Promotion - entgeltliche Einschaltung

Der nachhaltige Moment

13. Juli 2012, 12:44

Schon Coco Chanel war gegen allzu vergängliche Mode. Die Biorama FAIR FAIR zeigt, dass der Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Aktualität eigentlich gar keiner ist.

Ökomode. Wenn möglich noch fair gehandelt.

Das klingt ja erstmal immer total unsexy, nach kratzigen Wollpullovern, selbstgestrickten Socken und langen Diskussionsrunden. Das hat zum einen mit ihren frühen Protagonisten zu tun, zum anderen aber auch mit ganz grundsätzlichen Eigenschaften von Mode. Aber dazu später.

Eins soll hier gesagt sein: Die Vorurteile sind natürlich völliger Unsinn. In Ecofashion, von einfachsten Basic bis zum raffiniert geschnittenen Einzelstück, kann man sich mittlerweile auf jeder Modenschau sehen lassen - was wir auch persönlich oft genug tun. Auch mit unserem Magazin Biorama versuchen wir seit Jahren das Image ein wenig umzudrehen. Die Mode, die wir präsentieren, ist stylish, trendbewusst und tragbar. Die ökologische Produktion ist wichtig, aber eben auch nicht wichtiger als Farben und Schnitte. In Mode, ob konventionell oder bio, soll wir uns zuerst wohl- und schön fühlen.

Die Aussteller auf der Biorama FAIR FAIR zeigen, dass dieser vermeintliche Spagat eigentlich gar keiner ist. Von Freitag bis Sonntag werden sich knapp 30 Modelabels (im Verbund mit einem großen, vom Biohof Adamah gestalteten Foodbereich) präsentieren. Junge, heimische Labels und europäische Marken, die auf fair und ökologisch produzierte Rohstoffe setzen. Oder die Umwelt zumindest nicht zusätzlich belasten: Re- und Upcycling sind in der Ecofashion-Szene völlig zu Recht seit Jahren ein Thema.

Auch wenn die Hippie- und Kommunenbewegung ihren Anteil an dem Image von grüner Mode hat, wäre es unfair sich nur an ihr abzuputzen. Nachhaltigkeit ist ein Gedanke, der Mode erstmal grundlegend widerspricht. Denn diese lebt von ihrer Vergänglichkeit. „Die Mode ist eine charmante Tyrannei von kurzer Dauer", wie es der französische Dramatiker Marcel Achard einmal treffend ausdrückte. Sie lebt für den Moment, auch wenn Designer grundsätzlich eine Saison vorausdenken. Das Nachdenken über Produktionsbedingungen oder Schadstoffbelastung in den Fasern stören da erstmal.

Von solchen Gedanken sollten wir uns dringen lösen. Ja, zur Mode gehört immer auch der Überfluss und das Unnötige. Aber bitte im Schnitt oder - zur Not - im Geldbeutel. Das sind dann Sünden, unter denen wir leiden. Und nicht die Umwelt oder die Produzenten.

PS: Wir sehen uns auf der Biorama FAIR FAIR im MQ!! 13.-15.7

www.fairfair.at

  • Artikelbild
    foto: slowfashion
  • Artikelbild
    foto: awear
  • Artikelbild
    foto: zerowasteupron
Share if you care.