Griechen halten ihre neue Regierung für unfähig

13. Juli 2012, 13:54
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Nur 23 Prozent der Befragten sind optimistisch

Athen - Die meisten Griechen halten ihre neue Regierung für unfähig, die Probleme des fast bankrotten Staates zu lösen. In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage für den Sender Skai TV und die konservative Zeitung "Kathimerini" vertraten 51 Prozent diese Ansicht. 47 Prozent der Befragten trauen der neuen Regierung unter dem konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras zu, das Land aus der Krise zu führen. 66 Prozent sehen Griechenland auf dem falschen Weg, nur 23 sind der Ansicht, dass die Dinge gut laufen für ihr Land.

Es ist eine der ersten Umfragen nach der Parlamentswahl vom 17. Juni. Seitdem regiert eine Koalition aus Konservativen, Sozialisten und Demokratischer Linken, wobei die beiden letzteren nur durch ihnen nahestehende Experten im Kabinett vertreten sind. Griechenland ist auf Milliardenhilfen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF) angewiesen, die dem Land im Gegenzug ein drastisches Sparprogramm verordneten. Das hat mit dazu beigetragen, dass Griechenland in der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg steckt und jeder Fünfte arbeitslos ist.

Laut einem Pressebericht zeichnet der jüngste Bericht der Troika aus EU-Kommission, IWF und Europäischer Zentralbank über die Umsetzungen der Reformen in Griechenland ein katastrophales Bild der Lage. Die griechische Regierung habe 210 von rund 300 Sparvorgaben nicht erfüllt, berichtete die "Rheinische Post" unter Berufung auf deutsche Regierungskreise. (APA, 13.7.2012)

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