. (Stefan Brändle aus Paris/DER STANDARD, 14.7.2012)
Verfassungsrat weist Beschwerde der Opposition ab, Präsident Hollande unterzeichnet Gesetz - Gegner planen für Ende Mai neue Proteste
Französische Regierung boykottierte Sitzung
Aufgrund einmaliger Vermögens-Sonderabgabe ab 1,3 Millionen Euro
Spanien: "Logistischer Kern" von Untergrundorganisation zerschlagen
Ein Jahr nach seinem fulminanten Wahlsieg versucht Hollande den Befreiungsschlag mit Reformen und einem Ministerwechsel
Interkontinentalrakete für sechs Atomsprengköpfe vor der Bretagne gestartet
Auch Entfernung aus Verfassung geplant
Steuerflucht wird schärfer als bisher bestraft - Neu geschaffener Finanzstaatsanwalt
Die Fremdenlegion ist mehr als ein Mythos, in aktuellen Konflikten wie in Mali steht sie an der Front. Jüngst feierte die sonderbarste Truppe der Welt den 150. Jahrestag eines Scharmützels, das auch Österreich betraf
Ausschreitungen nach endgültigem Beschluss der Reform durch Parlament
Zehntausende demonstrieren in Paris gegen die "Austeritätspolitik" von Präsident Francois Hollande
Ehe für gleichgeschlechtliche Paare trotz massiver Proteste auch im Senat beschlossen - Adoptionsrecht weiter umstritten
Nach einem Jahr im Élysée ist Frankreichs Präsident François Hollande auf einem politischen Tiefpunkt angelangt. Pariser Medien fragen: "Kann man noch regieren, wenn man so unpopulär ist?"
Nach Budgetminister Jérôme Cahuzac gerät nun auch François Hollandes Wahlkampfmanager Jean-Jacques Augier ins Zwielicht
Gegen massive Widerstände hat die Nationalversammlung die Eheschließung für Homosexuelle definitiv zugelassen
Angreifer war aus psychiatrischer Klinik geflüchtet
Erstes offizielles Gedenken zum Kriegsende 1962 - Kolonie-Verlust polarisiert weiter
"Ihr wolltet den Krieg, nun habt ihr ihn" - Drohbrief an Parlamentspräsidenten: "Unsere Methoden sind radikaler als Demonstrationen"
Zustimmung für Präsidenten sinkt auf 30 Prozent
Auch Parteifreunde Hollandes lehnen den verordneten Vermögens-Striptease ab
Konsequenz aus Schwarzgeldskandal: Daten über Finanzen und Besitz der Regierungsmitglieder veröffentlicht
Marine Le Pen von Frankreichs Front National hält die EU für ein Gefängnis und glaubt fest daran, Präsidentin werden zu können
Mehr als ein Dutzend Franzosen sind allein in Westafrika in der Hand von Islamistengruppen - Militäreinsatz in Mali mit Folgen
was nebenbei einer der grössten wirtschaftsmächte innerhalb der eu ist und er ist politisch eine gallionsfigur der europäischen linken, bestimmt stark (und wie man beim zusammenschluss mit italien und spanien zugunsten der esm-lockerungen gesehen hat auch effektiv) die zukunft der eu und des euro-raumes mit.
wer wen wo wuselt und ob er familienvorstand des denver clans ist ist auf der prioritätenliste irgendwo ganz gaaanz gaaaaaaaaanz weit unten...
...und natürlich haben Sie überhaupt nicht recht. Eine der Damen war und ist als Ministerin im Gespräch! Sie ist außerdem in der obersten Führungsriege der Partei angesiedelt - und die andere ist keine Hausfrau, sondern eine einflussreiche Journalistin. Wenn Herr Hollande nicht einmal sein Privatleben managen kann, wie dann Europa? Was aber eh eine akademische Frage ist, weil Frankreich auf Grund der vor der Türe stehenden finanziellen und wirtschaftliche Katastrophen sowieso nur ein Papiertiger ist...Wetten, dass?
also ich kann mein privatleben ur nicht managen und trete von einem fettnäpfchen ins andere.
aber in meinem job bin ich verdammt gut, da reicht mir niemand so leicht das wasser.
wenn sie mich für eine job-position aufgrund meines privatlebens bewerten ist das nicht nur inakzeptables eindringen in meine privatsphäre sondern auch unklug.
...der "gaaanz gaaaaanz" schreibt, ist intellektuell eh nicht satifaktionsfähig. Aber nicht nur schreiben können Sie nicht, auch mim Lesen happerts: Ich habe nix über IHR Privatleben geschrieben. Es wird so sein, wie Ihr Schreib-Stil, also Schrebergarten. Andererseits, das Privatleben des Monsieur Hollande ist so, wie sich ein Gartenzwerg fanzösische melanges à trois vorstellt, da passt dann Ihre sympathetische Aneignung wieder. Ich vermute, dass in Ihrem Fall die Frauen wegfallen, aber ein Unterschied zum Hollande muss ja sein...
Eifersüchteleien in der Familie. Da wäre mir Bunga-Bunga Berlusconi schon lieber, denn bei dem weiß man wenigsten woran man ist und ist etwas fürs Auge. Die Society-Allüren von Sarkozy würde man sicher viel eher verzeihen als Schmutzwäsche und Zickenkrieg. Es ist aber unterhaltsam - bringt aber womöglich Wählerschwund. Von dem abgesehen, empfindet man einen solchen Mann als einen Waschlappen.
Berlusconi war jemand fürs Auge? Ich denke es ist für dich an der Zeit, über einen Besuch beim Augenarzt nachzudenken.
Und mir ist ein wenig Eifersucht durch Familienmitgliedern dann doch lieber als systematische Korruption und Aushöhlung des Staatsgebildes.
"...als systematische Korruption und Aushöhlung des Staatsgebildes."
Wer sagt denn, dass es bei Hollande bzw. seiner Partei anders ist?
"Und mir ist ein wenig Eifersucht durch Familienmitgliedern dann doch lieber als..."
Das mag ja sein, aber erstens bringt es Wählerschwund und kommt zudem als Leader/Führer oderwasweißich schlecht dabei weg. Das will kein Mensch! Das ist für einen Politiker der politische Selbstmord, insbesondere für einen Politiker der Frankreich regieren soll(te). Das tut er aber nicht (-> regieren), da er nicht einmal seine Frauen unter Kontrolle hat.
Nach Nachschau in der Printausgabe kann ich berichten: Es liegt wohl daran, dass in genannter die beiden Bilder nebeneinander gestellt und mit einem durchlaufenden Text versehen wurden - welcher wiederum 1:1 auch in der Online-Ausgabe verwendet wurde.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.