Tote in der Slowakei: Lebensgefährte des Mordes verdächtigt

13. Juli 2012, 16:16
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Neues Gutachten führte zu Festnahmeanordnung

Wien - Im Fall einer im November 2010 in Holice bei Bratislava (Slowakei) entdeckten verbrannten Toten, bei der es sich um eine zweifache Mutter aus Wien handelte, ist gestern, Donnerstag, der ehemalige Lebensgefährte der Frau wegen Mordverdachts verhaftet worden, wie die Polizei am Freitag berichtete. Die 28-Jährige, die in Wien-Rudolfsheim als Kellnerin gearbeitet hatte, galt seit 16. Oktober 2010 als vermisst. Ein Faserspuruntersuchung der an der Ablegestelle gefundenen Decke führte zur Festnahmeanordnung des Mannes.

Ermittlungen werden noch länger andauern

Das seit Ende Juni 2012 vorliegende Gutachten beweist laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Thomas Vecsey, dass sowohl Fasern am ehemals gemeinsamen Wohnort wie auch am Fundort der Leiche von der Decke stammen würden. Die Ermittlungen werden laut Vecsey noch länger andauern, ebenso wird noch ein weiteres Gutachten folgen.

Der Verdächtige wurde laut Staatsanwaltschaft heute in die Justizanstalt Josefstadt überstellt, wo am Wochenende über die Verhängung der Untersuchungshaft entschieden wird.

Die Tote konnte Anfang Juni 2011 mittels DNA-Analyse identifiziert werden. Die Ermittler hatten seinerzeit versucht, Klarheit über das Motiv für die Bluttat zu bekommen. So gingen sie etwa Hinweisen nach, dass die Frau in ihrem Heimatland Kosovo eine Scheinehe eingangen sei. (APA, 13.7.2012)

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