Neuer Wirkstoff tötet Erreger der Schlafkrankheit

13. Juli 2012, 13:12
  • Die chemische Struktur des neuen Chinolonamids und Schlafkrankheitserreger, die durch seine Einwirkung bereits geschädigt wurden.
    foto: georg hiltensperger / nicola jones

    Die chemische Struktur des neuen Chinolonamids und Schlafkrankheitserreger, die durch seine Einwirkung bereits geschädigt wurden.

Chinolonamid aber noch kein Medikament - Würzbuger Forscher versuchen ihn wasserlöslicher zu machen

Würzburg - Beim Stich einer Tsetsefliege kann ein einzelliger Parasit übertragen werden: Der im tropischen Afrika verbreitete Trypanosoma brucei ist der Auslöser der Afrikanischen Schlafkrankheit. Die Infizierten bekommen zuerst Kopf- und Gliederschmerzen, dann stellen sich Verwirrung, Krämpfe und andere Symptome ein. Am Ende fallen sie in eine Art Wachkoma und sterben. Jedes Jahr kommt es zu 30.000 Neuinfektionen.

Eine Vorbeugung gegen die gefährliche Krankheit - außer durch die Vermeidung von Insektenstichen - gibt es derzeit nicht. Zur Behandlung werden verschiedene Medikamente eingesetzt, die aber wegen ihrer Toxizität teils extreme Nebenwirkungen haben. Forscher der Universität Würzburg stellten nun im "Journal of Medicinal Chemistry" einen neuen Wirkstoff gegen Trypanosoma vor, ein Molekül aus der Klasse der Chinolonamide. In Zellkulturen tötet er die Erreger der Schlafkrankheit zuverlässig ab - und das schon in geringen Konzentrationen.

Wirkstoff, aber noch keine Arznei

Als nächstes muss am Tiermodell geklärt werden, ob der neue Wirkstoff auch in einem infizierten Organismus greift. Doch vorher gibt es noch ein Problem aus dem Weg zu räumen: Das Chinolonamid ist nur schlecht in Wasser löslich. "Darum lässt es sich kaum als Arznei aufbereiten; zudem wird es nicht gut genug ins Blut aufgenommen", erklärt Georg Hiltensperger.

Um den Wirkstoff zu einem echten Medikament zu machen, verfolgen die Forscher zwei Strategien. Zum einen testen sie, ob Veränderungen an der chemischen Struktur das Chinolonamid wasserlöslicher machen, ohne dass es an Wirksamkeit verliert. Zum anderen versuchen sie, den Wirkstoff pharmazeutisch-technisch so gut zu verpacken, dass er nach einer oralen Verabreichung in ausreichender Menge ins Blut übergeht. (red, derStandard.at, 13. 7. 2012)

ich versteh die rote stricherlvegrabe für ...

meinen Vorpostenr nicht.

er meint doch, ui... dann geht´s mit der malariaforschung erst richtig weiter.
denk ich mal.

malaria-pharma-lobby adee ; )

bitte, gebt´s eam kane roten stricherl, ...
die könnt´s mir geben.
die nehme ich in kauf ; )

lg, fritz.

ui...dann gehts mit malaria erst richtig los

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