Uniqa schließt Barkapitalerhöhung ab

13. Juli 2012, 12:53
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Wien - Der börsenotierte Versicherungskonzern UNIQA hat seine 500 Mio. Euro-Barkapitalerhöhung abgeschlossen. Der Bezugspreis für die angebotenen 47,6 Mio. neuen Aktien betrug 10,50 Euro je Aktie. Das Grundkapital erhöht sich somit auf 190,6 Mio. Euro, teilte die Versicherungsgesellschaft heute, Freitag, ad hoc mit. Die beiden Kernaktionäre Raiffeisen und Austria Versicherungsverein hatten durch die Ausübung eigener und den Aufgriff nicht ausgeübter Bezugsrechte sichergestellt, dass sämtliche neuen Aktien platziert werden konnten. Erster Handelstag der neuen Aktien im Prime Market der Wiener Börse ist voraussichtlich der 18. Juli. Die neuen Aktien sind für 2012 voll dividendenberechtigt.

Nach der Barkapitalerhöhung sieht die Eigentümerstruktur der UNIQA folgendermaßen aus: RZB-Konzern 49,23 Prozent, Austria Beteiligungs-Verwaltung 39,39 Prozent, Collegialität Versicherung auf Gegenseitigkeit (Collegialität) 2,51 Prozent, Streubesitz-Aktionäre 8,44 Prozent, eigene Aktien 0,43 Prozent. Die Kontrollverhältnisse bleiben unverändert; RZB, Austria Beteiligungsverwaltung und Collegialität, die durch einen Syndikatsvertrag verbunden sind, werden gemeinsam über 91,13 Prozent der Stimmrechte verfügen.

Leichte Verschiebung der Anteile

Mit der bevorstehenden Sachkapitalerhöhung, die wie berichtet mit der Implementierung im September 2012 erfolgt, kommt es zu einer leichten Verschiebung der Anteile: Der RZB-Konzern fällt auf 43,80 Prozent zurück, die Austria Beteiligungs-Verwaltung auf 35,05 Prozent, die Austria Privatstiftung wird 9,93 Prozent halten, die Collegialität steigt auf 3,34 Prozent und der Anteil der eigenen Aktien fällt auf 0,38 Prozent. Der Streubesitz wird auf 7,51 Prozent fallen. RZB, Austria Privatstiftung, Austria Beteiligungs-Verwaltung und Collegialität werden gemeinsam 92,11 Prozent der Stimmrechte halten. Das Grundkapital wird auf 214.247.900 Euro steigen.

Die Barkapitalerhöhung ist für die Versicherung ein "Zwischenschritt" zur geplanten Erhöhung des Streubesitzes (Re-IPO) 2013/14 , der dadurch auf bis zu 49 Prozent steigen soll. Verwenden will die Gesellschaft den Erlös der Barkapitalerhöhung zur Stärkung der Solvabilität und der Kapitalausstattung sowie für Wachstumschancen in Mittel- und Osteuropa.

Die UNIQA-Aktie notierte zu Freitag-Mittag an der Wiener Börse mit 10,05 Euro um 0,5 Prozent unter dem gestrigen Schlusskurs. (APA, 13.7.2012)

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