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Als ehemals schärfster Kritiker des unbeschränkten Fundraisings macht es der US-Präsident seinem Super Political Action Committee im Wahljahr schwer, an Geld zu kommen
US-Präsident Barack Obama muss zusehen, dass der bisher eher geringe Geldfluss von Unterstützern nicht zum Stolperstein für seine Wiederwahl wird. Eine dreiviertel Milliarde Dollar konnte er im euphorischen Wahljahr 2008 lukrieren. Das wird ihm ein weiteres Mal nicht gelingen, obwohl die rechtlichen Gegebenheiten dafür günstiger denn je sind.
Denn der Oberste Gerichtshof entschied Anfang 2010, dass es den sogenannten Super Political Action Committees (Super PACs) erlaubt ist, unbeschränkt Geld zu sammeln. An die Partei oder den Kandidaten, der unterstützt wird, darf das Geld der Super PACs freilich nicht weitergegeben werden, aber auch so kann damit kräftig Stimmung gemacht werden.
Einst Feind, jetzt Freund der Super PACs
Obama war in der Vergangenheit ein vehementer Gegner der Super PACs, von denen er fürchtete, dass sie Lobbys und bestimmten Interessengruppen "die Schleusen öffnen" würden und eine Bedrohung für die Demokratie seien. Das machte er auch in seiner Ansprache zur Lage der Nation im Jahr 2010 deutlich.
Doch Anfang 2012 revidierte Obama seine Kritik und gab "Priorities USA Action", dem bislang einzigen Super PAC, das zu seinen Gunsten Stimmung macht, seinen Segen. Der späte Schwenk macht es den Gründern Bill Burton und Sean Sweeney, die früher im Weißen Haus gearbeitet haben, nicht gerade einfach, Geldgeber zu umwerben. Die großen Unterstützer bleiben aus, viele reiche ehemalige Spender wie George Soros fühlen sich im Jahr einer möglichen Wiederwahl Obamas nicht mehr bemüßigt, einen finanziellen Beitrag zu leisten.
Im "Fundrace" der Super PACs liegt Obama derzeit jedenfalls weit abgeschlagen hinter seinem republikanischen Konkurrenten Mitt Romney, auch wenn im Juni "Priorities USA Action" mit sechs Millionen Dollar ebenfalls einen Spendenrekord erzielen konnten. Romneys Super PAC "Restore our Future" konnte im selben Zeitraum 20 Millionen Dollar lukrieren und hält derzeit schon bei einer Summe von mehr als 60 Millionen Dollar.
Welche Prominente, Geschäftsleute und Unternehmen Obama auch 2012 bedingungslos über das Super PAC unterstützen, kann auf OpenSecrets abgerufen werden. Derzeit ist es vor allem die Entertainment-Branche, die versucht, Obama den Rücken freizuhalten.
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2008
http://www.opensecrets.org/pres08/co... =N00009638
2012
http://www.opensecrets.org/pres12/co... =N00009638
Massivste Spendenkürzungen belegen seine "gute Arbeit"? Er hinkt ja nicht nur bei den Großspenden hinten nach sondern auch bei den Kleinspendern. D.h.: er hat "gute Arbeit" geleistet, weil die Leute ihn nicht mehr wollen?
Wo nimmt man diese Logik her?
Ich glaube dass die bisher geringeren Einnahmen auch nicht darauf shließen lassen, dass Obama der schlechtere Kandidat sei. Das ist ebenso nicht logisch. Wenn Romney die dicksten Beiträge der größten Banken einsackt, spricht das wohl eher dafür dass die Banken sich eine angenehmere Zukunft mit Romney erwarten, was nicht immer mit dem Allgemeinwohl der Gesellschaft verträglich ist, wie man in der Vergangenheit sehen konnte.
Ausserdem ist nicht so aggresiv losgestartet mit dem Sammeln und diesen Superpacs.
Obama fing schon vor über einem Jahr mit dem aggressiven Spenden sammeln an und holte sich bei vielen Privaten, die 2008 hohe Summen gespendet hatten, eine Absage, obwohl sich hochrangige Demokraten per Telefon darum kümmerten. Banken spendeten 2008 ebenso für Obama wie für McCain, nur dieses Jahr haben sie ihre Spenden erheblich zurück gefahren. Man kann nicht ständig auf eine Gruppe einprügeln und dann erwarten, daß sie einem das Geld nachwirft.
IÜ hat O. auch bei den kleinen Spendern erheblich verloren und ist v.a. auf Hollywood angewiesen, denn auch die großen Unis zeigen ihm heuer den Finger.
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