Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Claudia Schumm und Patricia Ermes-Glaßner hinter Stuhllehnen aus " Lichtkraftholz" im "Innenwald" des Hotel Le Méridien in Wien - Wasser, Vogelstimmen, Nadelduft inklusive.
"Es ist ein echter Magnet, ab 6.00 Uhr früh kommen die Leute hier herein und lassen sich nieder." Die Begeisterung der Hoteldirektorin ist echt - sie kommt ja schließlich selber mehrmals täglich in ihren "Innenwald". Das ist ein Raum im Hotel an der Wiener Ringstraße, den Patricia Ermes-Glaßner und Claudia Schumm gestaltet haben. Die Elemente: altes Wurzelholz aus Fichte und Tanne in mindestens 15 Zentimeter dicken Platten, bei Neumond geschlagen und zumindest drei Jahre abgelegen, zu simplen Stühlen verarbeitet. Dazu raumfüllend Naturgeräusche - eine Mischung aus Vogelstimmen und Wasserplätschern, etwas Wind, der zwischen den verschiedensten Nadelbäumen in großen Töpfen weht.
In der Mitte ein dicker Eichenboden - allerdings nicht glatt, sondern wellig bearbeitet. Unmöglich, diesen Boden unter den Füßen nicht bewusst zu spüren. Instinktiv ziehen die Innenwald-Gäste auch das Schuhwerk aus. Auch so kann ein Besprechungsraum aussehen, freut sich Benz. Auch so könne der Arbeitsplatz kraftgebend sein und Erholung in den Pausen ganz natürlich funktionieren. Als aktueller Beweis, dass dem so ist, fungiert die Küchencrew, die ebenfalls herkommt.
Wohlfühlarchitektur
Solche Heilräume können ganz leicht integriert werden, sagt " Wohlfühlarchitektin" Claudia Schumm, die solche Projekte etwa schon in Krankenhäusern verwirklicht hat. Es sei an der Zeit, Arbeitsumgebungen radikal neu zu denken - entsprechend nennt sie ihr Angebot "Healing Office". Was es mit dem Holz Besonderes auf sich hat, erklärt Patricia Ermes-Glaßner, die den Vertrieb des "Lichtkraftholz" verantwortet: Ohne weiteres Zutun wirke solches solcherart behandeltes Holz ordnend auf das Blutsystem, es belebe und heile. Wissenschaftliche Studien inklusive.
Dass die Sehnsucht nach Verbundenheit mit Natur, nach Erdung in der permanenten Beschleunigung, der dauernd ansteigenden Komplexität groß geworden ist - vor allem in den Hochhäusern der Bürogebäude und ihren dort sitzenden Werktätigen -, ist merkbar. Aber: Sind Unternehmen tatsächlich bereit, ein massives Stück Natur in ihre Welten zu holen, um Mitarbeiter möglichst gesund und ausgeglichen zu halten? Wird nicht doch die Wirkung der Naturmaterialien dann wieder marginalisiert und in eine Ecke geschoben, die mit dem "harten" Wirtschaftsleben nichts zu tun hat?
Offenbar nicht, offenbar hat sich viel bewegt, denn Schumm und Ermes-Glaßner planen eine Bundesländertour und verhandeln mit dem Korneuburger Büromöbelhersteller Blaha, um Seminare für Einrichtungsfachleute anzubieten und die Hölzer am Standort einzusetzen. Friedrich Blaha gibt sich allerdings noch bedeckt. Hoteldirektorin Benz aber liebäugelt damit auch privat: Ein vielfältiger kleiner Nadelwald im Schlafzimmer mit Blick vom Bett aus ist ihr Projekt geworden. (Karin Bauer, DER STANDARD, 14./15.7.2012)
Hinweis
Der "Innenwald" im Le Méridien, Opernring 13-15, 1010 Wien, ist noch bis Ende August geöffnet.
Links
Botschaften, die den Alltag versüßen - User haben Fundstücke der Zettel-Kommunikation geschickt
Arbeitnehmer sind einer Studie zufolge in kleinen Büros gesünder, produktiver und zufriedener - Wo fühlen Sie sich wohl?
Desaströse Vorstellungsgespräche, Büro-Flirts und unfreiwillig komische Präsentations-Skills - Wir haben die besten Videos gesammelt
Chaot oder Pedant, Nippes oder Kunst, Montblanc oder Bic? Unser Schreibtisch verrät viel
Visitenkarten und Familienfotos führen die Hitliste der beliebtesten Arbeitsplatz-Gegenstände der Österreicher an
77 Prozent empfinden "Badeschlapfen" am Arbeitsplatz nicht akzeptabel
Wie entsteht ein angenehmes Arbeitsklima - zumindest, was den Sauerstoff anbelangt? Ein Forschungsbericht führt Parameter zur richtigen Lüftung von Büros an
Kompetente, ehrliche, hilfsbereite, höfliche Kollegen gefragt - Arrogante, unehrliche Bürogenossen sind unbeliebt
Einige "Tipps" für eine fettnäpfchenfreie betriebliche Weihnachtsfeier: Pünktlich sein, kein Wimpernklimpern
Für mehr Humor am Arbeitsplatz: Neues "Lästerlexikon" mit boshaften Sticheleien und Bürobeleidigungen
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.