Millionen-Investition für russische UniCredit-Tochter

13. Juli 2012, 17:15
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Bank Austria kauft Aktien

Moskau - Die UniCredit-Gruppe erhöht das Stammkapital ihrer russischen Tochter, der UniCredit Bank, um rund ein Drittel auf rund eine Milliarde Euro. Zu diesem Zweck kauft die Bank Austria als alleiniger Aktionär der russischen UniCredit Bank für umgerechnet 250 Millionen Euro knapp 600. 000 neue Aktien der Bank auf.

Ein genauer Zeitpunkt für das Geschäft steht noch nicht fest. Die russische Zentralbank müsse in Absprache mit der italienischen Finanzaufsicht der Emission noch zustimmen, heißt es in einer Aussendung der Bank. Experten sehen dies allerdings als reine Formalität an. Für die russische UniCredit ist es bereits die zweite Kapitalerhöhung innerhalb eines Jahres. Bereits Ende 2011 hatte die Muttergesellschaft den Grundstock der Bank um rund 80 Millionen Euro aufgestockt.

Die Kapitalerhöhung hänge mit den Wachstumsplänen von UniCredit in Russland zusammen, sie werde durchgeführt, um das Geschäft dort noch stärker zu unterstützen, erklärte ein Konzernsprecher. "Russland nimmt in den strategischen Planungen der Gruppe einen zentralen Punkt ein", sagte er dem Standard. Das Geschäft laufe "sehr gut".

UniCredit ist die siebtgrößte Bank in Russland und die größte mit ausländischer Beteiligung. Vor allem beim Kreditgeschäft mit Privatkunden hat die Bank zuletzt deutlich zugelegt. In den ersten fünf Monaten stieg der Wert um 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,32 Milliarden Euro. (ab, DER STANDARD, 14.7.2012)

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