Wienerwald-Mord: Ärger über offene Schulden wahrscheinliches Motiv

13. Juli 2012, 15:52
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55-jähriger Autohändler soll festgenommenem Verdächtigen ausgeborgten Geldbetrag nicht zurückbezahlt haben

Wien - Keinen mafiösen Hintergrund und keinen in manchen Medien kolportierten Bezug zu Auto-Schiebereien dürfte der gewaltsame Tod des 55-jährigen Autohändlers haben, dessen zerstückelte Leiche am vergangenen Samstag am Wienerwaldsee bei Tullnerbach (Bezirk Wien-Umgebung) gefunden wurde. Das Motiv für die Bluttat dürfte im privaten Bereich liegen: Der festgenommene Verdächtige, der den 55-Jährigen erschlagen und zerteilt haben soll, soll sich über Schulden, die das Opfer bei ihm hatte und die der Autohändler offenbar nicht zurückzahlen wollte, geärgert haben.

Der unter Mordverdacht stehende Enddreißiger, über den das Wiener Straflandesgericht am Freitagnachmittag die U-Haft verhängt hat, soll dem 55-Jährigen vor einiger Zeit einen größeren Geldbetrag geborgt haben. Angeblich unterhielten die beiden geschäftliche Beziehungen. Mehrere eindringliche Versuche des Gläubigers, sein Geld zurückzubekommen, scheiterten. In dieser Situation soll es zur Bluttat gekommen sein.

Verdächtiger soll Geständnis abgelegt haben

"Beide Männer haben sich gekannt", bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Thomas Vecsey, auf APA-Anfrage. Zum möglichen Motiv wollte er sich im Hinblick auf die nicht abgeschlossenen Ermittlungen nicht äußern: "Der Verdächtige wird derzeit vernommen." Laut "orf.at" soll der Enddreißiger, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht anwaltlich vertreten war, bereits ein Geständnis abgelegt haben.

Vecsey betonte, dass es neben dem Verdächtigen keinen Hinweis auf einen weiteren Tatbeteiligten gibt. Laut Vecsey gibt es auch keinen Bezug zum Mord eines 57-Jährigen, dessen Leiche Ende April auf der "Teufelswiese" bei Gablitz (Bezirk Wien-Umgebung) entdeckt worden war. (APA, 13.7.2012)

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