Japanischer Zoll forderte für Kulis aus den USA Waffen-Importlizenz

13. Juli 2012, 15:36
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200 Stifte in Form von Patronen im April 2011 beschlagnahmt

Tokio - Der japanische Zoll hat für rund 200 beschlagnahmte Stifte aus den USA eine Waffen-Importlizenz verlangt. Die von Waffenherstellern wie etwa Smith & Wesson produzierten Kugelschreiber und Füller seien wie Patronen gestaltet und unterlägen deshalb den Einfuhrbestimmungen für "Waffen zur Selbstverteidigung", sagte ein Vertreter des Zolls in Nagoya am Freitag.

Die Schreibgeräte aus einer speziellen Titanlegierung liegen bereits seit April 2011 beim Zoll in Nagoya und Osaka. Sie waren vom japanischen Vertreiber von Küchenmessern, Yamahide Cutlery, bestellt worden, der mit den bis zu 335 Euro teuren Kulis und Füllern aus den USA seit 2008 einen schwunghaften Handel betreibt. "Wie kann jemand mit einem Stift töten? Das ist kaum zu verstehen", protestierte der Chef des Unternehmens, Toshio Yamada. Er weigere sich, eine Waffenimport-Lizenz zu beantragen. (APA, 13.7.2012)

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    Der Chef des japanischen Unternehmens, das die Kugelschreiber importieren ließ, weigert sich eine Waffenimport-Lizenz zu beantragen.

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